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DAS CLOBULIN DER ROTHEN BLUTKÖRPERCHEN.
untern Schicht, welche hauptsächlich den Farbstoff enthält, den Pfropfen und dann behutsam den Hahn. Sodann werden die Stromata mit einer neuen und genügenden Quantität Aether und Wasser im Verhältniss 1 : 3—8 Yol. umgeschüttelt, worauf man das Abstehen, Abgiessen, Zugiessen des Gemenges aus Wasser und Aether u. s. w. bis zu völliger Entfärbung, d. h. bis die mittlere Schicht schneeweiss wird, wiederholt. Die begonnene Operation muss an demselben Tage zu Ende geführt werden; das noch nicht vollständig entfärbte Gemenge darf nicht über Nacht stehen bleiben, da die Stromata den sich zersetzenden Farbstoff aufnehmen, und es dann unmöglich ist ein farbloses Präparat zu erhalten! Behufs Entfernung des Aethers wird die schneeweisse Masse in breite Schalen gegossen. Doch auch in dieser Gestalt darf man sie nicht lange stehen lassen, da die Stromata allmälig die Fähigkeit einbüssen sich in Salzlösungen aufzulösen. Das frischbereitete Präparat ist in Kochsalz, von O,50/0-iger Lösung an beginnend, löslich! Um die gallertartige Masse zu reinigen, löst man sie am besten in 5°/0-iger Chlornatriumlösung auf, filtrirt, und fällt das Filtrat mit einem Salze (zu vollständiger Fällung am besten mit Ammoniumsulfat). Die in neutralen Salzen der Alkalien und Erdalkalien erhaltenen Lösungen der Stromata besitzen alle Eigenschaften der Globulinlösungen: sie werden von Wasser, Säuren, Wärme, durch Sättigung mit Salzen u. s. w. gefällt. Die ausgeschiedenen Niederschläge sind in Salz- oder Schwefelsäure 1%0—2%0 oder in Alkalien von ähnlicher Concentration löslich u. s. w.
Um aschenfreies Globulin zu erhalten, unterwirft man entweder unmittelbar die erwähnte weisse Masse oder die aus deren Salzlösungen erhaltenen, in l°/00— 1% Salz—oder Schwefelsäure aufgelösten Niederschläge der Dialyse in Filter-Dia-lysoren. Nach 16—48 und mehr Stunden entstehen geleeartige Massen reinen Globulins mit den für das typische Globulin (s. Kap. XI u. folg.) anerkannten Eigenschaften.