﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
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u. 712 u. .V.V 48—GO p. 171) beobachteten und jetzt fast in jedem Kapitel diese Werkes bestätigen, vor allem bei der Gewinnung des Globulins aus diesem oder jenem Fundorte desselben.
Am interessantesten ist das Verhalten der Eiweisslösungen gegen 1 %0 Natro-lauge. Man braucht bei fortschreitender Dialyse stets weniger Alkali, um das Ei-veiss auszufällen, und kann so verfolgen, wie die Salzsäure sich allmälig vom Ei-weiss trennt (ib. p. 208). Das so durch Dialyse abgeschiedene Eiweiss, dessen Aschengehalt sich von 0,070 bis 0.088% ergab, unterscheidet sich nun wesentlich von dem von Harnack (20 p. 3046 u. 27 p. 3745) zuerst beschiebenen Präparat durch seine Unlöslichkeit in Wasser. Weder die im Dialysor abgeschiedenen, noch nicht getrockneten, Flocken noch das lufttrockene Eiweiss lösen sich in heissem Wasser (11 p. 210). Die Löslichkeit des Harnack’schen Eiweiss schreibt Bülow dem geringen Gehalt desselben an Salzsäure zu (11 p. 210). Aus diesen Versuchen geht also hervor, dass das vollständig aschenfreie Eiweiss, d. h. solches, welches völlig frei von anderen Elementen ist, in Wasser unlöslich ist (11p. 211) was unsre im Jahre 1892 (50-ap. 213 u. p. n. 127 u. .VA' 48—60 p. 171) gegebenen Tatsachen bestätigt.
Übrigens gesteht Harnack nach Werigo’s und StohmamPs Arbeiten selbst ein (27-a p. 224), dass sein aschenfreies Albumin bis 2%, Salzsäure1) enthalten konnte, und dass das Albumin sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit der Salzsäure in verschiedenen Proportionen zu verbinden vermag. Indem Harnack eine Lösung seines Albumins dialysirte, fand er sogleich, dass die wässerige Lösung aschenfreien Albumins auf dem Dialysor eine allmälig eintretende Scheidung des Eiweisses vom Wasser zeigt, je vollständiger ersteres die Salzsäure verliert. Nach dem Verluste der Salzsäure bildet das Eiweiss eine durchsichtige Gallerte, „die aber kein Bestreben hat (!). sich mit Wasser zu einer filtrirbaren Lösung zu vereinigen“ (ib. p. 208). Der Niederschlag löst sich auch durch eine Spur freien Alkali (ib. p. 209).
Varenne (1886, 69 p. 427) erhielt, indem er eine Lösung des nach Wurtz bereiteten Präparats mit verschiedenen Mengen von Schwermetallsalzlösungen—Cadmium—. Kupfersulfat, Uranacetat, Quecksilberbijodid—bei Gegenwart von Essigsäure 0,07%o versetzte, die erste Gerinnung bei 50°, die zweite bei 75°. Die Ge-rinnungstemperatur steigt überhaupt mit dem Salzgehalt, allein mit 0,01%0 Kupfersulfat fand Gerinnung gar nicht statt.
Paal (54 p. 1084) findet, dass der Niederschlag, welcher durch Versetzen von Eiweisslösung mit FeCL-lüsung und NaCl erzeugt wird, in seinem Eisengehalt je nach der Menge des angewandten FeCL schwankt. Zinksalze und Alaun erzeugen in Lösungen von frischem Hühnereiweiss Fällungen, in Lösungen von Han-delseiweiss dagegen nicht. Die Ursache davon ist, meint Paal, dass im Handels-eiweiss, da es immer mehr oder weniger in Zersetzung übergegangen ist. Ammoniaksalze enthalten sind, welche die Fällung verhindern. Die mit Quecksilber-, Kupfer- oder Uransalzen in Handelseiweiss- und frischen Eiweisslösungen gebildeten Niederschläge zeigen verschiedenen, und zwar bei frischem Eiweiss höheren Metallgehalt.
Obwohl Galeotti (22-ap. 492) die durch Kupfersulfat und Silbernitrat hervorgebrachten Niederschläge in ziemlich unbestimmten Proteinpräparaten: Serumalbumin (ib. p. 529) und Eieralbumin (p. 519), untersuchte, so kam er auch zu der schon festgestellten Meinung, dass es zwischen dem Protein und den Me-talisalzen gar keine konstanten Verhältnisse gibt (ib. p. 492; 547). Führt findet so-
’) Vorläufig scheint es mir noch richtiger, Aschenbestandtheilen (anorg. Basen u. s. w.) dass aschenfreies Eiweiss, wie ich es bisher be- befreiten Albumins mit 1 bis 2 p. Ct. Salzsäure....* schrieben habe, als eine Verbindung des von (27-a p. 208) anzusehen ist.