﻿I. M. SETS' TIE NO W.
In Ludwig’s Laboratorium erbautu or oino Pumpe mit orueubarem Vacuum zum Auspumpon d<T Gaso aus dom Pluto und stollto mit dorsolben Versuche an. Dieso Arbeit machte Setseh onow's Namen bekannt, und das von ihm aufgestellto Princip wurde die Grundlage aller bis jetzt bekannten Apparate dieser Art. Aus Helmholtz's Laboratorium stammt Sotschenow's Arbeit <Ueber die Fluorescenz der Augennn'dien>.
Im Jahre 1860 kehrt«' Setscheuow aus dem Ausland«' zurück, verteidigte an der medico-chirurgiscln'ii Academie zu IVtersburg sein«* Inauguraldissertation: «Materialien zur künftigen Physiologie des acuten Alkoholismus>. worauf er als Adjunctprofessor an den Lehrstuhl der Physiologie dortselbst berufen wurde. An der medico-chirurgischen Academie blieb Prof. Setscheuow bis zum Jahre 1870, in welch «un er, schon als Professor ord., infolge einer Meinungs-verschiedenheit mit der Mehrheit d«T Conferenzmitglieder in Bezug auf die Besetzung des Lehrstuhls der Zoologie, wozu von ihm Prof. Metsclmikoff vorgeschlagen wurde, seine Professur dort niederlegte. In demselben Jahre wurde Setscheuow als Professor der Physiologie an die Universität zu Odessa berufen, wo er bis zum Jahre 1876 blieb. Danach ging er. dem Hufe der phy-siko-mathematischen Fakultät folgend, wieder nach Petersburg, nun aber als Professor an der Universität. Im Jahre 1888 verliess Prof. Setscheuow die Petersburger Universität. Bald darauf trat er als Privatdocent an der moskauer Universität ein. wo er im Jahre 1891, nach Prof. Schoromotiewskrs Tode, an dessen Stelle zum Professor der Physiologie an der medicinischmi Facultät ernannt wurde. Im Jahr«* 1901 nahm Prof. Setscheuow seinen definitiven Abschied, fuhr jedoch fort privatim im Laboratorium zu arbeiten.
Trotz seiner 76 Jahre und einiger mit einem so holrnn Alter unvermeidlich verknüpften Abnahme der physischen Kräfte hatte Prof. Setscheuow bis zum Lebensende seine volle Geistesfrisclm bewahrt, und noch kurz vor der Krankheit, die ihn hinraffen sollt«1, beschäftigt«; er sich mit Vorbereitungen zu einer neuen wissenschaftlichen Arbeit. Fine zufällig«* Krankheit—Prmumonia cruposa—brach nach andorthalb-wöchentliclmm Kampfe die Lebenskraft «les stark«*n Organismus, und führte das Ende dieses h(T\orrag«*ndeii Mannes herbei. der sein ganzes Leben dem Dienste der Missen sc ha ft und der Kulturerhöhung seines Vaterlandes geweiht hatte.
den Resultaten der
w i s s en sch aft li ch on Th ä t i gkei t
des Verstorbene]]
Von
zeugt am beredsamsten das unten angeführte Verzeichniss seiner Arbeiten, d«*n«*n er einen ehrenvollen Ruf bei den Fachgenossen verdankte. Seine Popularität dagegen in weiteren Kreisen der russischen gebildeten Gesellschaft erklärt sich durch die Bedeutung, die <*r für das Kulturlehen seines Landes gehabt hat.
Nachdem Sotschenow im Jahre 1860 den Lehrstuhl, mit allen Waffen des damaligen Wissens ausgerüstet, betreten hatte, wurde er in Russland der erste Verkündiger und unermüdliche Verfechter der Richtung in der Physiologie, welche seine berühmten Lehrer,—Helmholtz, Du-Rois-Reymond, Lud-
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