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NOTIZEN ÜBER DIE BILDUNG DES KNOCHENGEWEBES.
chenzellenelementen sich verwandelt haben, in Wirklichkeit wenig beständig sind, ihrerseits verschwinden und dadurch der Grundsubstanz mehr kaum geben, welch letztere in gegebenen Momenten vom Organismus als Stützgewebe am meisten gefordert wird. Wo bleibt also die grösste Anzahl^ dei Osteoblasten und was ist ihr weiteres Schicksal in dem neugebildeten Knochen?
Eine befriedigende Antwort auf diese Fragen giebt das Studium sehr dünner Schnitte eines mittels Picrinsäure decalcinirten, dann nach Wolters Methode behandelten Knochens, wenn die Differencirung gut ausgefallen ist. Dabei ist es vorteilhafter vergleichungsweise in Wasser und in Canadabalsam eingeschlossene Präparate zu beobachten, um gleichzeitig den Vorteil, den die am meisten aufgehellten Objecte der im Balsam eingeschlossenen Präpaiate, und denjenigen, den die scharten Umrisse der im schwach lichtbrechenden Medium befindlichen bieten, auszunutzen. Eine derartige Anordnung der Beobachtung gestattet bei Betrachtung solcher Stellen der osteogenen Schicht, wo die Elemente nicht gar zu eng aneinander liegen, bei Oelimmersion sicli zu überzeugen, dass die Osteoblasten, die bei flüchtigem Ueberblick ganz identisch scheinen, in Wirklichkeit sehr klar ausgedrückte morphologische Unterscheidungsmerkmale besitzen.
Die einen, und zwar die meisten, haben das Aussehen grosser cylindri-scber Zellen, die mit der untenliegenden Substanz des jungen Knochens innig verwachsen sind und in dieselbe übergehen, ohne dass ein Grenze bemerkbar wäre. Die ziemlich grossen runden oder ovalen Kerne solcher Zellen befinden sich am distalen Ende der Protoplasmamasse, deren proximaler Teil in der Richtung der Knochengrundsubstanz sehr zarte feine Längsstreifung und äusserst kleine Körnchen zwischen den einzelnen Strichen zeigt. An gelungenen Präparaten können Stellen beobachtet werden, wo diese Streifung in Bündel feinster Fibrillen zerfällt, welche gleichsam in die untenliegende Knochensubstanz hineinwachsen. Diese Erscheinung ist natürlich nur eine illusionnäre: die feinen, zarten Fibrillen können in die ziemlich feste Grundsubstanz nicht hineinwachsen; offenbar haben sie im Protoplasma dieser Zellen sich in situ entwickelt und werden nach und nach von dem osteogenen Process seitens der nächstfolgenden Reihe der Osteoblasten, die sich entwickeln sollen, ergriffen. Dass dem wirklich so ist, beweisen die nach Wolters hergestellten Präparate, an denen häufig die fibrilläre Structur der Grundsubstanz sehr deutlich zu erkennen ist, wobei die Fibrillen, die sich in den Zellen der osteogenen Schicht gebildet haben, nicht selten recht tief im neugebildeten Knochen verfolgt wrerden können.
Nicht alle Zellen dieses Typus haben ein solches Aussehen, wie eben beschrieben wurde; man begegnet einer nicht geringen Anzahl schmalerer Zellen mit langgezogenen central liegenden Kernen, wobei das Protoplasma nicht nur mit dem "unten liegenden Knochen verwachsen erscheint, sondern auch in der distalen Richtung einen mehr oder weniger langen Fortsatz aussendet, der sich allmälig verjüngt und zwischen den hier in Menge vorhandenen Zellenelementen der inneren Schicht des Periosteums ausbreitet. Neben diesen Zellen begegnet man auch solchen, in welchen das Protoplasma gar nicht mehr zu "unterscheiden ist. Der ganze schmale, langgezogene Körper einer