﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
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Niederschlag mit 6.316—6,367% Pt. ausschied; bei sehr starker Ansäuerung war der Prozentgehalt des Platins 1,466 — 1.487. Noch mehr: bei längerem Waschen des Niederschlags stieg derselbe bis 4.39—4,66%, fiel aber bei noch länger fortgesetztem— bis 0,83—0,863% Pt. Nach der Fällung und Auflösung des Lacto-globins in Essigsäure enthielt der durch Kaliplatincyanid erzeugte Niederschlag 4,731—4,819% Pt. (18 p. 231).
Wenn Diakonoff eine Beständigkeit der Verhältnisse auch nicht beobachtet hat, so hält er dennoch das Kaliplatincyanid für ein mächtiges Fällungsmittel der Prote'inkörper hei Gegenwart einer Säure und erklärt, dass das „Eiweiss“ anfänglich in eine Säureverbindung übergeht, welche alsdann von dem Metall gefällt wird. Eine besondere Bedeutung gewinne dieses Reagens durch den Umstand, dass es in sauren Lösungen Thyrosin, Leucin, Kreatin. Cystin. Taurin, Glycin, Alanin und salzsaures Cholin nicht fällt. Auf Grund dieser Eigenschaft empfiehlt Diakonoff die Anwendung des Kaliplatincyanids für die quantitative Fällung des Proteins (18 p. 233).—Sowohl die gewöhnlichen protemhaltigen Flüssigkeiten als auch die neutralen alkalischen Seroglobinlösungen wurden, Eichwald’s Beobachtungen nach, durch Silbernitrat, neutralem und basischem Bleiacetat, Kupfersulfat gefällt (20-a p. 36).—Gautier (23 p. 227) findet, dass auch eine dialysirte kochsalzhaltige Fibrinlösung durch Metallsalze gefällt wird.—Ritthausen & Pott (56 p. 238) nehmen an, dass die Prote'inkörper sich mit Kupfersalzen verbinden, geben aber eine Substitutionsreaktion mit Wasser oder mit Basen nicht zu. Alkalische Proteinlösungen würden durch Kupfersalze um so besser gefällt, je genauer sie neutralisirt sind. Ferner nehmen genannte Autoren Beständigkeit der Verhältnisse für das Protein einer und derselben Herkunft an, meinen aber, dass mit dem Wechsel des Präparats auch das Verhältnis des in Verbindung tretenden Kupfersalzes zu demselben ein anderes wird. Stutzer (66 p. 25S) und Fassbender (21 p. 1821) bestätigen die Brauchbarkeit der beschriebenen Methode zur vollständigen Fällung der Proteinkörper. wobei Fassbender auch noch seine eigne Vorschrift, Kupferoxydhydrat darzustellen und aufzubewahren, vorschlägt. 100 grm. des Oxyds werden in 5 Liter Wasser, welches 2,5 cc. Glycerin enthält, aufgelöst; behufs Fällung wird die Lösung mit einem Alkali bis zu deutlich alkalischer Reaktion versetzt; der Niederschlag wird auf dem Filter gesammelt und aufs neue unter Verreiben im Mörser mit Wasser, welches 5 cc. Glycerin auf 1 Liter enthält, behandelt. Den auf dem Filter aufs neue gesammelten Niederschlag wäscht man mit 10 cc. Glycerin auf 1 Liter enthaltendem Wasser, in welchem er bis zum Gebrauch auch gelassen wird.—Birot (7 p. 1503) hielt die successiven durch Bleizuckerlösung und dann durch eine Ammoniaklösung desselben Salzes erhaltenen Niederschläge für besondere Körper. Derselben Ansicht waren Béchamp & Baltus (3 p. 514). Auch Béchamp (2 p. 20) und Meissl (42 p. 1259) wenden Fällung mittels Bleiessig an.
Recht interessant sind auch Mörner’s Beobachtungen (48 p. 8; 49 p. 537). Obgleich er seine Versuche nicht mit den gewöhnlichen Präparaten von Alkaliverbindungen (A.V 81 — 5 p. 97—8) anstellte, zeigte er nichtsdestoweniger, dass zugleich mit der Veränderung der Bedingungen, unter denen die Auflösung stattfand, der Metallgehalt in den Niederschlägen sich veränderte; so gaben seine Präparate im Niederschlage 1.69—2,36% Kupferoxyd (48 p. 8). Im weiteren findet Mörner, dass in sauren Lösungen das Protein durch Kupfersulfat, Zinksulfat, Alaun und Eisenchlorid nicht gefällt werde, namentlich wenn soviel Säure zugesetzt wird, dass die protemhaltigen Flüssigkeiten keinen Niederschlag ausscheiden. In einigen Fällen beobachtete Mörner Fällung bei Gegenwart von Kochsalz dort, wo Sublimat allein keinen Niederschlag erzeugte, nämlich wenn der Salzsäuregehalt weniger als 0,1% betrug (49 p. 537). Schützenberger (61 p. 172) führte fraktionnirte Fälhmsen angesäuerten Ei-
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