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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ÜBRIGEN AGENTIEN.
Fällen, von den Globulinverbindungen gesagt werden, dass das Globulin ausser den unlöslichen auch wasserlösliche Verbindungen mit der Taurocholsäure eingeht. In kon-zentrirteren Lösungen löst diese Säure das Globulin besser auf als in schwächeren.
T e r p e n t i n wurde schon von Quesnay (68 p. 349) auf das Fällungsvermögen proteinhaltiger Flüssigkeiten geprüft, wobei der Autor findet, dass sowohl Terpentin als auch andre harzähnliche Flüssigkeiten (fluides résineux) die proteünhalti-gen Flüssigkeiten erhärten (durcissent).
Chevreul (12 p. 44) gibt bestimmtere Angaben: er findet, dass Eiweiss durch Terpentin vom spec. Gew. 0,875 dieselben Veränderungen wie durch Äther erleidet (.V,V 93 —100 p. 307); doch treten die durch Terpentin bewirkten Veränderungen später ein. Auch Heule findet, dass Eiweiss unter dem Einfluss von Terpentin das Aussehen einer trüben weisslichen Gallerte erhält (35 p. 457). Berzelius findet seinerseits. dass ausgeschiedenes Protein in Terpentin nicht löslich ist (5 p. 33). Lezteres stellt überhaupt kein charakteristisches Agens zur Ausfällung von Globulin vor.
T r i ch 1 o r e ss i g sä u r e gehört, nach Fudakowski’s und Grossstern’s (44 p. 555) und auch nach Kowalewski's (ib.) Beobachtungen, zu den empfindlichsten Ileagentien zum Nachweis von Proteinkörpern.
In der Folge findet Obermayer (62 p. 7), dass Trichloressigsäure mit Proteinkörpern unlösliche Verbindungen eingeht, wodurch deren Fähigkeit, proteinhaltige Flüssigkeiten zu fällen, bedingt sein soll. In einer dieser unlöslichen Verbindungen fand Obermayer auf 100 Teile Protein 26.8 T. Säure. Boymond (7 p. 188) hält diese Säure für einen sicheren Indikator für das Vorhandensein von Protein im Urin.
Auf Grund des Dargelegten über die Säuren im allgemeinen und über die Trichloressigsäure im besonderen (.V.V 86—92 p. 254, Tafel VI und .VA» 86—92 p. 262) erscheint Obermayers Vorschlag, letztere sowohl zur Trennung als zur quantitativen Bestimmung des Proteins zu benutzen, nicht annehmbar. Die Gegenwart von Alkalien und Erdalkalien könnte die Wirkung der Trichloressigsäure bedeutend beeinträchtigen.
Uranacetat (Uranylacetat), 1,62 grm. auf 100 grm. Wasser, wurde von Kowalewski (44 p. 551) zur vollständigen Ausfällung der Proteinkörper aus den natürlich vorkommenden Flüssigkeiten vorgeschlagen, doch kann man auf Grund der von uns dargelegten Lehre von den Metallverbindungen (V.V 93—100 p. 279) des Globulins diesem Vorschlag nicht beitreten.
Wasser Stoffs uperox y d. Nachdem Thénard (1818. 81 p. 306 u. 82 p. 314) diese Verbindung entdeckt hatte, zeigte er. dass ausser Fibrin, wie gewöhnlich in den Lehrbüchern mitgeteilt wird, auch fast alle Organe und Gewebe des tierischen Organismus Wasserstoffsyperoxyd zersetzen 1). Hünefeld (40 p. 254) findet auch, dass fein zerschnittene und mit Wasser gut ausgewaschene Muskeln gleich Fibrin aus dem Blutcoagulum Wasserstoffsuperoxyd zersetzen. Ebenso verhalten sich zerschnittene Haut, Gefässe, das Gewebe der Lungen, der Nieren, der Milz u. s. w. während es von Eiweiss (albumen) weder im festen noch im flüssigen Zustande verändert werde (ib. p. 354). Doch zeigte Denis im J. 1839 (15 p. 25). dass freies, in Salzlösungen lösliches Fibrin Wasserstoffsuperoxyd zersetzt, während bis auf 74° erhitztes sowohl die Fähigkeit, sich aufzulösen, als auch dic-
') Nous venons de voir que les matières végétales, du moins celles que nous avons essayées, ne faisaient aucune effervescence avec le peroxyde d'hydrogène; il en est de même de presque toutes les matières animales isolées: la fibrine est peut-être la seule qui fasse exception; mais il en est tout autrement des organes ou des tis-
sus organique des animaux; tous opèrent la décomposition du peroxyde à la manière de la plupart des métaux et des oxydes métalliques, sans rien céder de leurs principes, sans absorber la plus petite quantité d’oxygène, sans éprouver par conséquent la moindre altération apparente, quand le peroxyde n'est pas très concentré (83 p. 94).