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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
von Protein mit Kupferoxyd, Baryt, oder Kalk, oder Magnesia (45 p. 221) gibt. Obgleich jedoch Commaille (1866. 13 p. 112) einen vermittelnden Anteil der Säuren an der Verbindung des Proteins mit dem Quecksilberoxyd nicht zugibt, stellt er die Beständigkeit des Verhältnisses zwischen dem Protein und dem Quecksilber dennoch in Abrede, da er Gelegenheit hatte, verschiedene Verbindungen des Proteins mit diesem Metall, nämlich 4,99; 5,84; 6,46; 13,72 und 14,74 "grm. Quecksilber auf 100 grm. der Verbindung zu beobachten.
Noch mehr: durch rauchende Salzsäure gefälltes Protein werde durch Sublimat schon nicht mehr gefällt, weder bei gewöhnlicher Temperatur noch in der Siedhitze (13 p. 112). Auch mit 12 Vol. Wasser verdünntes Hühnereiweiss werde durch Sublimat nicht gefällt, wohl aber erzeuge Ammoniaklösung in diesem Falle einen Niederschlag. Ausserdem beobachtete Commaille, dass auch der Zeitpunkt auf die Mengenverhältnisse in den Metallverbindungen einen Einfluss ausübte. So gaben frische Eier eine Verbindung mit 9% Platin, Verbindungen aus längere Zeit gelegenen enthielten 10,30 (ib. p. 113); 9,05; 9,33; 9,55; 9,83: 10.09; 10,32%; in einer schwachsauren Lösung in Chlorwasserstoffsäure erzeugte Platinchlorid 9,66 und 10,83° 0 Pt. enthaltende Niederschläge, während eine alkalische Lösung eine Verbindung mit 9.30% Platin gab. Ein wässeriges Eidotterextrakt schied eine Verbindung mit lü?32°/ aus. Der nach der Einwirkung von Wasser auf das Vitellin erhaltene Niederschlag gab nach der Auflösung in Chlorwasserstoffsäure mit Platinchlorid eine Verbindung; welche 7.85% und 7,96% Pt. enthielt. Geronnenes Protein wurde in einem Alkali aufgelöst, die Lösung mit Salzsäure gefällt, auf deren Kosten der Niederschlag sich aufiöste und dann schon mit Platinchlorid gefällt wurde. Die erhaltene A crbiîidung enthielt 7,80% Pt. Ein wässeriges Extrakt aus Piindfleisch schied einen Niederschlag mit 11,44%, aus Schaffleisch mit 10,25%,—aus dem Muskelfleisch von Gründlingen mit 10,57%,—von Weisslingen mit 9,88% Pt. aus. Ein salzsaures Extrakt aus Rindfleisch gab im Niederschlage 11,17%.—aus Schaffleisch—10,59% und aus dem Muskelfleische eines Fisches—10,78% Platin (13 p. 121)..
Im Jahre 1874 vervollständigte Commaille diese Angaben durch einige Zahlenwerte und zwar: das „Albumin“ der Bauchwassersuchtflüssigkeit gab eine Verbindung mit 8,5% Platin, das „Albumin“ des Urins 10,5—11% und vegetabilisches „Casein“ 6,5% (14 p. 1360).
Eine eben solche Unbeständigkeit der Verhältnisse beobachtete Brücke auch in den qualitativen Reaktionen des Seroglobins. Er findet (10 p. 886), dass eine alkalische Seroglobinlösung in der Tat, wie auch Schmidt beobachtet hatte, durch Kupfersulfat gefällt wird, wobei der Niederschlag in einem Überschuss des Kupfersalzes sich nicht löst, während ein eben solcher Niederschlag aus einer Seroglobinlösung in einem Überschuss des zur Fällung benutzten Kupfersulfats löslich ist. Übrigens beobachtete Brücke Auflösung des durch Kupfersulfat erzeugten Niederschlags in einer reinalkalischen Globulinlösung, doch ohne Überschuss" des Alkali, in einem Überschüsse von Kupfersulfat. Ist ein auch nur geringer Alkaliüberschuss vorhanden, so entsteht eine Trübung, die durch den Zusatz einer ganz unbedeutenden Menge Kalilauge verschwindet. Ganz dasselbe Verhalten beobachtete Brücke auch an Serum, welches durch Verdünnung mit Wasser und Einwirkung von Kohlensäure vom Seroglobin befreit worden war (10 p. 886).
SchwarzenbaclTs Schlüsse werden ebenfalls durch die quantitativen Bestimmungen des Platins in den Protemniederschlägen von Diakonort' (18 p. 228) widerlegt, welcher auf demselben Wege Verbindungen des Proteins mit Platin erhalten hatte. Eine saure Lösung von Rindfleisch (Syntonin) gab einen 3,91—4,56% Pt. enthaltenden Niederschlag; ein solcher aus mit Essigsäure angesäuertem Hühnereiweiss enthielt 3,13 — 3,224% Pt., während, mit Salzsäure angesäuert, dasselbe Eiweiss einen