﻿DAS GLOBULIN PER ROTHEN BLUTKÖRPERCHEN.
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1 G 0 r s t 0 11 K 0 11 n t il i s s o ü b c r do n c h c m i s c h c n B a u dos S 11 o m a. Wenn llowson (1777, 30 p. 0, 17, 33—4) bei seinen mikroscopischen Beobachtungen elie roten Blutkörperchen der Säugetiere für eine Substanz ansah, welche in Wasser, verdünnten Alkalien und Säuren löslich ist, so nimmt Plenk (69 p. 32) an, dass diese Körperchen aus derselben Substanz (faserichter Leim) wie das in Wasser unlösliche Fibrin des Blutes bestehen, widerlegt dadurch gleichsam Hewson's Angaben über die Wasserlöslichkeit der Blutkörperchen, bestätigt aber diejenigen über die Löslichkeit dieser Körperchen in Alkalien und Säuren. Loch finden wir bei Hewson zu allererst nicht weniger wichtige Angaben über die Unlöslichkeit der roten Blutkörperchen in Salzlösungen sowie auch darüber, dass sie in diesen ihre Form bewahren, welche, wie er fand, keine kugelförmige sondern eine abgeplattete, münzenförmige (30 p. 9 u. 30-32) ist, und erklärt die conservi-rende Wirkung des Serums durch die Gegenwart derselben neutralen Alkali- und Erdalkalisalze. Hewson fand auch, dass concentrate Salzlösungen die Blutkörperchen nicht nur nicht auflösen sondern, im Gegenteil, Zusammenziehung ‘) derselben bedingen und bei der Verdünnung mit 6—12 Teilen Wasser keine Formveränderung veranlassen (ib. p. 31). Genauere und bestimmtere Angaben über die Wirkung des Wassers auf die Blutkörperchen finden wir bei Joung (1813, 39 p. 573); derselbe findet, dass das Blutkörperchen dem Wasser nur seinen Farbstoff abgiebt. selbst aber anschwillt und immer durchsichtiger wird, folglich sich schwer unterscheiden lässt. Um den Blutkörperchen deutliche Umrisse wiederzugeben empfiehlt Joung zu dem mikroscopischen Präparat Alkohol zuzugeben. Obgleich Brande (8 p. 288) seine Untersuchungen früher als Joung veröffentlichte (1812), weist er darauf hin. dass Joung der erste war, der die Unlöslichkeit der Blutkörperchen in Wasser beobachtet hatte. Dasselbe beobachtete auch Brande: „die Wirkung des Wassers auf die Körperchen besteht darin, dass es den Blutfarbstoff aufiöst, während die Körperchen selbst an der Oberfläche schwimmen“ (ib. p. 288). Diese Angaben bestätigt Home (1818. 33 p. 174). Er findet, dass die Abtrennung des Blutfarbstoffs durch Wasser fast momentan vor sich geht. Diese Untersuchungen legten unstreitig den Grund zu der Lehre von der Dualität des Baues der Blutkörperchen einerseits aus einem leicht in Wasser löslichen Farbstoff, andererseits aus einem in Wasser unlöslichen Rückstand, der Home's Ansicht nach aus Fibrin (33 p. 174) besteht, Derselben Meinung sind auch Krimer (1823, 43 p. 273) und Prévost & Dumas (1823. 19 p. 50). Letztgenannte Forscher meinen, dass die Blutkörperchen eine Art in Wasser unlöslicher Gallerte vorstellen und scheinen diese Substanz mit der Benennung „weisse Kügelchen“ zu verknüpfen, welche gleichsam den Kern bilden, den der Blutfarbstoff in Gestalt einer Hülle umgiebt 3).
über die Natur der Blutkörperchen finden 1830 berichtete Angaben (72 p
Die ersten genaueren Kenntnisse wir unstreitig bei Donné. Am 3 April Philomatischen Gesellschaft, Raspail's welcher behauptet hatte, das Blutkörperchen bestehe Proteïnsubstanz, dass, wie stark die Verdünnung mit
Donné in einer Sitzung der 22: 18 p. 477) widerlegend, aus einer wasserlöslichen Wasser auch sei, die Blut-
Körperchen des Menschen bei starker Vergrösserung deutlich zu unterscheiden seien, am besten bei Beleuchtung mit einer Lampe. Dieselben Resultate erhielt Donné
f) „...the salt will be found to have contracted or shrivelled the vesicles, so that they appear quite solid, the vesicular substance being closely applied all round the central piece (30 p. 31). The particles of the Idood in all animals-are flat, and not globules“ (ib. p. XV u. 9).
2) „Trois substances animales doivent donc fixer notre attention dans l’étude chimique du sang, ce sont: l’albumine du sérum, le globule blanc et la matière colorante qui enveloppe celui-ci“ (19 p. 50).