﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN FÄRBENDE AKTIONEN.
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säuren bei vorsichtigem Zusatz von Schwefelsäure oder, im Notfälle, mit Essigsäure und bei mittleren Konzentrationen folgende Absorptionslinien gaben: eine scharfe links von E, eine zweite in F, eine dritte zwische D und E, näher zu Z), und eine vierte—ganz in der Nähe von D. Konzentrirtere Lösungen lassen einen deutlichen Schatten bei E, einen schwächeren zwischen E und E und einen sehr schwachen zwischen E und F erkennen; sehr stark konzentrirte Lösungen geben einen ununterbrochenen dunklen Schatten: unter denselben Bedingungen gibt eine Albuminlösung Absorptionslinien zwischen E und F. Zugleich bemerkten die Autoren, dass unter gleichen Bedingungen bei Gallensäuren Dichroismus beobachtet wird, bei Protein aber nicht. Doch bedienten sich die Autoren auch hier der Essigsäure zur Verdünnung, da, ihren Worten nach, mit Essigsäure die Reaktion besser von statten geht. Fröhde (17 p. 376; 17-a p. 58) beobachtete seinerseits, dass der Zusatz von Molybdänsäure zur Schwefelsäure blaue Färbung bedingt.
2. Reaktion auf Schwefelsäure und Essigsäur e.—Wenn Ivo-schlakoff A Bogomoloff (22 p. 529) die Essigsäure eine zwar untergeordnete, aber schon merkliche Rolle spielen lassen, so hält Adamkiewicz deren Gegenwart zum Entstehen lier von ihm vorgeschlagenen Reaktion für durchaus notwendig. Zuerst studirte Adamkiewicz (1 p. 15G) den Einfluss der Schwefelsäure allein, in Abhängigkeit von dem Proteingehalt, und fand dabei, dass mit dein Steigen des Prote'ingehalts das Gemenge in der konzentrirten Säure ihre Farbe von grün bis dunkelviolett wechselte, indem sie nacheinander gelb, orangegelb und rot wurde. Bei genauerer Bestimmung fand Adamkiewicz, dass bei l,5°/o Proteingehalt die Flüssigkeit grün und gelb, bei 7%— orangegelb, bei 15%—rot, bei 21%—violett und bei 32%—trübe wurde (ib. p-156). Alle genannten Farben tiuoresziren: bei einfallendem Licht erscheint eine schöne grüne Färbung, namentlich im Sonnenlicht. Etwas ganz anderes beobachtet man bei der Mitwirkung von Essigsäure an der Reaktion. Wurde anfänglich Eisessig eingetragen, so bewirkt der Zusatz von konzentrirter Schwefelsäure an der Grenze zwischen dieser und dem protemhaltigen Gemenge die Bildung eines violetten Ringes mit einem grünen Rande an der unteren Seite. Beim Umschütteln nimmt die ganze Flüssigkeit eine hellviolette Färbung an. Diese Reaktion ist so empfindlich, dass bei einem Prote'ingehalt von 0.0004 grm. dieselbe noch deutlich zu erkennen ist. Doch hängt diese Reaktion sowohl von der Menge des Proteins als von derjenigen der Säuren ab. Bei einem gleichen Gehalt an beiden Säuren erhält man die mittleren Farben der oben gegebenen Skala—ein helles oder lebhaftes Rosa—in dem Fall, wenn die Essigsäure vom spec. Gew. 1,000, die Schwefelsäure—1,8095 und nicht weniger als 0,04% Protein in der Lösung ist. Bei einem Überschuss—bis zum 15-fachen—von Essigsäure ensteht eine lila Färbung; ist Schwefelsäure im Überschuss vorhanden, so entstehen die Färbungen in umgekehrter Reihenfolge, wie mit Schwefelsäure allein.
Besonders schöne Färbungen werden beobachtet, wenn an dieser Reaktion Schwermetallsalze teilnehmen; so gibt z. B. Kupfersulfat—eine violett-blaue, Goldchlorid— eine rote, Silbernitrat—eine gelbe Färbung (l p. 16Ö). Um diese letztere Operationen zu bewerkstelligen, empfiehlt Adamkiewicz das Protein zuerst mit dem Salze zu fällen, den Niederschlag in konzentrirter Essigsäure aufzulösen und dann erst Schwefelsäure zuzusetzen. Salpetersäure oder Alkalien würden die Färbungen vernichten (1 p. 160—1). Was die spektralen Beziehungen anbetrifft, so beobachte man in der Flüssigkeit einen Absorptionsstreifen vom gelben bis zum blauen Teil des Spektrums, nämlich zwischen den Linien E und F (1 p. 162).
Doge! (11p. 337) beobachtete dieselben Färbungen bei der Behandlung der Linse von Hunden, Katzen, Kaninchen und Fischen zuerst mit Essigsäure, dann mit