﻿ÜIBLIOGRAPHÎ fe-
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Phenylendiamin und Soda vorstellt, an. Um den Luftzutritt zu den zur Reaction genommenen Flüssigkeiten auszuscliliessen, bedeckte der Autor die Mischung mit einer dicken Schicht frisch aufgekochten Oels. Ferner benutzte der Autor ein Gemenge aus m-Toluidin und p-Phenilendiamin ebenfalls in schwachalkalischer Flüssigkeit. Die Reaction auf Hämatoxylin und weisses Indigo wandte der Autor in einigen Fällen zwar an, fand dieselbe aber umständlich und unbequem. Die Versuche zur Erforschung der Verbreitung der Oxydasen im tierischen Organismus wurden folgendermaassen ausgeführt: das Tier wurde mittels Durchschneidung der Blutgefässe entblutet und durch letztere physiologische Kochsalzlosung durchgeleitet. Nachdem das Blut bis zu einem gewissen Grade abgewaschen war, wurde das Tier geöffnet, die verschiedene Organe wurden herausgenommen und aus diesen wässerige Extracte bereitet. Aus den Ueberresten dieser Organe bereitete man solche mit Hilfe von 6 °/0 Chlorammonium. Die wässerigen Extracte enthielten die albuminhaltigen Bestandteile, die Chlorammoniumextracte —die Globuline. Sowohl diese Extracte als auch die Reste (das Stroma der Organe) wurden mittels einiger Reagentien auf die Oxydasen untersucht. Es erwies sich dabei, dass das Stroma der Organe niemals eine Reaction auf Oxydasen giebt; diese befinden sich nur in dem albumin- und globulinhaltigen Teil des Protoplasma und sind in den verschiedenen Organen ungleichmässig verteilt. Deutliche Reaction auf Oxydasen gaben: die Lungen, die Milz, die Ohrspeicheldrüse, die Milchdrüse und das Blut. Der Autor bemerkt, dass bei dem Kaninchen Oxydasen nicht in der Ohrspeicheldrüse, wie bei dem Hunde, sondern in der Submaxillardrüse gefunden werden. Von dem Satze ausgehend, dass blutreiche Organe reicher an Oxydasen sind, neigt der Autor der Ansicht zu, dass in vielen Fällen nicht die Organe selbst sondern das Blut die Quelle der Oxydasen, die in denselben gefunden werden, vorstellen. Bei sehr sorgfältigem Abwaschen des Bluts erwiesen sich Oxydasen dennoch in dem Protoplasma der Ohrspeicheldrüse des Hundes und des Ochsen, der Submaxillardrüse des Kaninchens und in den Milchdrüsen. Näher untersuchte der Autor die Ohrspeicheldrüse. Als Material dienten ihm die Ohrspeicheldrüsen eines frischgeschlachteten Ochsen. Es erwies sich dabei, dass die Oxydase dieser Drüse vollständig in eine 6—8% Chlorammoniumoder Chlornatriumlösung übergeht. Durch fractionnirte Fällung mit Ammoniumsulfat nach Pick’s Verfahren kann die Oxydase gereinigt werden; bei schwachsaurer, neutraler oder schwachalkalischer Reaction wird dieselbe weder von Natriumsulfat noch von Magnesiumsulfat gefällt. Eine möglichst reine Oxy-daselösung gab alle Reactionen des Albumins, auf Grund dessen der Autor die Oxydase für einen Eiweisskörper hält. Ausschliessliche Löslichkeit in Salzlösungen, Gerinnung bei 60°—70% C. weisen darauf hin, dass dieselbe ein Globulin ist. Im weiteren erwies es sich, dass längere Einwirkung 80°—85° Alkohols die Wirksamkeit der Oxydase schwächt, endlich ganz aufhebt. Letzere dringt sogar nach monatelangem Stehen nicht durch tierische Membranen. In vitro ausgeführte Versuche haben gezeigt, dass die Oxydase des Speichels Wasserstoffhyperoxyd zersetzt und in schwachalkalischer Flüssigkeit die Oxydirbarkeit des Formaldehyds zu Ameisensäure um das Dreifache verstärkt. Der Autor fand, dass die Oxydase positive Chemiotaxis besitzt und an der Stelle, wo sie sich zeigt, starke Leukocytose hervorruft.