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Im weiteren stellte der Autor sich die Aufgabe, zu erforschen in welchen Formen der Phosphor vom Organismus starker zurückgehalten und in welchen er leichter verausgabt wird. Alle seine Versuche führte der Autor an Hunden aus, da sich bei diesen Tieren jeder äussere Einfluss im Organismus schärfer kundgiebt und dieselben dem Hungertode länger widerstehen. Es wurden Tiere eines und desselben Geschlechts und beinahe derselben Passe genommen. Das beständige Gewicht eines jeden Tieres wurde festgestellt, indem es eine bestimmte Quantität Nahrung erhielt. Nachdem alles Blut ausgeflossen war, wur- * den die Gefässe mit 4% Zuckerlösung ausgewaschen, um alles Blut aus den Organen zu entfernen, wonach die zu weiteren Untersuchungen nötigen inneren Organe herausgenommen und behufs Bestimmung des festen Rests abgewogene Portionen von allen abgetrennt wurden. Danach wurden die Organe getrocknet und zu Pulver verrieben. In abgewogenen Porzionen des Pulvers der Organe und des getrockneten Blutes bestimmte man: 1) die Menge der P.,0. in der unveränderten Substanz; 2) die Menge der P20, als anorganische Substanz und Eiweissssoff in dem nach Behandlung mit Alkohol und" Aether	j
erhaltenen Rüskstand; 3) die Menge der P20. als Eiweissstoff in dem nach der Behandlung mit Alkohol, Aether und Wasser erhaltenen Rückstand. Die Menge der P,0: in Gestalt anorganischer und Eiweissstoffverbindungen von der Gesammtmenge der P205 in der unveränderten Substanz abziehend, erhält man die als Lecithin vorhandene P,0- .
Von der Menge der als anorganische Verbindung und als Eiweissstoff vorhandenen P205 diese letztere abziehend, erhält man die Menge der anorganischen Phosphorsäure.	<
Die Bestimmung der IT 0. führte der Autor mittels Titriren mit essigsaurem Uran aus, wobei das phosphorsaure Eisen, welches durch Titriren nicht bestimmt werden kann, besonders gewogen wurde.
Die Versuche zeigten, dass, je höher das Gewicht des Tieres ist, desto länger es hungern kann, ehe es zu Grunde geht, und desto grösser dessen Gewichtsverlust ist. Bei hungernden Hunden ist die Menge der festen Substanzen in der Leber, dem Herzen, den Nieren und dem Blut fast dieselbe wie unter normalen Lebensbedingungen; in den Muskeln und der Magenschleimhaut verringert, im Gehirn, den Lungen und der Milz erhöht. Der Procentgehalt der mit Alkohol und Aether aus der Leber und den Nieren hungernder Hunde extrahirten Extractivstoffe ist bedeutend erhöht: dasselbe gilt von den Muskeln, dem Gehirn, den Lungen, der Schleimhaut des Magens und des Darms, doch in geringerem Maasse; der Procentgehalt der Extracfiv-stoffe aus dem Herzen bleibt beinahe unverändert, aus der Milz Et er vermindert.
Der Procentgehalt der mit Wasser aus den Organen und Geweben hum gerader Hunde extrahirten Stoffe .ist vermindert, mit Ausnahme derjenigen aus den Nieren, welche einen grösseren Procentgehalt an Extractivstoffen abgeben.
Die oben erwähnten Ihatsachen benutzte der Autor zur Berechnung des Procentgehalts des Phosphors in dessen drei Formen. Aus diesen Thatsachen erhellt, dass die Topographie des Phosphors in dem hungernden Organismus dieselbe bleibt wie im dem normalen, mit Ausnahme der Nieren und Lungen.