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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU ALKOHOL & AETHER.
fond (18 p. 1369) finden, dass auch Lymphe durch Äther gefällt werde. Heule (21 p. 457) nimmt ebenfalls an, dass Äther nur Eiweiss fälle.
Quevenne (39 p. 315) beobachtete jedoch, dass, gut mit Äther umgeschüttelt, auch Milch einen Niederschlag ausscheidet, der aus einer geléeartigen Masse besteht und an der Oberfläche des Gemenges erscheint. Er findet weiter, dass eine solche Fällung auch in normalem Blutserum entsteht, doch nur in Gestalt einer unbedeutenden geléeartigen Schicht (ib. p. 315). Bestimmter spricht sich Nasse aus (35 p. 149), der, ohne zwischen dem Eiweiss und dem Serum einen Unterschied inbezug auf ihre Proteine zu finden, den Unterschied in ihren Reaktion auf Äther dahin erklärt, dass das Protein im Hülmereiweiss sich in konzentrirterer Lösung befindet: um stärkere Fällung im Serum zu erhalten, empfiehlt er es einzudichten ’)!
In seiner Beschreibung der Eigenschaften des Taubeneiweisses bemerkt Jahn (27 p. 259), dass dasselbe beim Umschütteln mit Äther Flocken ausscheidet, welche jedoch verschwinden, nachdem der Äther an die Oberfläche gestiegen ist. Ein eben solches ATerhalten beobachtete Jahn auch am Blutserum. Genauere Mitteilungen über die Wirkung von Äther finden wir bei Zimmermann (51 p. 299). Erstens findet der Autor einen Unterschied in der Wirkung von Äther und Alkohol darin, dass dieser die Fällung im Berührungsmoment hervorbringe, während mit Äther, der zu der Versuchsfiüssigkeit zugegossen wird und folglich über derselben stehen bleibt, die Wirkung erst nach 10 Stunden eintrete und in 24 Stunden beendigt sei. Ferner findet Zimmermann, dass Hülmereiweiss 14% Trockenrest, Serum nur 8%. also im Verhältnis von 7 : 4, enthalte, während in der Asche das umgekehrte Verhältnis 5 : 8 statthabe. Demgemäss dampfte Verf. Serum an der Sonne bis zum spez. Gew. 1.042 ein; allein auch in diesem Falle schied es keinen solchen Niederschlag wie das Hülmereiweiss aus; es wurde nichts weiter als ein Häutchen erhalten. Verdünnte man dagegen Hülmereiweiss mit Wasser bis zum spez. Gew. 1.027. so trat Fällung durch Äther nach 24 Stunden, nach dem Zusatz von kohlensaurem Natron zum Eiweisspräparat erst nach 48 Stunden ein, wobei das Gerinnsel ein geleeartiges Aussehen hatte. Andererseits werde bei der Neutralisation des Serums mit Essigsäure oder beim Zusatz einer geringen Menge Essigsäure zu dem zur Fällung benutzten Äther in beiden Fällen stärkere, beinahe vollständige, Fällung erhalten (51 p. 300). Bei starkem Umschütteln gebe auch Serum eine durchsichtige geleeartige Masse, aus welcher sich eine Flüssigkeit ausscheidet. Bei vorsichtigem Drehen der Flüssigkeit mit dem Äther bildete sich eine Haut, welche Zimmermann für eine besondere Substanz (eine Proteünverbindung—51p. 302) hielt. Hundeblutserum und, nach Hünefeld, auch Schafblutserum gebe mit Äther eine wirkliche Gerinnung (ib. p. 303). In der Folge erwähnt auch Zimmermann (52 p. 380) der Fällbarkeit des Serums durch Äther und gibt die Identität des durch Äther erzeugten Niederschlags mit dem aus Serum nach der Verdünnung mit Wasser erhaltenen zu (.VA' 48—60 p. 102). Lieberkühn (30 p. 314), der sich auch mit der Frage nach der Wirkung des Äthers beschäftige, bemerkt seinerseits, dass bei dem Umschütteln des Eiweisses mit Äther sich zu allererst eine Menge Blasen bilden, welche zu einer Masse zusammenfliessen, die jedoch ziemlich flüssig ist. da dieselbe ihre Oberfläche ändert, wenn dem Gefässe eine andere Lage gegeben wird. Um die Frage zu beantworten, ob das Protein dabei in den unlöslichen Zustand übergegangen war, goss Lieberkühn die Äthermischung in kaltes Wasser; es fiel dabei
’) Dampft mau das Serum ein, und setzt nun in der Reaction auf Aether verschieden vom Se-erst Aether zu, so erfolgt stärkere Gerinnung. rum, weil es eine concentrirtere Lösung des Ei-Das Hülmereiweiss zeigt sich also nur desshalb weisses ist (35 p. 149).