﻿EIXE HÄMORRHAGIE AM BODEN DES AUGES.
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3) Jeder complexe Organismus kann als eine Colonie von Elementarorganismen angesehen werden, die eine active, entweder allgemeine oder spécifié Tliätigkeit entfalten, letzteres, wenn sie in besonderen, bestimmte Functionen ausübenden Organen versammelt sind. Das Blut, in welchem zahlreiche und maunigfaltige chemische Processe verlaufen, ist auf den ersten Blick reich an geformten Elementen. Doch ist ihrer Hauptmasse—den roten Blutkörperchen—nur eine passive Rolle, als Apparaten für die Sauerstofftransportirung in dem Organismus zuzuschreiben. Wenn aus einem Blutvolum, welches 3000 geformte Elemente enthält, die roten Blutkörperchen fortgeschafft sind, so bleiben etwa nur 10 Leukocyten nach, denen Actwität schon nicht abgesprochen werden kann. Das Blut ist also durchaus arm an Elementarorganismen. Dieser äusserst geringen Anzahl anscheinlieh homogener Organismen muss demnach eine ungewöhnliche Vielseitigkeit, eine fast universale Thätigkeit in Bezug auf die Masse der Reactionen, die im Blute stattfinden, zugeschrieben werden! Die Sache gestaltet sich ganz anders, wenn man die obenbeschriebenen «Körperchen» als lebendige geformte Elemente des Blutes, als dessen normale Microben ansieht. Dann wird folgender Satz obligatorisch: Im Blute, vielleicht auch ln dev Lymphe, in den Inter stiel eilen Flüssigkeiten, in den Zellen befindet sich eine zahllose Menye Microben, die steh selbst bewegen, und, was schon ganz unerwartet ist, selbst leuchten.
Ihrer Bewegung und Form nach gehören sie zu den Vibrionen, der Farbe ihrer Strahlen nach—-wenigstens zu drei Arten. Die Entdeckung von Microben im Blute wird schon lange als nichts Ungewöhnliches betrachtet. Sie werden hier aber stets mit der vorgefassten Meinung gesucht, dass sie dem Organismus fremd, von aussen hereingebracht und demselben grösstenteils schädlich sind. Weitere Untersuchungen dürften eine solche Meinung ändern.
In unserem Klima ist das Leuchten von Organismen eine seltene Erscheinung, die nur während einer kurzen Periode in der Sommerzeit beobachtet wird: allbekannt sind nur «die Iohanneswürmchen» und die Microben, die sich auf vermodertem Holz entwickeln. In den tropischen Gegenden, im Meere sowohl als auf dem Festlande, ist, das Selbstleuchten schon weiter verbreitet und schärfer ausgesprochen. Nicht nur niedere Organismen und viele Arten von Insecten, auch einige Vertebrata (Fische) besitzen diese Fähigkeit in hohem Grade. Dennoch aber ist das Selbstleuchten eine Ausnahme, es gehört nur bestimmten Arten an und bildet eine rätselhafte Ausnahme, die noch keine Erklärung gefunden hat. Die Meinung, dass die ganze organische Welt mit selbstleuchtenden Elementen angefüllt ist, dass aber nur einige Individuen solche < Irgane besitzen, die imstande sind diese Elemente in sich aufzuspeichern, deren Leuchtvermögen zu summiren und sie zu* einer Lichtquelle zu machen, diese Meinung dürfte einen richtigen Weg zum Verständnis aller solcher Erscheinungen anbahnen.
Alles entoptiseh Gesehene sollte natürlich nur subjectiv und der Beobachtung seitens anderer ganz unzugänglich sein; auch hätten wir, trotz der Ueberzeugung von der vollkommenen Duldsamkeit der Gelehrten Meinungen gegenüber, die mit den allgemein verbreiteten nicht übereinstimmen, zu dieser Mitteilung uns nicht entschliessen können, wenn wir nicht die Ueber-