﻿62
BIBLIOGRAPHIE.
secundärer, einander parallel liegender Chromatinkügelchen. Zwischen dem Stadium der Teilung des Chromatinfadens und demjenigen des Uehergangs der Kerne m den schwammartigen Zustand gelang es dem Autor nur ein einziges Stadium und auch nur an einem Exemplar Aulacanthae zu beobachten, wo alle Bestandteile des Kerns sich schon vollständig getrennt hatten. Die beiden Hälften bildeten zwei dicke runde Scheiben, die aus je zwei Substanzen bestanden. Unter den nachfolgenden Teilungsstadien beobachtete der Autor folgende: 1) zwei vollkommen entwickelte Kerne in einer centralen Kapsel, 2) die Teilung der Kapsel selbst und 3) zwei Kapseln, die sich vollständig getrennt hatten, wobei das Chromatin der Kerne einen schwammartigen Bau besass, nicht aber ein Netz mit Nucleolen vorstellte, wie bei Pt. Hertwig und Häckel beschrieben und dargestellt ist. Nach der Teilung der centralen Kapsel geht die Teilung der Kerne und der centralen Kapseln oft weiter, so dass eine zeitweilige Kolonie entsteht. Infolgedessen, dass die Teilung der Kerne nicht immer gleichzeitig stattfindet, bilden sich Kolonien mit gerader oder ungerader Anzahl von Centralkapseln. Die grösste vom Autor beobachtete Anzahl von centralen Kapseln einer Kolonie betrug vier. Was die Lage und Verteiluug der centralen Kapseln in der Kolonie anbetrifft, so liegen deren Hauptaxen in sehr verschiedenen Stellungen zu einander, jedoch stets derartig, dass der orale Pol in das gemeinsame Pheodium taucht. Im weiteren stellt die Oberfläche des Calymm Teile der Oberfläche von Kugelsegmenten vor, in deren Centra die centralen Kapseln sich befinden, um welche herum die grossen Nadeln des Skeletts in radialer Richtung liegen.
Thalassicolla p e 11 a g i c a H a e c k,
Die genannte Radiolarie, die zu den ziemlich seltenen gehört und vom Autor nur in zwei Exemplaren gefunden worden war, wurde mit obengenannter Mischung fixirt. Die Färbung der Schnitte mit Safranin gelang schlecht, da der Kern sich fast nicht tingirte; das Protoplasma färbte sich sehr gut. Infolge der schwachen Färbung gelang es dem Autor nicht, den Kern genau zu untersuchen. Die Querbalken des Netzwerks, welche die Zwischenräume zwischen den Fortsätzen des Kerns ausfüllen, enthalten Häufchen von Bläschen, deren Inhalt aus Stückchen einer Fettsubstanz besteht. Die mittlere Schicht des intracapsulären Protoplasma, welches den Kern umgiebt, enthält eine Menge winziger Yacuolen. von denen viele ein sehr kleines Fetttröpfchen in sich schliessen.
Das andere Exemplar T. pellagicae bietet manches Eigentümliche. So kann z. B. in der extracapsulären Protoplasmaschicht, die der Membran der centralen Kapsel anliegt, deutlich radiäre Anordnung der Körnchen wahrgenommen werden. Die Alveolen des Calymm liegen nur in einer Schicht. Der Kern besteht aus mehreren (10 oder mehr) getrennten rundlichen Höhlen, die mit Kerusaft augefüllt sind und je einen geschlängelten, verzweigten, sich schwach färbenden Faden enthalten. Die Höhlen des Kerns sind scharf abgegrenzt, haben aber keine Membran. In die Zwischenräume zwischen den gesonderten Kernen dringt zuerst das intracapsuläre Protoplasma ohne Yacuolen, weiter wird es durch ein scharfbegrenztes feinkörniges, durchsichtiges Plasma ersetzt,