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EIGENSCHAFTEN & AUSSEHEN DES GLOBULINS IM FREIEN ZUSTANDE.
gel, Hörner, zum Teil die Knochen u. s. w. aufgebaut sind. Humas & Prévost drücken sich etwas bestimmter aus (20 p. 312: 19 p. 54); sie unterscheiden zwei Zustande des Proteins in Gestalt von Niederschlägen: den einen beim Neutralismen pioteinhaltigei ! lüssigkeiten, den andern durch einen Überschuss von Mineralsäu-ren- Phosphorsäure und Essigsäure ausgenommen—erhaltenen. Seit Anfang des vorigen Jahrhunderts fing man an zu beobachten, dass geronnenes Protein von einem und demselben Charakter nicht nur beim Kochen soudern auch bei niedrigerer Temperatur erhalten wird (p. n. A'-Ai 48—60 p. 62). Damals wurde auch die Überzeugung gewonnen, dass frischgefälltes und gekochtes Fibrin einen bedeutenden Unterschied bieten (A°.V 75	80 p. 171), dass das Fibrin beim Erwärmen die Fähig-
keit, sich z. B. in Essigsäure aufzulösen, wie Hünefeld (36 p. 255) angibt, ein-büsst. wobei das Fibrin alle Eigenschaften des geronnenen Eiweisses aufweist. Eine eben solche Wirkung übe auch Alkohol auf das Fibrin aus.
Der Begriff vom geronnenen Albumin erhält eine weitgehendere Bedeutung in Che\ieul s Arbeiten. Dieser Autor gewann vor allem die Überzeugung, dass sowohl bei Zimmertemperatur getrocknetes als auch eine gleiche Quantität desselben Eiweisses,. aber vorher „in der Wärme geronnenes“, beim Trocknen einen Rückstand a on gleichem Gewicht zurücklässt. Dennoch hatte der eine die Fähigkeit, in Wasser sich wieder aufzulösen, behalten, der andre dieselbe eingebüsst (10 p. 379; 9 p. 39). Ferner findet Chevreul (9 p. 47), dass obgleich 20-facli verdünntes Eiweiss beim Kochen nicht gefällt wird, es dennoch in den „geronnenes Eiweiss“ genannten Zustand übergehe, da diese Flüssigkeit beim Verdampfen bei niedriger Temperatur einen in Wasser unlöslichen Rückstand hinterlasse ’). Berzelius teilt diese Ansicht und findet seineiseits, dass sowohl dem Blutserum als auch dem Eiweiss beim Trocknen unter 61° die Fähigkeit, sich in Wasser aufs neue aufzulösen, nicht verloren gehe. Andrerseits bewahre das Serum seine V asserlöslichkeit auch nach längerem Trocknen bei 100°. Vira aber mit V asser verdünntes Serum, welches beim Kochen keinen Niederschlag ausscheidet, oder, richtiger gesagt, „nicht gerinnt“, durchgekocht und dann unter 60° abgedampft, so sei der trockne Rückstand iii Wasser nicht mehr löslich. Berzelius findet, dass, obgleich das Protein beim Kochen sich nicht ausscheidet, dasselbe dennoch in den „geronnenen Zustand“ übergeht 2). wobei die Bestandteile der Flüssigkeit dieselben geblieben sind, mit Ausschluss der Kohlensäure, welche durch das Kochen zum Teil entwichen ist. Eine analoge Wirkung auf die proteinhaltigen Flüssigkeiten würden Alkohol, sogar Säuren und Alkalien ausüben, wenngleich diese Agentien das Protein aus der Lösung nicht aus-scheiden (2 p. 66 —7). Im allgemeinen schreibt Berzelius dem „geronnenen“ Protein alle Eigenschaften des f ibrins zu und findet es schwer, irgend einen Uiiter-
D Portion n° 2. Elle a été chauffée de manière à bouillir pendant trois minutes, puis évaporée dans le vide. Le résidu avait toutes les propriétés de l’albumine coagulée, séchée dans le vide: peut-être était-elle un peu plus soluble dans l’eau. Portion tF 3. Elle a été évaporée au bain-marie. Le résidu était, absolument identique avec celui de la portion n° 2. Il suit de là que la chaleur fait éprouver à l’albumine qui est assez étendue d’eau pour ne pas se coaguler, un changement qui la rend analogue à l’albumine coagulée, si toutefois ce changement ne la rend pas identique avec cette dernière (9 p. 47). De même que „l’albumine coagulée sèche“ est distincte de
„l'albumine soluble sèche“ ..................... (p
p. 48).
-) Wird aufgelöstes Eiweiss bei einer nicht bis+ 600 gehenden Temperatur abgedampft, so trocknet es, ohne zu gerinnen, ein. und ist nachher auch wieder in Wasser auflöslich. In getrocknetem Zustand lässt es sich lange bei + lUO1' erhalten, ohne seine Auflöslichkeit in kaltem Wasser zu verlieren was jedoch allmählig, d. h. nach einigen Stunden, geschieht. Die Auflösung in kaltem Wasser gerinnt, wie vor dem Eintrocknen, bei+ 610. Verdünnt man Eiweiss mit seinem 20-fachen Volum Wassers und erhitzt das Gemische zum Kochen, so wird es opalisirend, aber