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DAS GLOBULIN DER 310THEN BLUTKÖRPERCHEN.
auch mit Froschblut. Um eine möglichst grosse Menge entfärbter Blutkörperchen zu erhalten, rät er das Blut mit 8—10 Teilen Wasser zu verdünnen und sogleich zu filtriren, wobei auf dem Filter eine mit allen Eigentümlichkeiten des Fibrins ausgestattete plastische Masse zurückbleibt; diese Masse besteht aus entfärbten Blutkörperchen, wovon Donné sich unter dem Mikroscop überzeugte (18 p. 477). Dieselbe löste sich in den gewöhnlichen Flüssigkeiten, welche Albumin, nicht aber Fibrin, auflösen (ib. p. 478), nicht auf; in Ammoniakflüssigkeit und Essigsäure dagegen lösen sich die entfärbten Körperchen. Wie Hcwson und Donné, so findet auch Job. Müller (1832, 01 p. 520; 62 p. 108), dass die Blutkügelchen des Frosches von Wasser entfärbt werden, sich in demselben aber nicht auflösen (61 p. 527; 62 p. 100) und seiner Ansicht nach farblose Kerne (61 p. 520) zurücklassen; in Wasser, welches etwas Kochsalz oder Zucker enthält, bleiben die Blutkörperchen unverändert (ib. p. 521 u. 532). Um die Blutkörperchen des Froschblutes abzutrennen, befeuchtete J. Müller den Filter mit einer Zuckerlösung (0,5% oder noch geringer). Ausserdem verlangsamte Müller die Blutgerinnung noch, indem er das Blut mit Kochsalz oder Kaliumcarbonat vermischte. Den Gebrauch dieses letzteren empfiehlt er. wenn die Gerinnung irgend eines Blutes (ib. p. 538 — 40) verlangsamt werden soll. Aus Menschenblut erhielt Joh. Müller durch Einwirkung von Wasser keine solche farblosen Rückstände, infolge der geringen Grösse der Kerne dieser Körperchen, wie Joh. Müller (ib. p. 530), dem Donné’s Arbeit unbekannt war, glaubte. Lecanu (1837.47 p. 49 u. 48 p. 216 u. 1852,49 p. 11 u. 50 p. 5, s. p. n. 74, Le Phys. Al 41) empfiehlt das Blut unmittelbar in einen Kolben zu sammeln, welcher bis zur Hälfte mit gesättigtei Magnesiumsulfatiösung angefüllt ist, so dass in dem Gemenge 1 Yol. Blut auf 8 Vol. des Salzes enthalten sei. Durch leichtes Hin- und Herwiegen, damit die Blutkörperchen nicht zerreissen, vermengt man das Blut mit der Lösung und lässt die Mischung stehen; dabei gerinnt das Blut nicht ‘) und die Blutkörperchen setzen sich gut ab. indem sie ihre Form bewahren (47 p. 50; 48 p. 216). Nach der Abtrennung des Niederschlags und bei starkem Umschütteln mit gesättigter Natriumsulfatlösung färbt sich die Flüssigkeit allmälig blutrot und als Rückstand bleibt eine weisse häutige Masse zurück. Bei weitem schneller erhielt Lecanu dieselben Resultate, indem er den Bodensatz mit gesättigter Kochsalzlösung um schüttelte. Ganz anders gestaltet sich das Resultat mit Chlorcalciumlösung: der Bodensatz giebt seinen Farbstoff nicht ab. letzterer wird aber ziegelrot und geht in einen in Wasser ganz unlöslichen Körper über, obgleich er mit Wasser eine gallertartige Masse, welche an Joliannisbeerengelée erinnert— d. h. eine Art Blutgerinnsel bildet. Bei Wasserzusatz giebt diese Gallerte ihre Farbe ab. und es scheidet sich am Boden eine weisse, häutige, dem Charakter nach fibrinartige Masse aus (47 p. 50—1; 48 p. 218). Doch sagt Lecanu im Jahre 1852 geradezu aus, dass in Natriumsulfat gesammeltes Ochsen- oder Schafblut uf dem Filter die Blutkörperchen ausscheidet, welche mit Wasser in eine an ApKlgelée erinnernde Masse übergehen. Sagen wir hier gleich, dass Mulder (1839, 64 p. 134) Lecanu’s Thatsachen im allgemeinen und die Bildung der eigentümlichen Gelee im einzelnen bestätigt (ib. p. 146). "Ungeachtet dieser unzweifelhaften Thatsachen bleibt Raspail hartnäckig bei seiner "früheren Ansicht über die vollständige Wasserlöslichkeit der Blutkörperchen (1833,73 p. 368). Und wie-
‘) Offenbar waren Lecanu damals Hewson’s	guier (20 p. 503) und Hoppe-Seyler diese Methode
Angaben (p. n. 140 und Kap. X; unbekannt; den-	aus unbekannten Gründen Berzelius zuschreiben
noch finden wir bei ihm ein solches Verhalten (p. n. 4 Le Phys. jY 411. der Blutkörperchen zuerst erwähnt, während Fi-