﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN FARBENREAKTIONEN.
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Salpeter gab dieselben Reaktionen (26 p. 258—GO). Im Jahre 1854 zeigte, Maurers Worten (28 p. 60) nach. leery (21 p. 60), dass prote'inhaltige Flüssigkeiten durch eine Mischung von Kupfersulfat und einem Alkali, Icery’s Reagens genannt, violett gefärbt werden. Humbert (20 p. 272), dem Lassaigne’s Arbeiten offenbar unbekannt waren, beschrieb im Jahre 1855 seinerseits dieselbe Reaktion, die er übrigens ganz zufällig an Protemkürpern und Flüssigkeiten aus Cysten beobachtet hatte, indem er die prote'inhaltige Flüssigkeit zuerst mit Kalilauge, dann mit Kupfersulfat oder mit einem Gemenge dieser Substanzen behandelte; dasselbe sieht man auch in Ba-reswill s Lösungen, der eine violettgefärbte Flüssigkeit erhielt. Zugleich fand Humbert, dass Serum, Speichel, Eiweiss u. s. w. sich ebenso verhalten. Auf diese Weise glaubte er 1/100 Protein in Flüssigkeiten nachweisen zu können (20 p. 273). Dasselbe meinte auch Piotrowsky (36-ap. 385), nämlich dass es Vintschgau als erstem gelungen war an gewöhnlichen Proteinpräparaten Yiolettfärbung bei Gegenwart von Kupfersulfat und Alkalien zu erhalten. Piotrowsky beobachtete dieselbe Reaktion auch an festen Proteinpräparaten. Vogel & Reischauer (45 p. 534) benutzten zu derselben Reaktion Schweizers Reagens, d. h. eine ammoniakalische Kupferoxydhydratlösung und beobachten dabei Rotfärbung der Proteinkörper. Ritt-lmusen (38 p. 208) führte diese Reaktion mit vegetabilischen Proteinen etwas anders aus, indem er nämlich die verdünnten Protein- und Kupfersulfatlösungen vermischte, ein Alkali im Überschuss hineintrug und das Gemenge bis zum Sieden erhitzte; es erfolgte eine violettblaue Färbung. In der Folge fand Ritthausen (3!) p. 449), dass prote'inhaltige Flüssigkeiten unter denselben Bedingungen violettrote Färbung zeigten. Ein Jahr darauf empfahl Ritthausen (40 p. 376), nachdem ihm Humbert’s Arbeit (20 p. 273) bekannt geworden war. und er die Reaktion nach den Angaben dieses Autors abgeändert hatte, den zu versuchenden Körper in Alkalien aufzulösen und dann schon 1—2 Tropfen Kupfersulfat zuzusetzen: die Flüssigkeit färbe sich sogleich violett. Dabei fand Ritthausen für überflüssig dieselbe zu erwärmen, meinte aber, dass bei Gegenwart von Zucker oder Dextrin die violette Farbe einen bläulicheren Ton annehmen könne. Nach Ritthausen’s Ansicht sei es möglich, mittels dieser Reaktion 0.001—0.002 grm. Protein nachzuweisen (40 p. 377). Maurel (28 p 60) benutzte zu dieser Reaktion die Fehling’sche Lösung.
Alle Präparate aus reinem Globulin färben sich sowohl im festen Zustande als in alkalischen Lösungen bei geringem Proteingehalt violett, wobei bei grösserem Kupfergehalt blaue Färbung eintritt. Sehr geeignet für den Versuch der Proteinkörper auf die Biuretreaktion ist eine gesättigte, durch Kupfersulfatlösung stark blaugefärbte, Ätzkali- oder Ätznatronlüsung. Wird diese Lösung zu der Versuchsflüssigkeit tropfenweise zugesetzt, so kann der Kupfer- und Alkaligehalt allmälig gesteigert und zugleich die Farbenveränderung beobachtet werden. Am Anfang der siebziger Jahre schlug Paschutin ein ähnliches Reagens auf Zucker vor. „Um das Kupferkalireagens zu bereiten“ sagt Paschutin (36 p. 10), „löste ich gegen 3 grm. Kupfersulfat in 1 Liter Wasser auf und setzte beinahe 10 Gewichtsteile Ätznatron hinzu; der erhaltene, aus Kupferoxyd bestehende. Niederschlag löste sich zum
il en résulte une liqueur colorée en un beau violet ou bleu pensée. Ce composé se forme aussi en versant pen à peu une solution de potasse sur le précipité blanc bleuâtre occasionné par les sels de cuivre solubles dans la solution d'albumine. Le précipité est à l'instant redissous par suite de sa décomposition et sa transformation en albumine double de cuivre et de potasse.
Cette combinaison, remarquable par sa belle couleur, avait déjà été signalée par nous en 1840 lorsque nous fîmes agir de l’eau de chaux et de l'eau de baryte sur les composés d'albumine et de sels de cuivre. Les solutions de chaux et de baryte agissent de la même manière sur le bioxyde de cuivre hydraté en présence de l’albumine (26 p. 257-8).