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EIXE HÄMORRHAGIE AM BOPEN PES AUGES
sichtigkeit des Extravasats und der Rissstelle der membr. hyaloidea deren Abbildungen deutlich und dabei, was besonders bemerkenswert ist. in nvei von dem Auge ungleich entfernten Ebenen, beobachtet werden.
Als entoptische Erscheinungen muss demgemäss <blas Sehen optischei Er -scheinungen, che von im Inneren des Auges befindlichen Gegenständen durch Zurückwerfung von der concciven hinteren Corneaoberfläche und der concuven inneren vorderen Linsen Oberfläche oder von einer dieser Oberflächen auf der Ile-tina erhalten werden, wie im Fall des Eindringens von Pigment in den Glaskörper, anerkannt werden.
2) Die Frage nach den Veränderungen des Blutes in den Extravasaten wird wahrscheinlich zu ihrer endgültigen Entscheidung noch vieler Untersuchungen bedürfen. Vorläufig sind nur die Hauptpunkte solcher Veränderungen festgestellt. Die allbekannten Farbenveränderungen der Ecchymosen von Dunkelblauviolett ins Grüne und Gelbe linden schon ihre wissenschaftliche Erklärung in der Bildung von Stoffen aus dem Oxyhämoglobin, die wahrscheinlich mit den Gallenstoffen identisch sind. Streng genommen kann aber nur die Gegenwart Hämatoidin, unter anderem auf Grund seiner Ausscheidung in Krystallen, als bewiesen angesehen werden Doch bleibt der Mechanismus des Zerfalls des Oxyhämoglobins mit völligem Ausfallen des Eisens bei Laboratoriumsversuchen, unter der Einwirkung solcher energischer Reagentien wie acid um sulfur icum cone, oder acid, hi/drobromatum in acHum aceticmi glaciale, völlig unbekannt, Ausser den Gallenstoffen wird an der Extravasatsstelle ein an Eisen sehr reicher Stoff—H ä m o s i d e r i n—gefunden (Neumann.—Virchow's Archiv, Bd. 111). Bei der Behandlung desselben mit acidum muriaticum dilutum geht das Eisen, welches leicht mit gelbem Blutsalz entdeckt wird, in die Säure über. Dass dieses Eisens aus dem Oxyhämoglobin entsteht, unterliegt wohl keinem Zweifel.
Unsere Beobachtungen stellen folgende Veränderungsstadien des Extravasats fest: a) Auflösung des Oxyhämoglobins, — durch einen dunkelroten, durchsichtigen Schein an der Fleckenperipherie gekennzeichnet, b) rasches Ausfallen eines völlig unlöslichen, wie das Biliverdin gefärbten Stoßes aus dieser Lösung. Die Unlöslichkeit desselben folgt daraus, dass sowohl durch feine Oeffnungen als auch an der Peripherie der Flecken durchfallendes Licht keine Färbung besitzt. Färbung entstand hier erst nach 10 Tagen, aber mit scharf gelber Nuance, und war besonders im Zwischenräume der Flecken bemerkbar. Der grüne unlösliche Stoff wurde also die Quelle der Bildung eines gelben, schon löslichen (?) Stoffes—des Hämatoidins. Wenn der grüne Stoff der Constitution nach dem Biliverdin— C1(;HisN204, der gelbe aber dem Bilirubin—C1i;H!NN,0 — entspricht, so kann letzteres nur durch Reduction entstanden sein. Eine Reihe chemischer Processe, die einen grossen Aufwand von chemischer Energie erfordern, die Bildung zahlloser Kanäle in der Masse des ergossenen Blutes, die Neubildung eines Gefässsystems, dies alles zeigt, dass es sich hier um einen scharf ausgedrückten, sehr complicirten biologischen Process handelt und die Veränderungen des Extravasats nicht auf solche verhältnissmässig einfache physikalische Erscheinungen wie Auflösung und Resorption zurückgeführt werden können.