﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU ALKOHOL & AETHER.
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keit aus (29 p. 117). Die geléeartigen Massen werden durch grosse Alkoholmengen gefällt (29 p. 120). Hoppe-Seyler (25 p. 180) findet, dass eine genügende Menge kalten Alkohols prote'mhaltige Flüssigkeiten vollständig fälle, namentlich wenn dieselben ein Alkali nicht im Überschuss enthalten. In letzterem Falle werde bei der Neutralisation der zu prüfenden Flüssigkeit mit Essigsäure, oder sogar bei einem gewissen Überschuss dieser vollständige Fällung erreicht. Zugleich empfiehlt der Autor nach dem Alkoholzusatz die Flüssigkeit an einem kalte Orte stehen zu lassen, da die beim Zugiessen des Alkohols sich entwickelnde Wärme die Auflösung des Proteins befördern könne. Eichwald (12 p. 340) stellt die Wirkung des Alkohols aul die proteinhaltigen Flüssigkeiten derjenigen der Salze und der Wärme aul diese gleich. So identifizirt er das durch eine geringe Menge oder nicht besonders starken Alkohol gefälle Protein mit den durch Salze bewirkten Niederschlägen, während er den durch eine bedeutende Quantität oder besonders starken Alkohol erzeugten Niederschlag dem durch Kochen hervorgebrachten (12 p. 340) für identisch erklärt. Mehu (33 p. 265; ist derselben Ansicht, indem er findet, dass Alkohol im Überschuss die durch denselben in proteinhaltigen Flüssigkeiten erzeugten Niederschläge in den unlöslichen Zustand überführe; der frischgefällte Niederschlag könne sich entweder ganz oder zum Teil auflösen. Im letzteren Falle enthalte der lösliche Teil stets ein Alkali, während der unlösliche des Alkali durch den Alkohol beraubt sei. Sowohl Hoppe-Seyler und Lehmann als Eichwald finden, dass neutrale, nicht besonders stark verdünnte Seroglobinlösungen in Alkalien ungefähr durch das gleiche Volum absoluten oder durch das 3-fache Yol. 80° Alkohols gefällt werden. Schmidt’s Angaben darüber, dass alkalische Globulinlösungen durch Alkohol nicht gefällt werden, erklärt Eichwald dahin, dass Schmidt’s Lösungen ein Alkali im Überschuss enthalten haben konnten. Weiter findet Eicliwald, dass Seroglobin, welches etwa 12 Stunden unter Alkohol gelegen hat, seine Lösungsfähigkeit in Salzen ein-biisst (13 p. 37). Aronstein (1874. 1 p. 90) meint, dass die Fällbarkeit dialysirten Serums oder Eiweisses durch Alkohol von den Salzen abhänge. und dass mit deren Menge auch die Fällbarkeit jener zunehme. Heynsius (1874. 22 p. 540) behauptet, die Fällbarkeit des Seroglobins durch Alkohol werde durch die Gegenwart von Alkalien bedingt, so dass bei gewissen Mengenverhältnissen derselben das Globulin sich auch nicht ausscheiden könne. Westphalen (49 p. 77) meint seinerseits, dass auch die „Albuminate“, in den unlöslichen Zustand übergehen, wenn sie nicht gleich nach der Fällung durch Alkohol dem Versuch unterworfen, sondern mehr oder weniger lange darin gelassen werden. Béchamp (2 p. 446) beobachtete Löslichkeit durch 2—3 Yol. 88°—90° Alkohol gefällten „Albumins“ aus Urin. Auch Hammarsten (19 p. 18) findet, dass unter gewissen Umständen das Seroglobin erst nach 8 Tagen seine Löslichkeit in Salzen einbüsse. In der Folge kehrte Hammarsten (20 p. 221) zu derselben Frage zurück und meinte, das Protein könne auch lange Zeit in Alkohol liegen, ohne seine Löslichkeit zu verlieren; dies beziehe sich besonders auf das Protein der Transsudate, während dasjenige des Eiweisses den Einfluss des Alkohols am schlechtesten vertrage.
Was die Dauer der Wirkung des Alkohols anbetrifft, so findet Hammarsten, dass kleinere Alkoholmengen einen weniger löslichen Niederschlag bewirken als verhältnissmässig grosse; er überzeugte sich davon durch direkte Versuche, indem er eine und dieselbe prote'mhaltige Flüssigkeit—Blutserum, dialysirtes „Albumin“— in einem Falle mit 3—4 Vol., in einem anderen mit 10 Vol. Alkohol fällte; nach 8—30-tägiger Einwirkung fand er, dass der durch 10 Yol. Alkohol erhaltene Niederschlag sich zum grössten Teil, nämlich in 3 Fällen 75,8%, 100% und 68,1%, gelöst hatte, während im zweiten Fall die Löslichkeit 21,4%, 17% und 18,5%
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