﻿t)AS GLOBULIN DEE EOTHEN BLUTKÖRPERCHEN.
Bl
fatlösung, wobei er das Waschen 3—4-mal mit 5—10 Yol. Salzlösung auf 1 Yol. Blut in flachen und breiten Schalen bei einer dem Gefrierpunkt möglichst nahen Temperatur unter sorgfältigem, jedoch vorsichtigem Umrüliren mit Gänsefederbärten vornahm. Nach dem Abstehen goss man die Flüssigkeit derartig ab, dass jedesmal auch ein Teil der roten Blutkörperchen abging; dies geschah, damit die farblosen Blutkörperchen entfernt würden, die gewöhnlich die Oberfläche der Schicht einnehmen, da sie sich, wie schon Schmidt und Wooldridge (97 p. 396) erwähnten, nur langsam setzen. Um die Abscheidung der Blutkörperchen von den Waschwässern zu beschleunigen, wandten wir auch Schachteln aus Filtrirpapier an, welches die Flüssigkeit aufsaugte (p. n. 92 Le Phys. .Y 41). Zur Entfernung des Hämatoglobulins aus den Blutkörperchen ist es unstreitig am einfachsten Wasser anzuwenden; um der Veränderung des Stromaglobulins bei der Einwirkung von Wasser vorzubeugen, muss man jedoch die Procedur des Extrahirens des Farbstoffs so schnell wie möglich ausführen. Dennoch nötigt das langsame Absetzen der Stromata, denen der Farbstoff entzogen ist, zur Filtration. Dieselbe geht jedoch sehr langsam vor sich. Ausserdem müssen die auf dem Filter gesammelten Stromata aufs neue, und zwar längere Zeit, mit Wasser gewaschen werden, um frei von Farbstoff zu werden—oder, zur höchsten Enttäuschung des Experimentators, sich in ein verändertes. in Salzlösungen unlösliches Präparat zu verwandeln. Um den Process der Auswaschung des Farbstoffs zu beschleunigen, wandten wir Aether an. wowei Herr Dr. Masloff das beste Verhältnis zwischen dem Wasser und dem Aether erfahrungsweise feststellte. Auf 1 Vol. Aether dürfen nicht mehr als 1—3 Yol. Wasser kommen, da sonst, bei grösserem Wasserüberschuss, die Stromata anfangen sich aufzulösen, und zwar ganz bedeutend, dem Auge sichtbar! Die Auflösung der Stromata dürfte in diesem Falle der Einwirkung des von den Blutkörperchen beim Waschen mit Glaubersalz zurückgehaltenen Salzes zugeschrieben werden. Nach dem Waschen mit dem Salze werden die Blutkörperchen in kugel- oder cylinderförmige, mit Hahn und Pfropfen versehene, sog. Scheidungstrichter (Fig. 4) gebracht, in welche zuerst der Aether und dann, wie schon gesagt, 3—8-mal mehr Wasser gebracht wird. Wasser und Aether muss soviel genommen werden, dass bei der Vermengung mit den Blutkörperchen die Mischung das Aussehen einer Flüssigkeit nicht aber eines Breies habe. Nachdem man den Scheidungstrichter verkorkt hat, schüttelt man das Gemenge längere Zeit recht stark, indem man von Zeit zu Zeit den Pfropfen lüftet, damit die Aetherdämpfe entweichen können. Zum Abstehen wird der Trichter in den Ring eines Stativs gestellt. Dabei teilt sich das Gemenge sehr bald in drei Schichten, eine untere dunkelrote, anfänglich trübe, aber von unten aus sich bald klärende und nach oben Flocken ausscheidende, welch letztere allmälig aufschwimmen und die mittlere Schicht bilden; die obere Schicht besteht aus dem Aether, welcher während des Aufschwimmens der Stromata schon Zeit gehabt hat sich auszuscheiden. Es möge hier bemerkt werden, dass, wenn zu wenig Aether genommen wurde, die Stromata am Boden des Gefässes bleiben und das Waschen erschweren können; doch veranlasst ein Aetherzusatz zu rechter Zeit die Stromata auch in diesem Falle die mittlere Lage einzunehmen oder, wenn die Aethermenge zu gering gewesen ist, die obere, da in diesem Falle über den Stromata sich kein Aether ausscheidet, so dass es hier nur zwei Schichten giebt. Bei genügender Aethermenge, wenn sich die drei Schichten mehr oder weniger scharf abgetrennt haben, lüftet man behufs allmäliger Entfernung der