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VERHALTFN DES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
weisses aus und fand, dass nach der Zersetzung des Niederschlags durch Kohlensäure ein Teil des Proteins sich ausschied, ein andrer in Lösung blieb.
Behufs vollständiger Ausscheidung der Proteünkörper empfiehlt Hofmeister (28 p. 288) zuerst die Hauptmasse derselben durch irgend eine der gebräuchlichsten Methoden zu fällen, dann das Filtrat einige Minuten lang mit Bleioxyd zu kochen und schliesslich das Blei mittels Schwefelwasserstoff zu entfernen. Dem Autor nach ist die übriggebliebene Flüssigkeit ganz frei von Proteünkürpern. Kowalevski schlägt seinerseits zur vollständigen Fällung des Proteins vor, Uranacetat anzuwenden (31 p. 13). durch welches noch 0,019% Protein nachweisbar seien.
Im Jahre 1881 unterzog sich Harnack (25 p. 198) der Mühe die Mengenverhältnisse in den aus proteinhaltigen Flüssigkeiten durch Kupfersulfat erzeugten Niederschlägen noch einmal zu bestimmen. Er beschränkte seine Beobachtungen auf zweifach mit Wasser verdünntes Eiweiss. welches mit Essigsäure so lange behandelt wurde, als sich Niederschläge zeigten; die abfiltrirte Flüssigkeit neutrali-sirte er mit Natriumcarbonat, filtrirte aufs neue und empfahl nun das erhaltene, schon klare Filtrat mit einem einfachen Kupfersalz zu fällen, indem man davon so lange zusetzt, bis sämmtliche Proteinkörper sich aus der Flüssigkeit ausgeschieden haben. Um die überschüssige Säure zu entfernen, rät der Autor das Gemenge mit Natriumcarbonat zu neutralisa en. Das Waschen des Niederschlags mit Wasser wird bis zum Verschwinden der Blutlaugensalzreaktion auf Kupfer fortgesetzt. Bei weiterem Waschen lasse sich die Gegenwart auch der mit dem Kupfersalz verbundenen Säure nicht mehr nachweisen, woraus Harnack schliesst, dass der erhaltene Niederschlag bloss aus Protein und Kupfer besteht 1). Bei noch weiter fortgesetztem Waschen erfolge endlich Zersetzung auch dieses Rückstands (25 p. 201). Die von Harnack erhaltenen Präparate enthielten ausser Kupfer auch noch eine ganz bedeutende Menge Asche, infolgedessen er Kontrollbestimmungen dieser vornahm. indem er die Asche in Salpetersäure auflöste, das Kupfer mit einem Alkali fällte und nach dem Waschen und Glühen wog. Der Unterschied zwischen der ersten einfachen Bestimmung des Kupfers und der letzten betrug ungefähr 1%.
Um eine aschenfreie Kupferverbindung des Proteins, welche Harnack Kupfer-albuminat nannte, zu erhalten, löste er das mit Wasser gewaschene „Albuminat“ in Natriumcarbonat auf und fällte die Lösung durch vorsichtigen Zusatz einer Säure. Im Notfälle wurde die Auflösung und Fällung wiederholt. Auf diese Art stellte Harnack „ganz reine Proteinverbindungen“ mit Kupfer dar, in denen der Unterschied in den Bestimmungen der Asche und des Kupfers höchstens 0.1-—0,2 mgr. betrug, und nannte solche Präparate „aschenfrei“.
Die Bestimmung des Kupfers in einer grösseren Anzahl erwähnter Präparate und zwar in 15. wobei IS Bestimmungen vorgenommen wurden, gab entweder gegen 1,35% oder gegen 2,64% Cu. wobei die erste Zahl dem Falle entsprach, wenn die Fällung in einem Proteinüberschuss, erfolgte, die zweite, wenn ein Überschuss \on Kupfer vorhanden war. Dabei bemerkte Harnack, dass die Fällung niemals in vorher zu bestimmenden Verhältnissen vor sich ging, dass aber, wie er sagt, stets eine der beiden Verbindungen erhalten wurde 2).
') Wäscht man dann weiter aus, so lässt sich auch die Säure des angewendeten Kupfersalzes nicht mehr im Filtrat nachweisen, woraus geschlossen werden darf, dass die Säure des Kupfersalzes auch anfänglich nicht in die Verbindung eingeht, dass die letztere von vornherein nur aus Kupfer und Eiweiss besteht. Durch wochen-
langes Behandeln mit Wasser scheint das Albuminat allmählich dissociât zu werden, was übrigens nichts Auffallendes ist: jedenfalls lässt es sich leicht vollständig auswasclien, ohne Zersetzung zu erleiden (25 p. 201).
-) Ueber die Bedingungen des Entstehens der einen oder der anderen Verbindung lässt sich