﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
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die Arbeiten Lehmann’s widerlegt, der in Wurtz’s Präparaten jedenfalls das Vorhandensein von Essigsäure annahm (39 p. 345).
Noch überzeugender erscheinen die Argumente, welche Denis zum Beweise der Löslichkeit des Proteins in Wurtz’s Versuchen auf kosten der Essigsäure vorbrachte. Denis findet, dass es Wurtz’s Angaben an Beweiskraft fehlte, und dass die von diesem Autor mitgeteilten Reaktionen auf die Löslichkeit seines Proteins sich vollkommen gut durch die Auflösung des Proteins in einer sehr geringen Quantität (quantité très minime) Essigsäure erklären lassen. Andererseits werde mit Essigsäure angesäuertes Eiweiss durch Bleiessig nicht gefällt (17 p. 26). Auch Scherer findet (20 p. 319—nach einer persönlichen Mitteilung an Eichwald), dass Wurtz’s Präparat essigsaures Protein sei, weshalb beim Destilliren mit verdünnter Schwefelsäure das Destillat sauer reagirt (ib. p. 319). Dessenungeachtet empfiehlt Hoppe-Seyler (30 p. 184) dieses Verfahren, welches schon, obgleich unverdient, das „Wurtz’sche Verfahren“ benannt worden war, zur Gewinnung einer mehr oder weniger reinen (!) Albuminlösung sogar aus Serum (?!). Hoppe-Seyler (ib, p. 184) rät Serum oder Hy-drocelefliissigkeit mit Bleiessig zu fällen, den Niederschlag gut auszuwaschen, in W asser zu verteilen und durch einen Kohlensäurestrom zu zersetzen. Nach dem Abfiltriren habe man eine „ziemlich reine“ (?!) aber sehr trübe (!?) Serumalbuminlösung *) gewonnen, nichts anderes! Alles, was wir über Wurtz’s Beobachtungen gesagt haben, ist auch hier vollkommen anwendbar. Als Hoppe-Seyler. diese Methode in sein Lehrbuch aufnahm, war er offenbar sowohl mit der Technik als auch mit der Geschichte derselben nicht genügend bekannt (30 p. 184). Kühne war vorsichtiger; denn als er in seinem Lehrbuche (1866. 32 p. 179) die Gewinnung des Proteinpräparats nach Wurtz’s Vorschrift beschrieb, gab er zugleich die Resultate der Untersuchungen einiger seiner Vorgänger sowie seiner eignen an.
Kühne findet, dass die nach der Zersetzung des Bleiniederschlags im Eiweiss durch Kohlensäure erhaltene Flüssigkeit Protein in einer sauren Lösung enthält, die nach der Neutralisation mit Ammoniakflüssigkeit das Protein ausscheidet; wird die Flüssigkeit mit Weinsäure destillirt, so könne die Essigsäure abgetrieben werden (32 p. 178—9). Dobrosslawin (19 p. 204), der Wurtz’s Versuche wiederholte und Hülmereiweiss mit basischem Bleiacetat fällte, wusch den Niederschlag eine Woche lang mittels Decantiren, bis die Flüssigkeit mit Schwefelwasserstoff nicht mehr auf Blei reagirte. Im Übrigen folgte Dobrosslawin Wurtz’s Vorschrift. Um sich von der Gegenwart von Essigsäure in Wurtz’s Präparat zu überzeugen, löste der Autor 2,674 gi m. davon in V asser auf und destillirte es mit 2,6 grm. Weinsäure; ein anderes Mal destillirte er eine wässerige Lösung aus 3.479 grm. des Präparats mit 2,354 grm. glasiger Phosphorsäure.
Wurde die Flüssigkeit langsam 7—8 Stunden destillirt, um das Hinüberschleudern derselben nach dem Abtreiben 2/3 der genommenen Menge zu vermeiden, so zeigte „das Destillat keine Spuren von saurer Reaktion auf blaues Lak-muspapier“, Nach dem Abdampfen der Flüssigkeit (des Destillats) mit kohlensaurem Natron bis zur Trockne wurde weder bei der Kakodyl- noch bei der Schwefelsäureprobe eine Reaktion auf Essigsäure erhalten (19 p. 204).
Auch Eichwald (20-a p. 36) hält Wurtz’s Versuche in bezug auf die Wasserlöslichkeit des „Albumins“ für wenig überzeugend.
') Zur Darstellung eines ziemlich reinen Se- anhaltenden Kohlensäurestrom die Bleiverbindung rumalbumins kann man auch, nach Wurtz, Blut- zerlegen und durch Filtration eine ziemlich reine serum oder Hydroceleflüssigkeit mit Bleiessig (aber sehr trübe) Serumalbuminlösung gewinnen fallen, den Niederschlag mit Wasser gut aus- (30 p. 1S4). waschen, dann in Wasser zerteilen, durch einen