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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ÜBRIGEN AGENTIEN.
würden von Carbolsäure nicht verändert. Zapolski findet, dass solche Lösungen im allgemeinen nur dann gefällt werden, wenn dieselben ziemlich konzentrirt sind und nicht besonders sauer oder alkalisch reagiren. Werden Proteünniederschläge erhalten, so sind dieselben in Kochsalz nicht löslich, wohl aber in verdünnter Salzsäure (87 p. 558).
Mehu findet jedoch und Simon bestätigt (7G p. 3) es, dass ein Gemenge aus gleichen Teilen Carbolsäure und Essigsäure und 2 Teilen Wasser ein empfindlicheres Reagens abgibt als z. B. Millon’s Reagens u. dergl.
Chloral fällt, Personnel (66 p. 131) Beobachtungen nach, die proteinhal-tigen ! Rissigkeiten. Byasson (10 p, 649) bestätigt zwar dies«1 Beobachtungen, findet aber nicht, dass die Niederschläge eine bestimmte Verbindung des Proteins mit dem Chloral vorstellen.
Chlorcalcium in gesättigter Lösung empfiehlt Jolies (42 p. 216) zum Nachweis von Protein (0,01%) in Gestalt eines trüben Kreises an der Berührungsfläche mit Urin, der mit dem gleichen Volum konzentrirter Salzsäure verdünnt ist. Den Sinn dieser Reaktion charakterisirt die gleichzeitige Einwirkung von Säuren und Salzen auf das Protein (A'.V 86—92 p. 259).
Chloroform scheint zuerst von Gigon (23 p. 499) zum Nachweis beständigen Vorhandenseins von „Albumin“ im Urin angewandt worden zu sein: es erzeugte im Urin einen Niederschlag. Zugleich fand Gigon. dass 20 Tropfen Chloroform auf 5 cm3 Versuchsflüssigkeit schon einen weissen Niederschlag hervorbringen und in verdünntem Eiweiss 1:5000 merkliche Fällung bewirken! Gigon giel»t im allgemeinen dem Chloroform vor den andren Fällungsmitteln der proteinhaltigen Flüssigkeiten den Vorzug. Becquerell & Bareswill (1 p. 899) benutzten seine Angaben uad stellten Versuche mit vielen proteinhaltigen Flüssigkeiten an. Sie erhielten beim Umschütteln der proteinhaltigen Flüssigkeiten mit einer geringen Menge Chloroform gewöhnlich eine Emulsion. Dennoch hielten sie dieses Reagens für nicht empfindlich genug. In seiner Entgegnung letztgenannten Autoren besteht Gigon auf der von ihm früher ausgesagten Ansicht (24 p. 46). Auch Kseliowsky (45 p. 100) beobachtete Fällung des Eiweisses durch Chloroform und glaubte, letzteres bilde mit dem Protein eine so feste Verbindung, dass es sogar seinen Geruch verliert. Neese (61 p. 100) erklärt jedoch die Geruchlosigkeit der getrockneten Niederschläge einfach dadurch, dass das Chloroform sich verflüchtigt hatte. Lehmann (50 p. 115), der mit Säure- und Alkaliverbindungen des Proteins Versuche anstellte, fand, dass das Chloroform im Bezug auf die Fähigkeit, Proteinsubstanzen zu fällen, dem Alkohol naclistehe.
E i s e n a c e t a t in alkoholischer Lösung wird von Palm als ein sehr empfindliches Reagens auf Protein (63 p. 36) empfohlen. Diese Angaben entsprechen dem von uns erforschten Verhalten der Metallsalze im Verein mit Alkohol (.V.V 93—100 p. 306).
Ferrocyankaliu m mit Essigsäure wurde schon im J. 1812 von Berzelius für eins der besten Gemenge zur Fällung proteinhaltiger Flüssigkeiten gehalten (3 p. 30). Prout sah diese Reaktion für eine so empfindliche an. dass das Filtrat nach der Einwirkung des genannten Salzes und der Essigsäure schon keine Eiweisskörper mehr enthalten sollte (67 p. 16). Bareswill & Becquerell (1 p. 901) finden auch, dass diese Reaktion Anwesenheit von Protein im Verhältnis von 1 : 20000 nach-weise. Bei Panum (64 p. 451) finden wir gleichsam eine Bestätigung dessen, dass nur die gleichzeitige Einwirkung von gelbem Blutlaugensalz und Essigsäure einen starken Einfluss auf die Proteinkörper ausübt. da diese Reagentien getrennt in einem gewissen Grade eine beinahe entgegengesetzte Wirkung hervorbringen, nämlich das Protein aufiösen. Das Verhalten dieses aus Essigsäure und gelbem Blutlangen-