﻿BIBLIOGRAPHIE.
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und deren Schmelzpunkt. 3) Quantitative Bestimmung der flüssigen und festen Fette in einigen Fetten nach Kremels Verfahren. 4) Oxydabilität der Fette nach Livache’s Methode. 5) Die lodzahlen der Fette und der aus denselben ausgeschiedenen Fettsäuren nach HübFs Methode.
Dabei wurden folgende Resultate erhalten: die frischen Fette reagiren neutral. Die Farbe der frischen Fette ist gelb oder grünlich-gelb. Durch Oxydation gellt dieselbe in eine rötlich-braune über. Die Consistenz der Fette ist eine sehr verschiedene. Fische und Seehunde enthalten flüssige Fette,—die Tiere des Festlandes feste, obgleich unter ersteren das innere Fett des Störs feste, unter letzteren das Fett des Murmeltiers und des grauen Hasen— flüssige Consistenz besitzt. Das Fett verschiedener Individuen einer und derselben Art bietet in dieser Hinsicht oft bedeutende Unterschiede. Bei dem Menschen unterscheidet sich das Fett von Kindern scharf von demjenigen Erwachsener: ersteres ist bei weitem härter und liefert kleinere Jodzahlen; die unlöslichen Fettsäuren besitzen einen höheren Schmelzpunkt. Fast bei allen Tieren hat das innere Fett (Nierenfett) festere Consistenz als das subcutane. Der grösste Teil der vom Autor untersuchten Fette enthielt 95—96% unlöslicher Fettsäuren (als Ausnahme enthält das Fett des Pferdes 94,5%. dasjenige des Seehundes 94,2% solcher). Der Schmelzpunkt der unlöslichen Fettsäuren zeigt annähernd den Gthalt des Fettes an festen und flüssigen Glyceriden an. Genauer wird derselbe durch Behandlung des Fettes mit Bleisalzen (nach Kremel’s Verfahren) bestimmt. Bei der Verseifung sämmtlicher Fette wird eine durchsichtige Seifenlösung ohne die geringste Spur unlöslicher Stoffe erhalten. Manche Fette gaben eine Seifenlösung von der Farbe des resp. Fettes; bei anderen war dieselbe anfangs gelblich-orangefarben oder orangefarben, später bräunlich oder braun. Die Fettsäuren sind meist von derselben Farbe wie die Fette, aus denen sie ausgeschieden wurden: bei der Oxydation an der Luft bräunen sich dieselben.
Nach der Grösse der erhaltenen Jodzahlen teilt der Autor die untersuchten Fette in zwei Gruppen ein: 1) die Fette mit Jodzahlen unter 86,20 (die theoretische Jodzahl für das Olein) und 2) die Fette mit Jodzahlen über 80,20.
Zu der eisten Gruppe gehört das Fett des Menschen, der Huftiere, des Hundes, der Katze, des Wolfs, des Bären u. a.; zu der zweiten — das Fett des Dachses, des Fuchses, des Hasen, der Fische, des Seehundes. Die Fette dieser Gruppe binden mehr Jod als reines Olein, folglich enthalten sie mehr ungesättigte Säuren als die Oleinsäure.
Die Fette der ersten Gruppe oxydiren sich langsam; diejenigen der zweiten rasch und in hohem Grade; dieselben trocknen aus. Der Autor behauptet als erster das Austrocknen gewisser tierischer Fette festgestellt zu haben. Er machte es sich zur Aufgabe die Säure, welche das Austrocknen in diesen Fetten veranlasst und mehr Jod als die Oleinsäure bindet, auszuscheiden. Da ihm der Versuch, deren Bleisalze darzustellen und zu analysiren, mislang, wandte er Frof. A. Saytzeff s Verfahren (Journ. der russ. phys.-chem. Gesell. 1885) —Oxydation der aus dem Fette ausgeschiedenen Säuren durch übermangansaures Kali in alkalischer Lösung—an, Bei einer solchen Behandlung der Fettsäuren aus dem Fette von Hasen, Füchsen, Seehunden, Welsen, Stören,
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