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EIGENSCHAFTEN & AUSSEHEN DES GLOBULINS JM FREIEN ZUSTANDE.
düngen noch durch hervorragende Kohäsion ihrer Moleküle aus. Bei John, der. am Anfang des XIX Jahrhunderts schrieb, finden wir eine allgemeine Formel für dergleichen Kitte und Lacke (37 p. 250). Man vergegenwärtige sich nur die Bedeutung des „Albumins“ in der Färberei u. s. w. Mancherlei Kenntnisse über die Eigenschaft der proteünhaltigen Flüssigkeiten, mit Basen feste, unlösliche Verbindungen zu bilden, reichen noch bis in das graue Altertum hinauf. Schon in meiner Kindheit hörte ich im Kaukasus geheimnissvolle Legenden über unzerstörbare Festungsmauern, wo die Steine mit einem Kitt aus mit Milch angerührtem Kalk zu einer einzigen Masse unerschütterlich mit einander verbunden sein sollten. Die Oxyde der Erdalkalien und Schwermetalle bilden nach sorgfältigem Trocknen feste und schwerlöslische Verbindungen. Heutzutage wird in den Vereinigten Staaten Xord-Amerika’s (Arzt (Wratsch)1892 St. P. .V 4. p. 95) künstliches Elfenbein aus Quarkkäse durch Behandlung dieses letzteren mit Borax, Zink- oder Kupfersulfat oder Bleizucker und darauffolgendem Trocknen des Gemenges bei hoher Temperatur und unter starkem Druck fabrizirt.
Gleichdem wie die Löslichkeit des reines Globulins einzig von der von demselben gebundenen Wassermenge abhängt, so hängt auch die Löslichkeit der komplexen Globulinverbindungen hauptsächlich von dem mit dem Kern der Verbindung—dem Globulin—chemisch verbundenen Wasser und erst in zweiter Linie von dem Charakter der Globulinverbindung mit den Mineralkörpern ab! Kur wenn man dies in betracht zieht, erklärt man sich die verschiedenen Temperaturen, bei welchen diese oder jene Globulinverbindung ihre Wasserlöslichkeit einbüsst.
Man könnte hier noch der m echanisc h h ervo r g e b rächte n F ä 1-1 u n g des Globulins und dessen Verbindungen in Abwesenheit oder hei Gegenwart von suspendirten Körpern erwähnen, wovon Neumann, Zetzell u. andr. schon im XVIII Jahrhundert sprachen; doch glauben wir, dass es mehr am Platz sein wird, sowohl diese Fähigkeit als auch die von einigen Autoren zugegebene Krystal-1 i s a t i o n der Protemverbindungen dort, wo von den physikalischen Eigenschaften des Globulins und dessen Verbindungen nebst denjenigen der übrigen Proteinkörper die Bede sein wird, zu betrachten.
L 1 T E R A T F E.
1) Becquerel & Rodler.—Comp. rend. 184G, t. 22. 2) Berzelius.—Lehrbuch der Thier-Chemie,
Dresden. 1831. 3) Id.-—Ib. 4 Aufl. Dresden & Leipzig 1840. Bd. 9. 4) Boerhaav._Elementa chemicae
etc. Leipzig. 1753. 5) Braconnot.—Ann. de chim. & de phys. 1830, t. 43. 6) Id.—Liebig's[:Ann. 1846, Bd. 58. 7) Brücke.—Sitzungsber. Wien. 1859. Bd. 37. 8) Id.—Ib. 1867. Bd. 55. 9) Chevreul.—Ann. de chim. & de phys. 1821. t. 19, 10) Id.—Gilbert's Ann. 1822. Bd. 70. 11) Commaille.—Journ. d, pharm. 1866, t. 4. 12) Danilewsky.—Hoppe-Seyler’s Zeitschrift, für physiol. Chem. 1881. Bd. 5. 13) Id. & Schipiloff.—Ib. 14) Denis—Essai sur l'application de la chimie. Paris. 1838. 15) Id.—Démonstration expérimentale etc. Commercy. 1839. 16) Id.—Nouvelles études chimiques etc. Paris. 1856. 17) id.—Mémoires sur le sang etc. Paris. 1859. 1S) Diakonow.—Hoppe-Seyler’s Medicinisch.-eliem. Untersuchungen. Berlin. 1867. Heft. 2. 19) Dumas & Prévost.—Ann. de chim. & de phvs. 1823, t. 23. 20) Id.—MeckeLs deutsch. Archiv, f. Physiologie 1823. Bd. 8. 21) Eichwald.—Beiträge zur Chemie. Berlin. 1873. Heft. 1. 22) Fourcroy.—Système des connaissances chimiques. Paris 1801, t. 9. 23) Fre-dericq.—Archives de Biologie von van Beneden. 1880, t. 1. 24) Gautier.—Des matières albuminoïdes. Paris. 1865. 25) Goodmann.—Coinp. rend. 1871, t. 73. 26) Gorup-Besanez.—Lehrbuch der physiol.