﻿VERHALTEN LES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
281
mit Zinkoxyd (58 p. 141). In der Verbindung von Protein mit Kupfer fand Rose 1,50—1.69“% CuO (58 p. 132).
Rose findet im allgemeinen, dass die Proteünniederschläge in Salzlösungen oder die Salzniederschläge in Proteinlösungen in einem Überschuss der Flüssigkeit, welche man zusetzt, löslich sind, mit Ausnahme der Sublimatniederschläge, die sich nur in einem Überschuss der proteinhaltigen Flüssigkeit lösen. Penis (1838. 15 p. 76) findet, dass Quecksilbernitrat, Sublimat, Bleiacetat auch mit ausgeschiedenem Protein unlösliche Verbindungen bilden, dass aber diese Salze auch Serum fällen
(15 p. 80).
Lassaigne's (33 p. 594) Ansicht nach wird das Protein von Sublimat gefällt, wobei eine Verbindung jenes gerade mit dem Sublimat ohne Zersetzung dieses letzteren entstehe, und der Niederschlag sich in Lösungen von Alkalichloriden,-bromi-den und- Jodiden löse. Lassaigne findet, dass 6 Teile Protein sich mit 1 Teil Sublimat verbinden. In der Folge (1839) nahm er an, dass das Protein sich mit allen Salzen, doch ohne Zersetzung letzterer, im Verhältnis von mehreren Molekülen Protein auf 1 Mol. eines gegebenen Metallsalzes verbinden könne, und schlug vor, diese Verbindungen Albuminate zu nennen (34 p. 819; 36 p. 310 und 35 p. 496). l'de Möglichkeit einer Spaltung der Metallsalze durch das „Albumin“ behufs Verbindung dieses mit den Oxyden spricht Lassaigne entschieden ab und nimmt eine direkte Verbindung des „Albumins (A)u mit Salzen in folgenden Verhältnissen an: A6 (PbO),C4II6CL: A8HÜAo05; A5Cu0C4H603; A4Cu0S03; A1Ag0Az05; A6PtCl4 (35 p. 496).
Das Zustandekommen einer direkten Verbindung von Oyxden mit „Albumin“ gibt Lassaigne nur unter der Mitwirkung von Alkalien zu. Eine solche Verbindung erhalte man bei der Auflösung des durch Kupfersulfat in Blutserum erzeugten Niederschlags in Ätzkali: „Albumin—88,90; Alkali—7,56 und Kupferoxyd—3,04“. Die Lösung dieser Verbindung sei bläulich violet, werde aber beim Erwärmen heller
(37 p. 529—31).
In der Folge erhielten Vogel & Reischauer (69-a p. 529) ebensolche bläulich-violette Flüssigkeiten bei der Auflösung verschiedener Proteinkörper in Kupferoxydammoniak, der Schvveitzer’schen Lösung.
Auch Mitscherlich (46 p. 302) findet, dass, wenn kleine Porzionen Bleiacetat in proteinhaltige Flüssigkeiten eingetragen werden, die Niederschläge beim Umschütteln verschwinden, bei einem gewissen Sättigungsgrade mit dem Salze sich nicht mehr auflösen, aber durch Essigsäurezusatz zum Schwinden gebracht werden kommen (46 p. 302). Bei der Fällung mit Bleizucker hinterliess das Filtrat nach der Entfernung des Niederschlags beim Abdampfen einen trocknen Rückstand, der sich, Mitscherlich’s Ansicht nach, auf kosten der Essigsäure in Wasser löste. Beim Kochen des Niederschlags mit Schwefelsäure wurde der Geruch von Essigsäure deutlich gespürt (46 p. 303).
Wird die lösliche Verbindung von Protein und Bleiacetat mit Schwefelwasserstoff, Kali carbon at oder Schwefelsäure behandelt, so würden Niederschläge entstehen, die aber kein Schwefelblei, Bleicarbonat oder Bleisulfat geben, sondern drei f ache V e r bindungen vor stelle n, welche auch das Protein enthalten. Bei der Einwirkung z. B. von Schwefelwasserstoff entstehe nicht einfach eine Verbindung von Schwefel und Blei, sondern eine Verbindung von Schwefel, Blei und Protein, und nicht bloss eine unlösliche sondern auch eine mit bräunlicher Farbe in Wasser lösliche (ib. p. 304). Eben solche Verbindungen würden auch mit Eisenchlorid erhalten werden (ib. p. 305).
Im folgenden Jahre bestätigte Mitscherlich (47 p. 106) Rose's Angaben über die Beständigkeit der Verbindung von Kupfersulfat mit Protein; doch auch diese