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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN METALLSALZEN.
gar, dass die Schwermetalle in neutralsalzhaltigen Lösungen von Albumin augenblicklich eine sehr voluminöse Fällung bewirken, während eine salzfreie derselben Präparate durch Scliwermetalle nicht gefällt, höchstens getrübt wird (22 p. 250).
Mellamby (43 p. 338) stellte Beobachtungen an Globulinlösungen in 0,6%- u. 2,7%-igen NaCl-Lösungen nach Eintragung verschiedener Mengen Kupfer- oder Zinksulfatlösung an, wobei er fand, dass die Menge des ausfallenden Globulins mit dem Steigen der Menge sowohl des Metallsalzes als des Lösungsmittels steigt.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Kowalewski (31 p. 553) beim Fällen von Hühnereiweiss mit Uranacetat in einigen Niederschlägen gegen 12% Asche, die aus Uranoxyd bestand, erhielt.
V e r b i n a u n g des Globulins mit Metallbase n. Lie Geschichte des Verhaltens des Globulins zu den Metallsalzen stellt ein Bild sehr verschiedenartiger Ansichten und Schlüsse vor. Das ist auch ganz begreiflich. Die Präparate, an denen die Beobachtungen über die Metallsalze angestellt wurden, w aren an sich selbst mehr oder weniger komplexe Verbindungen; ausserdem wurden sie fast immer vorher mit Säuren, Alkalien oder Salzen behandelt und erst dann der Einwirkung von Metallsalzen unterworfen. Der Autor war gewöhnlich zufrieden, wenn in solchen Gemengen ein Niederschlag erhalten wurde, der nun gewöhnlich für eine mehr oder weniger enge Verbindung des Proteinkörpers und des zur Üeaktion benutzten Salzes oder dessen Metallbase gehalten wurde. Es ist wohl kaum nötig zu erwähnen, dass solche Niederschläge eine sehr mannigfache Struktur besassen, dass auch die Mutterlaugen einen nicht weniger komplexen Charakter von Gemengen und Verbindungen darboten! Wie verschiedenartig die GJobuliuverbindungen in diesem Falle sein können, soll Folgendes zeigen.
1) V e r 1) i n d u n g des G 1 o b u 1 i n s mit Sch w e r ni e t a 11 o x y d e n. Sowohl das Globulin als auch die im Laboratorium gebräuchlichen Schwermetalloxyde geben ein jedes für sich keine Lösungen; ebenso wenig ist das mit deren mechanischen Gemengen der Fall. Bei der Betrachtung des Verhaltens der Alkalien und Erdalkalien frappirte der hohe Löslichkeitsgrad von deren Verbindungen in Abhängigkeit von der Leichtlöslichkeit der genannten Basen. Hier dagegen konnte man im voraus sagen, dass auch auf Umwegen in Lösungen in Berührung gebrachtes Globulin und irgend eine Schwerin e tall base keine löslichen Verbindungen bilden würden. Reine lösliche Verbindungen mit Schwermetalloxyden, so zu sagen globulinsaure Metalle, wird es wohl kaum möglich sein zu erhalten. Frisches Globulin, unmittelbar mit frischen Metalloxydhydraten vermengt, bildete keine Lösungen. Ganz anders verhält sich die Sache, wenn die Schvermetalloxyde in Gestalt von Lösungen genommen werden können, oder wenn den Gemengen aus Globulin und Metalloxydhydraten Alkalien, alkalische Erden, endlich Säuren zugesetzt werden.
Auch hier ist es notwendig zu erklären, dass zu den Untersuchungen über das Verhalten der Proteïnkürper zu den Metallsalzen ungereinigte natürlich vorkommende proteinhaltige Flüssigkeiten benutzt wurden und dass die Autoren weder die Aschenbestandteile noch auch sogar die organischen und anorganischen Bestandteile solcher Flüssigkeiten in Betracht zogen. Wie gross aber die Bedeutung der anorganischen Bestandteile ist. ersieht man aus Pauli’s Arbeit (53 p. 233), welche die Untersuchung der durch Zinksulfat in mit 10 Vol. Wasser verdünntem Eiweiss („Eiklarlösung 1 : 10*’) erzeugten Niederschläge zum Gegenstand hat. Abgesehen davon, dass das „Eiklar“ an sich seist ein komplexes Gemenge ist, übten die vom Autor eingetragenen Alkali- und Erdalkalisalze sogar in sehr geringen Mengen einen Einfluss auf die Fällung der prote'inhaltigen Flüssigkeiten aus. „Alle von Pauli untersuchten Kali-, Natron-, Ammonium- und Magnesiumsalze wirkten hemmend“ (53 p. 235-45).