﻿BIBLIOGRAPHIE.
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werden die früher stattgehabten Verluste ersetzt und am 9-ten—10-ten Tage stellt sich das Stickstoffgleichgewicht wieder her. Die normale Stickstoffmenge für eine Wöchnerin festznstellen, ist unmöglich, da dieselbe von den individualen Eigenschaften abhängt. Die Zahl der früheren Gehurten übt auf den Verlauf der Stickstoffmetamorphose keinen merklichen Einfluss aus. Desgleichen auch eine nicht lange dauernde Temperaturerhöhung unter 39° C. Dauernde oder einmalige starke (bis 40°) Temperaturerhöhung sowie auch durch Aufnahme von Infectionskeimen in den Organismus bedingte Temperaturerhöhungen verlangsamen die Herstellung des Gleichgewichts, vergrössern somit den A erlust an Stickstoff seitens des Organismus.
Das Stillen beeinflusst den Stickstoffumsatz nicht merklich.
Was den Stickstoffumsatz in den letzten Tagen der Gravidität anbetrifft, so verläuft derselbe nicht bei allen Frauen auf gleiche Weise: bei Primiparen geht er fast ebenso wie bei gesunden Frauen vor sich, d. h. nahezu in der Gleichgewichtsnorm. Bei Multiparen wird bis zum Ende der Gravidität Stickstoffgleichgewicht nicht beobachtet: die Assimilationsprocesse (im Sinne der Absorption) überwiegen die Zersetzuugsprocesse, infolgedessen ein grosser Teil des assimilirten Stickstoffs im Organismus zurückgehalten wird. In quantitiver Beziehung (im Sinne dieser oder jener mit dem Urin ausgeschiedenen Zer-setzungsproducte) verläuft der Stickstoffumsatz bei graviden Frauen ganz eben-s a wie bei gesunden.
Der letzte Tag der Gravidität unterscheidet sich scharf von den vorhergehenden in der Hinsicht, dass der Organismus weit mehr Stickstoff zurückhält. Am klarsten tritt dies bei Primiparen zum Vorschein, bei denen an den vorhergegangenen Tagen der Stickstoffumsatz beinahe in der Gleichgewichtsnorm sich befand.
Botkin, Eugen. Zur Frage nach dem Einfluss der Albumosen und Peptone auf gewisse Functionen des tierischen Organismus. Inaug.-Dissert— zur Erlangung der Würde eines Doct.-rued. St.-Petersburg, 1893. Kn Bonpocy o B.iiuHiiJ ajiöyM03'L n neuxoHa Ha hPkotoplhi ({lyiirpin jKHBOTiiaro oprariH3Ma.
Verfasser beobachtete hauptsächlich diejenigen Veränderungen, welche durch nicht tätliche Mengen genannter Körper im Organismus des Kaninchens hervorgerufen werden. Die Albumosen und Peptone wurden durch künstliche Verdauung von Schweineblutfibrin dargestellt. Verf. gelangt zu dem Schluss, dass mittels subcutaner Injection in den tierischen Organismus eiugeführte reine Peptone und Albumosen, auch Baryt-Albumose, Temperaturerhöhung und Verminderung der weissen Blutkörperchen verursachen. Nur in 1 Falle unter 13 wurde Leukocytose nicht beobachtet. In allen Fällen gab die Peptonreac-tion positive Resultate. Verf. stimmt denjenigen Autoren bei, die Peptmie und Albumosen für giftig halten.
Gutnikoff, Z. Materialien zur Lehre von der chemischen Constitution des menschlichen Gehirns. Inaug.-Dissert. zur Erlangung der Würde eines Dr. med. Charkoff. 1893.
Verfasser bestimmte den Wasser-, Phosphor-, Stickstoff- und Schwefel-