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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ÜBRIGEN AGENTIEN.
Menge Wasser eingegossen wird, so setzt sich das Globulin in Gestalt von Flocken und Fäden. Ausser von Zucker und arabischem Gummi werden salzhaltige Fibrinlösungen auch von Stärke und von wasserlöslichen organischen Substanzen überhaupt gelallt (14 p. 76). Nicht weniger interessant ist es. dass Blutserum hei Sättigung mit Zucker eine eben solche dicke Masse bildet wie eine Fibrinlösung. Ausserdem bewirke auch eine Lösung von Seroglobin (Denis's „Albumin“) in Salpeter unter denselben Bedingungen eine dicke schleimige Masse, welche beim Einträgen in eine grosse Wassermenge, ebenso wie die oben beschriebene Fibrinlösung in Flocken ausgefällt (15 p. 30). Günsberg (20 p. 646; 30 p. 237 u. 31 p. 219) findet, dass eine infolge von orhandensein einer geringen Menge Mineralsäure oder irgend einer Quantität vegetabilischer Säure in der Wärme nicht gerinnende Proteünlüsung von einer Dextrinlösung, die mit Diastase oder durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Stärke erhalten wurde, sogleich gefällt wird. Der dabei enstandene bedeutende Niederschlag löse sich nicht mehr in einem Überschuss von Dextrin oder Säure. Günsberg bemerkte, dass auf eine bestimmte Menge Protein eine bestimmte Menge Dextrin kommt, was ihn auf den Gedanken bringt, dass es komplexe Verbindungen von Dextrin und Protein geben könne. Günsberg nimmt ferner an. dass auch das arabische Gummi (Gummi arabicum) proteinhaltige Elüssigkeiten fälle, dass aber in diesem Falle im Vergleich zu den sich niederschlagendeu Proteinmengen eine geringere Menge Gummi nötig sei: andererseits löse sich der dabei erhaltene Niederschlag in einem Überschuss der Gummilösung, wobei die entstandene Lösung die Fähigkeit besize. beim Kochen zu gerinnen, was infolge der Ansäuerung in der anfänglichen Lösung nicht beobachtet wurde. In der Folge beschrieb Günsberg (33 p. 72 u. 32 p. 409) seine Beobachtungen eingehender: das verdünnte Eiweiss aus 15 Eiern wurde mit 5 cc konzentrirter Essigsäure vermischt und filtrirt, das Filtrat bis zu 2 Litern mit Wasser verdünnt und dann mit einer wässerigen Dextrinlösung 1 : 1000 behandelt.
Ein grosses Interesse bieten Schenk's Beobachtungen (70 p. 611—5). Von der Beobachtung ausgehend, dass die Prote'inniederschläge aus Serum den in letzteres eingetragenen Traubenzucker mitreissen und heim Waschen nicht abgehen, glaubt Schenk, dass das Protein mit dem Zucker in Verbindung trotte und zwar eine so beständige Verbindung bilde, dass dieselbe nur durch Erwärmen mit Salzsäure zersetzt wird, infolgedessen der Zucker mittels Knapp's Beagens nachgewiesen werden könne. Wir können unsrerseits hervorheben, dass in diesem Verhalten des Globulins zu den chemischen Gruppen des Zuckers und der Stärke die zuckerhaltigen, stärkehaltigen u. a. Globulinlösungen ein weit grösseres Interesse bieten. (Ohne hier dies Verhalten näher zu untersuchen, wollen wir erwähnen, dass Bolirzucker und Traubenzucker bei einem gewissen Globulingehalt Verbindungen gehen, die bei 100° nicht gerinnen.