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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU ALKOHOL & AETHER.
(20 p. 223) betrug. Andererseits findet auch Hoffmann (23 p. 393), dass das „Albumin“ aus dem Serum nicht nur ausfällt, sondern teilweise auch in Globulin (?!) übergeht. Um vollständige und sichere Fällung des Proteins zu bewirken, rät Palm (36 p. 36) die Säuren in alkoholischer Lösung einzutragen.
Experimentelle Beobachtungen. Man darf kühn behaupten, dass alle Misverständnisse, die beim Studium der Geschichte der Wirkung des Alkohols entstehen, sich leicht durch das Verhalten des reinen Globulins und dessen Verbindungen zum Alkohol erklären lassen. Vor allem muss gesagt werden, dass in ü g-liehst asch en freies Globulin, welcher Herkunft es auch sei, sowohl i n Alkohol a 1 s i n irgend welchen s e i n e r M i s c h u n g e n m i t W a s-ser wie bei gewöhnlicher so auch bei irgend einer andern Temperatur u n 1 ö s-1 i c h ist. Nicht genug: frischgefälltes Globulin, welches sich leicht in schwachen Salz-, Alkali- und Säurelösungen löst, büsst seine Löslichkeit unter dem Einflüsse von Alkohol und dessen wässerigen Lösungen ein. und zwar um so schneller und vollständiger, je konzentrirter der Alkohol und überhaupt je mehr Flüssigkeit im Verhältnis zum Globulinniederschlag vorhanden ist. Weit schneller noch büsst dieser seine Löslichkeit unter der Mitwirkung von Wärme ein. Je höher die Temperatur ist, bei welcher Alkohol oder dessen Lösungen auf Globulin einwirken, desto schneller und vollkommener büsst dieses seine Löslichkeit ein. Was die von uns schon betrachteten Albuminverbindungen anbetrifft, so können sowohl die in der Geschichte derselben verzeichneten als auch unsre eignen Beobachtungen durch folgenden Satz charakterisirt werden. Die Löslichkeit irgend einer Globulinver-b i n d u n g befindet sich im allgemeinen i n enger B e z i e h u n g zu der Löslichkeit des mit dem Globulin i n V e r b i n d u n g g e-tretenen chemisch e n A g ente n in Alkohol oder dessen w ä s-s e r i g e n Lösungen. Andererseits weisen sowohl unsre als auch viele geschichtliche Tatsachen darauf hin, dass Alkohol von einer und derselben Konzentration eine Globulinverbindung um so schwerer und in um so geringeren Mengen fällt, je höher deren Dissoziationstemperatur ist. Hierin würde wohl die Ursache der Iden-tificirung der Wirkung des Alkohols und der Wärme seitens der älteren Autor zu suchen sein. Dass zwischen der Wiikung dieser beiden Agentien Parallelismus besteht, unterliegt keinem Zweifel: wo unter dem Einflüsse von Wärme leicht Fällung erfolgt, dort wird eine solche auch durch geringe Mengen Alkohol, und durch entsprechende Mengen sogar schwachen Weingeists erzeugt und umgekehrt: wo Wärme keine Fällung hervorruft, da bedingt auch Alkohol sogar in bedeutender Menge keine Veränderungen. Die Äquivalenz der Wärme und des Alkohol den Globulinverbindungen gegenüber habe ich nicht näher bestimmt. Endlich muss noch darauf hingewiesen werden, dass durch gleichzeitige Einwirkung von Wärme und Alkohol Fällung, Zersetzung der Globulinverbindung viel leichter von statten geht, als wenn diese Agentien einzeln einwirken. Diesem Satze widersprechen, wenigstens auf den ersten Blick, die Beobachtungen sowohl älterer als neuerer Autoren, welche Anflö-sung einiger Präparate in heissem Alkohol und Fällung der erhaltenen Lösungen beim Erkalten beobachteten. In solchen Fällen steigt die Menge der sich lösenden Alkali- oder Säureverbindung des Globulins mit der Temperatur, doch nur in gewissen Grenzen der Mengen sowohl der Lösungsmittel als der sich lösenden Substanzen, wie uns das schon von den wässerigen Lösungen der Alkali- (A*?A° 81—5 p. 112) und Säureverbindungen (AW 86—92 p. 252) des Globulins her bekannt ist. Auch hier steigt die Löslichkeit solcher Verbindungen mit der Temperatur, und bleibt nach dem Erkalten so viel der Substanz in Lösung, als unter den gegebenen Umständen bei gewöhnlicher Temperatur sich auflösen kann. Wir sehen hier im allgemeinen die-