﻿EIGENSCHAFTEN & AUSSEHEN DES GLOBULINS IM FREIEN ZUSTANDE.
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die Lehre von den „Globulinen“ (.V.V 4S—100). Dieser Lehre gemäss wurde folgende Korrektur vorgenommen: die aus den prote'inhaltigen Flüssigkeiten ausgeschiedenen, in Salzlösungen unlöslichen Produkte erhielten die Benennung „geronnenes Albumin“; im Übrigen bestand kein Unterschied: dieses und jenes lösen sich sowohl in schwachen Säuren als auch in schwachen Alkalien u. dergl!
Zieht man in betracht, dass wie die historischen Globuline (A‘A:: 41-—100) so auch die Niederschläge verschiedener Verbindungen des reinen Globulins, auf welche Art sie auch dargestellt wurden, neben organischen Substanzen auch mineralische enthalten, so muss man gestehe n, dass mit dem Ausdruck „g e-ronnenes Al b u m in, E i w e i s s. Protei n, Globulin, u. s. w.“ sehr verschiedenartige Ver bin d u n g e u des reinen Globulins m i t M i n e r a 1 k ö r p e r n b e n a n n t w u r d e n.
In der Tat bieten die verschiedenartigen Globulinverbiudungen im festen Zustande der Forschung ein weites Feld.
I) i e festen Globulinver bin düngen können, je nach der mineralischen Substanz, mit welcher das Globulin in Verbindung tritt, in Gruppen geordnet werden, wobei auch die quantitativen Verhältnisse keine geringe Rolle spielen.
Die festen Salz-, Alkali- und Säureverbindungen des Globulins werden leicht auf Grund des Gesetzes der Verdrängung der Salze aus ihren Salzlösungen sowohl durch eine entsprechenden Base und Säure als auch durch ein Salz erhalten. W ir haben schon gesehen, dass die Steigerung der Menge eines Salzes, eines Alkali oder einer Säure bis zu dem Grade, welcher die maximale Löslichkeit des Globulins in denselben übersteigt, Fällung dieses letzteren in Verbindung mit dem entsprechenden Salz. Alkali oder der Säure (A'.Y 75—80 p. 247—02: .VA'S1—85 p. 111 u. .VA' 80—92 p. 251 — 4) bedingt. Solche Niederschläge sorfältig zwischen Fliesspapier abgepresst, stellen Verbindungen vor. welche in Wasser leicht löslich sind, da durch Wasserzusatz entweder die Bedingungen der maximalen Löslichkeit, oder jedenfalls einer ihr nahekommenden wiederhergestellt werden (p. n. ALV 75—80 p. 247 VA' 81—5 p. IIOW 86—92 p. 252). Doch lösen sich solche Niederschläge resp. in den entsprechenden konzentrirten Lösungen der Salze, Alkalien oder Säuren nicht, lösen sich dafür aber resp. in schwachen Lösungen der Salze. Alkalien und Säuren. da auch unter diesen Umständen eine Annäherung an die Bedingungen der grösstmöglichen Löslichkeit stattfindet. Und umgekehrt, kann derselbe, z. B. ein Salzniederschlag, der in Wasser so leicht löslich ist, sich sowohl in einem verdünntem Ätzalkali als auch in einer verdünnte Säure auch gar nicht lösen, da. wie wir schon gesehen, eine gleichzeitige Einwirkung von Säuren uud Alkalien einerseits, von Salzen andererseits die Fällung befördert (.V.V 86—92 p. 257—60). Dasselbe kann auch von dem umgekehrten AVrhalten der Salze zu den Alkali- und Säureverbindungen gesagt werden. In Übereinstimmung mit dem von uns schon betrachteten Verhalten des Globulins zu den Säuren, Alkalien uud Salzen können Bedingungen geschaffen werden, unter denen die erhaltene Endverbindung sich in Wasser. Salzlösungen, Säuren und Alkalien lösen oder nicht lösen kann (.V.V 86—92 p. 257—8).
Es ist wohl kaum nötig zu erwähnen, dass auch die Metallverbindungen denselben Gesetzen unterworfen sind. Was die Niederschläge anbetrifft, welche in den Lösungen aller von uns betrachteten Globulinverbindungen durch andre Agentien erzeugt werden, so wird nach dem Gesagten wohl kaum noch jemand daran zweifeln, dass sie ebenfalls Globulinverbindungen vorstellen. Hierher sind auch die Niederschläge zu rechnen, welche bei der gegenseitigen Einwirkung von Lösungen von (ilobulinverbindungeu und Metallsalzen nach dem Gesetz der doppelteu Umsetzung entstehen. Im allgemeinen können wir für die Niederschläge einer beliebigen Glo-