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NOTIZEN ÜBER DIE BILDUNG DES KNOCHENGEWEBES.
Knochenbildung dienen sollte, geschah dergestalt, dass eine successive Reihe von Altersstufen und eine Längendifferenz der Embryonen und jungen Individuen von 2—3 ctm. sich ergeben sollte. Ein solches Material erwies sich zwar sehr wertvoll für das Studium der allmäligen Bildung des Knochens als Organ, war aber ganz überflüssig für die Erforschung der feineren morphologischen Veränderungen bei der BilduDg der Knochensubstanz als Gewebe. Alle von mir weiter anzuführenden Thatsachen können ebenso gut an irgend einem Tier beobachtet werden, mit Ausnahme des Axolotl, bei dem einige-Momente so zu sagen ausfallen; wenigstens ist es mir nicht gelungen sie bei diesem niederen Wirbeltier zu beobachten. Was die Altersstufen anbe-langt, so kann man, ohne auf die Länge des Tieres zu achten, mit Knochen vom Moment der ersten Spur von Verknöcherung in der Knorpelanlage bis zur Bildung der primordialen Knochenmarkhöhle sich begnügen, da im Fall, dass ein Unterschied in den Erscheinungen im weiteren sich auch zeigen sollte, derselbe nur ein quantitativer nicht aber qualitativer sein kann. Eine Ausnahme bildet natürlich der Fall, wenn Beobachtungen an dem intersticiellen Wachstum eines schon ausgebildeten Knochens mit ganz gesonderten Kanalsystemen und Lamellen in dessen compacter Substanz angestellt werden. Hierzu eignen sich am besten Knochen junger Tiere in dem Lebensalter, wenn diese schon die Fähigkeit erlangt haben alle möglichen selbständigen Bewegungen auszuführen. Die Auswahl des Materials bietet somit keinerlei Schwierigkeiten. Viel wichtiger ist die Wahl einer zweckmässigen Behandlung desselben.
In Bezug auf die verschiedenen Behandlungsmethoden sei Folgendes erwähnt. Zum Fixiren benutzte ich Alkohol, Formalin, Osmiumsäure, Picrinsäure, Sublimat nach M. Heidenhein's Methode, Flemming’sche und Hermann’sche Flüssigkeit; zum Färben — verschiedene Combinationen von Alauncarmin, Safranin, Thionin, Picrinsäure, bleu de Lyon und das Caleja’sche Gemisch aus Picrinsäure und Indigocarmin. Zur Aufdeckung der feineren Structur der Knochen an decalcinirten Präparaten finde ich aber besonders geeignet die Entkalkung und Fixation mittels Picrinsäure nebst nachheriger Behandlung nach Wolters, Methode, die von ihm zur electiven Färbung des elastischen Gewebes vorgeschlagen wurde. Auf Grund vieljähriger Erfahrung darf ich wohl behaupten, dass diese Methode für den Zweck, den der Autor im Auge gehabt hatte, seine Erwartung zwar nicht gerechtfertigt hat, für die Erforschung des leimgebenden Gewebes, des Knorpels und des Knochens aber sehr schöne und genaue Bilder liefert, die lebhaft an gute, feine Stahlstiche erinnern. Da diese Methode auf der Bildung von Hämatoxylinlack mit Chlorvanadium sich gründet, so muss die nachfolgende Differencirung durch Eisensesquichlorid besonders aufmerksam unter der Controlle des Mikroscops ausgeführt werden. Somit hängt das Gelingen oder Nichtgelingen des Präparats nicht mehr von der Methode sondern in jedem einzelnen Fall gänzlich von der Geschicklichkeit des Experimentators ab. Unter den andern Entkalkungsmethoden verdient Behandlung mit Salpetersäure und Floroglucin den Vorzug, da nach einer solchen alle combinirten Färbungen ausgezeichnete Resultate liefern, jedenfalls viel bessere als bei Benutzung anderer Lösungsmittel des Kalks.
Unzweifelhaft erfordert die Lösung vieler mit der Knochenbilduns: ver-