﻿VERHALTEN LES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
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A.	—M o t a 11 i s c li e Verbindungen des Globulins unter M i t-w i r k ung von Alkalien und Erdalkalien oder globulinsa u r e Metallalkalien u. dergl. werden mehr oder weniger rein in grosser Mannigfaltigkeit und in löslichem Zustande erhalten, wenn zu einem Gemenge von reinem aschenfreiem Globulin und möglichst sorgfältig bereitetem frischem Metalloxydhydrat verschiedene Mengen wässeriger Alkali- oder Erdalkalilösungen zugesetzt werden.
Diese Verbindungen werden durch ihre Löslichkeit, ihre Fällungstemperatur der alkalischen und erdalkalischen Globulin Verbindungen nahe Dissoziationstemperatur, hauptsächlich aber durch ihre besonderen Farben charakterisirt. Die Farbe der Lösung eines Oxyds in Alkalien ist z. B. eine ganz andere als diejenige einer Verbindung derselben Base mit Globulin! So z. B. färben sich die Lösungen durch Kupferoxyd violett, durch Kobalt violettrot, durch Kickeioxyd hellgrün u. s. w. (S. folg. Kap. die Farbenreaktionen mit Metalloxyden (AkV 93—100). Im allgenmeien können diese Verbindungen durch ein Schema ausgedrückt werden, in welchem der basische Pol des Globulins zugleich mit einer löslichen Base—einem Alkali oder Erdalkali—und mit einer unlöslichen—einem Schwermetalloxyd verbunden ist, wie z. B.
, xNaHO
Gb g\sCii(iro)a.................... ^22)
Offenbar waltet hier dasselbe Gesetz, nach welchem der basische Pol nur gewisse Mengen, bis zu einer gewissen Grenze, in Verbindung erhalten kann (M.V 81—5 p. HO), nach deren Überschreitung die Vergrösserung der Quantität dieses oder jenes Oxyds Zersetzung der Verbindung und Ausscheidung von Niederschlägen zur Folge hat.
B.	Metallische Globulinverbindungen unter Mitwirku n g von Säuren oder metallische Basaci dg lobine werden rein durch vorsichtige Auflösung eines Gemenges von frischbereitetem Globulin und frischgefälltem Metalloxyd in sehr verdünnten Säuren erhalten.
Ähnliche Verbindungen erhält man auch, wenn frischgefälltes Oxydhydrat in einer wässerigen Acidoglobinlösung aufgelöst wird. Diese Verbindungen unterscheiden sich von den Verbindungen mit Schwermetallsalzen sowohl durch ihre Farbe als auch durch die Fähigkeit, bei vorsichtigem Einäschern freie Metalloxyde zu geben. Im allgemeinen darf angenommen werden, dass solche Metallverbindungen nach demselben Typus wie die Basacidglobine (A.V 86—02 p. 255) aufgebaut sind, nämlich:
B—Metall	B—Metall
Gb |	oder Gb	............... (23)
S—Säure	S—Säure
Diese Verbindungen unterscheiden sich sowohl durch ihre Fällungstemperatur als durch ihre Mengenverhältnisse.
C.	Eine reine Verbindung von Globulin mit Metallsalzen in gelöstem Zustande zu erhalten, ist mir bis jezt nicht gelungen; die verhältnismässig geringe Anzahl von Beobachtungen, die ich Gelegenheit gehabt habe, anzustellen, scheinen das Vorhandensein einer grossen Anzahl solcher Verbindungen, aber in unlösliche m Zustande, zu beweisen (s. fog. Kap. Globulin im freien (festen) Zustande VA1 93—100). Dieser Umstand redet noch überzeugender für das Vorhandensein der oben erwähnten Basacidglobine.
D.	Was die metallischen b a s i s c h-s auren Acidoglobine an be trifft, so unterliegt das Vorhandensein solcher keinem Zweifel; es gelingt sogar mit Schwefelwasserstoff leicht, eine lösliche Verbindung zu erhalten. Dem von