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DAS GLOBULIN DER MUSKELFASERN.
den Halliburton zur Trennung der zahlreichen, obgleich von ihm durch keine charakteristischen Züge bezeiclmeten Körper einschlug. Das Muskelplasma wurde mit Ammoniumsulfat gesättigt, infolge dessen alle in demselben enthaltenen Prote'insub-stanzen sich ausschieden. Der mit gesättigter Ammoniumsulfatlösung ausgewaschene Niederschlag wurde in Wasser aufgelöst, und die erhaltene Lösung mit Magnesiumsulfat oder Chlornatrium gefällt, worauf man wiederum erhielt:
einen Niederschlag: nach der Auflösung ein Filtrat; in Wasser bis auf 47° erwärmt gab dieser dieses
bis auf 73° erwärmt gab
einen Niederschlag von Paramyosinogen.
ein Filtrat; bis 56° erwärmt gab dieses
einen Niederschlag von Albumin.
ein Filtrat, welches, Myoalbumose enthielt.
emen Niederschlag ein Filtrat, welches von Myosinogen. bei 63° Myoglobu-lin ausscheidet.
Furth’s (247-bb p. 231), Stewart’s (784-a p. 452), Stewart’s & Sollmann’s (284-b p. 452), Bottazzi’s & Ducceschi’s (83-ap. 9), Przibram’s (G60-ap. 143) u. a. Arbeiten waren im algemeinen ebenso geplant wie Halliburton's; deshalb werden dieselben in Kap, XI besprochen werden.
Kühne & Chittenden (30 p. 358) empfehlen zum Extrahiren des Myosin, wie Danilewski vorgeschlagen, Chlorammonium mit darauffolgender Dialyse in röhrenförmigen Dialysoren, wrobei am Boden dieser Dialysoren nach der Entfernung der Salze das Myosin als gallertartige Masse zurückbleibt. Derselben Methode bedienten sich Chittenden & Wickoff-Cummins (6 p. 16) zur Gewinnung von Myosin aus dem Muskelfleisch von Ochsen, Kälbern, Schafen u. s. w., durch Extrahiren mit 5%— 15%-igen Chlorammoniumlösung und darauffolgendem Fällen mit demselben Salze oder mit Natriumchlorid. Die wTässerige Lösung der Niederschläge wmrde dialysirt. Zugleich fanden die Autoren, dass die Gerinnungstemperatur des Myosins von dem Charakter des Salzes, welches das Myoglobin in Lösung erhält, abhängt, eine That-sache, fügen wir unter anderem hinzu, die Halliburton’s Hypothese im Grunde erschüttert. Danilewski’s Methode benutzte auch Sselichowski (49 p. 347) zur vollständigen Auscheidung des Myoglobins aus dem Muskelfleisch, indem er sich dabei 10%-iger Salmiaklösung bediente. Genannter Autor, der Danilewski’s *) Worte wiederholt, und Danilewski selbst glauben (8 p. 38), dass Chlorammonium das sämmtliche Myosin aus den Muskeln extrahirt, so dass nur das Muskelgerüst (Myo-stroma) zurückbleibt.
Gewinnung reinen Myoglobins. Zur Gewinnung des Myoglobins können die verschiedenartigsten Salze genommen werden. Jedes Salz der Alkali-* oder Erdmetalle, welches sich gut in Wasser löst, kann zum Extrahiren des Myoglobins aus dem Muskelfleische dienen: Kochsalz oder Chlorammonium besitzen keinerlei Vorzüge vor andern und haben nur historische Bedeutung. So extrahirt z. B. Kaliumnitrat das Myoglobin weit schneller und vollständiger als Chlorammo-
‘) Die angeführte Schrift trägt die Aufschrift:	dene Madaille zugesprochen wurde“. Yon Prof.
„Referat der Arbeit des Stud. H. Sselichowski,	A. Danilewski (49 p. 347).
welchem von der medicinischen Facultät diegol-