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EINE HÄMORRHAGIE AM BODEN DES AUGES.
zeugung gewonnen hätten, dass gegenwärtig die Möglichkeit schon vorhanden ist, unsere Beobachtungen für einen jeden zu wiederholen. Als Mittel dazu kann ein unlängst erschienenes Instrument—das Spintariscop—dienen.
Als ich bei der Beschreibung des Spintariscops zu der Stelle kam, wo der Autor von dem unit bellen, flimmernden Sternen besäeten Himmel> spricht, war ich nicht wenig erstaunt, dass er sich genau meiner Worte bedient hatte. Besagtes Instrument kennen zu lernen, wurde nun mein Bestreben. Ich erfuhr bald, dass ein solches im physikalischen Kabinett der Universität vorhanden sei, und konnte nun dank der Liebenswürdigkeit des Herrn Prof. P. A. Siloff mit demselben arbeiten. Schon die ersten Beobachtungen mit diesem Instrument zeigten mir ein absolut identisches Bild mit dem, welches ich seit der Blutung schon hundertmal ohne Spintariscop bei Tages- und Abendlicht und im Dunkeln beobachtet hatte. Der Unterschied zu Gunsten des Spintariscops besteht nur darin, dass bei dessen Benutzung die Lichterscheinungen bedeutend stärker sind, dabei für das kranke Auge mehr als für das gesunde. Die Abbildungsgrösse ist beinahe eine solche ♦ wie bei geschlossenen Augen. Als ungünstige Seiten des Instruments sind das kleine Gesichtsfeld und die Nähe der beobachteten Abbildung anzusehen, was stärkere Accomodation und damit ziemlich rasche Ermüdung des Auges hervorruft. Weitere Beobachtungen waren überflüssig. Wir haben die unerschütterliche Ueberzeugung gewonnen, dass man mit Hilfe des Spintariscops ~u jeder Zeit die selbstleuchtenden Vibrionen unseres Auges wahrnehmen bann. obgleich dieselben unter gewissen Bedingungen auch ohne dieses Instrument zu sehen sind. Solche Bedingungen entstehen bei Heberzuständen, bei der Ermüdung des Auges durch starkes Licht oder schwere Arbeit. Wenn jemand sagt: «Es flimmert mir vor den Augen>, so kann er alles das beobachten, was mit dem Spintariscop zu sehen ist, wenn er seine besondere Aufmerksamkeit darauf richtet und in der Beobachtung entoptischer Erscheinungen geübt ist. Das Spintariscop erleichtert diese Aufgabe in hohem Grade, indem es das Leuchten der Microben offenbar stark anregt. Dieses erst neuerdings fabricirte Instrument hat noch eine ganz elementare Form, welche Nielfacher und wichtiger Vervollkommnungen bedarf. Ist dies erreicht, so kann man erwarten, dass es mit der Zeit bei der Untersuchung des Auges ebenso notwendig sein wird wie jetzt das Ophtahnoscop.
Es ist zu erwarten, dass das Spintariscop mit dem Mikroscop verbunden werden und damit ein weites Feld für die Untersuchungen der lebendigen Gewebe, lebender Microben ausser und in dem Organismus sich eröffnen wird. Für solche microspintariscopische Untersuchungen werden ebenso vollkommen dunkle Bäume wie jetzt besonders helle notwendig sein. In den Strahlen des Radiums werden wir dann das Leben der Microben beobachten, und viele davon werden selbst als Lichtquelle dienen.
Die definitive Wertschätzung unserer Beobachtungen bedarf einer experimentellen Grundlage. Diese erscheint gegenwärtig als etwas ganz Reelles, und es können auf derselben rein subjective Eindrücke Objectivität erreichen, und zwar in demselben Maasse wie mikroscopische Beobachtungen.