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BIBLIOGRAPHIE.
Auf Grund dieser Versuch gelangt der Autor zu dem Schlüsse, dass die Grashüpfer Raubtiere sind und für nützliche Insecten anzusehen sind, da sie die grössten Feinde unseres russischen Ackerbaues vertilgen.
Krawkoff, N. Ueber experimentell im tierischen Kürper hervorgebrachtes
Amyloid. Inauguraldissertation zur Erlangung der Würde eines Dr. med. Aus dem Laboratorium der allgemeinen und experimentellen Pathologie der Militärisch- medicinischen Academie in Petersburg. 1894. 06a. aMmioii/ch, OKcnepuMemajiBno BtmiBaeaioMB y îkiibothuxb.
Der Autor rief bei Tieren experimentelle Amyloidbildung hervor, indem er durch subcutane Impfung mit Staphylococcus pyogenes aureus langwierige Eiterung veranlasste. Zu den Versuchen dienten Kaninchen, Hunde, Hähne, Tauben und Frösche. Die Résulté seiner Experimente vergleichend, gelangte der Autor zu folgenden Schlüssen:
Der Process der Amylo'idbildung geht nicht bei allen Tieren mit gleicher Leichtigkeit und Schnelligkeit vor sich. Nicht nur Tiere verschiedener Arten sondern auch Tiere einer und darselben Art sind diesem Processe gegenüber nicht in gleichem Maasse empfänglich. Hunde widerstehen demselben am besten. Die Amyloidentartung kann bei Tieren sehr rasch eintreten, dabei bei sehr gut genährten. Dies widerspricht der gangbaren Meinung dass das Amyloid als Product erschöpfender chronischer Krankheiten erscheint. Der Autor erklärt diesen Widerspruch unter andern dadurch, dass auch bei chronischen Leiden Amylo'idbildung rasch vor sich geht, und dass solche Leiden nur den Boden für diesen Process vorbereiten. Im weiteren führt der Autor aus der Literatur Fälle von rascher Amyloidentartung auch bei Menschen an: weshalb er sich für berechtigt hält eine acute Form von Amyloidentartung anzunehmen.
Der Autor hat nur Amyloidbildung bacteriellen Ursprungs beobachtet. Langwierige durch Terpentin oder Silbernitratlösung hervorgerufene Eiterung führte in Krawkoff’s Experimenten nicht zu Amyluidentartung. Der Autor ist der Ansicht, dass das Amyloid ein eigentümliches Product der Lebensthä-tigkeit gewisser, den Organismus beständig intoxirender und erschöpfender Mi-croben ist.
Directe Intoxicationsversuche von Tieren mit fHtrirten Bouillonculturen bac. staphylococci ergaben in Bezug auf Amyloidbildung negative Resultate. Das Experiment war jedoch erfolgreich, wenn, anstatt bac. staphylococcus, bac. pyocyaneus genommen wurde. Die Injection des Filtrats einer bei 100° getöteten Cultur rief bei Tieren Amylo'idbildung hervor.
Der Autor findet eine gewisse Analogie zwischen den Toxinen der Mi-croben und solchen anorganischen Giften wie Phosphor und Arsen, Gleichdem, wde die Einwirkung letzterer fettige Entartung hervorruft, so veranlasst Intoxication mit Toxinen gewisser Microben die Gewebe Amyloidsubstanz auszuarbeiten.
Sawjaloff, W. Priv.-Doc. Analyse des Blutes eines Hämophilen. Russisches Archiv für Pathologie, ldinische Medicin und Bactériologie, herausgegeben unter der Redaction von Prof. W. Podwyssotzki. Petersburg. 1901.