﻿NOTIZEN ÜBER DIE BILDUNG DES KNOCHENGEWEBES.
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(die Fibroblasten werden kleiner) und erarbeiten in ihrem Innern eine Art Zellenorgan, auf welches im Jahre 1902 zuerst Askanazy (Centralbl. für allg. Pathol. Bd. XIII, M 10), Sacerdotti und Frattin (Sulla struttura degli osteo-blasti, Anatomischer Anzeiger, Bd. XXII, M 1) hinwiesen und Vacuolen nannten. Sacerdotti und Frattin nennen es übrigen so mit dem Vorbehalt, dass dieses Gebilde eine wirkliche Vacuole nicht genannt werden könne, da sie das Vorhandensein einer Höhlung, die irgend eine andre Substanz enthält, nicht nachweisen konnten. Msn könnte eher sagen, dass ein solches Gebilde seine Entstehung einer kugelförmigen Porzion des Cytoplasma verdanke, welche keine durch Hämatoxylin tingirbare oder überhaupt keine basophile Substanz enthält (In realtà pero non possiamo dire che tratti di un vero vacuolo, perché non abbiamo potuto dimostrare di essere di fronte ad una escavazione, contente una qualunque sostanza: piuttosto tal apparenza si puö dire dovuta ad una porzione sferica di citoplasma, nella quale non esistono quelle sostanze che si colorana con l’ematossilina). Die Entdeckung der erwähnten Autoren ist vom biologischen Standpunkte aus eine sehr wertvolle. Dieselbe liefert ein neues Beispiel der sehr entwickelten Fähigkeit der Bindegewebszellen hochdifferen-cirte deutoplasmatische Einschliessungen zu architectonischen Zwecken in ihrem Innern auszuarbeiten, obgleich es weder den genannten Autoren noch mir leider bisher gelungen ist, die chemische Natur dieser rätselhaften Substanz zu ergründen. Auf Grund von Kossa’s Methode mit Höllenstein und Grandis7 & Mainini’s mit Purpurin geben Sacerdotti und Frattin das Vorhandensein von Kalksalzen in erwähnter Substanz nicht zu. Mir ist es auch nicht gelungen an Präparaten, die einer anderen Färbung unterwarfen wurden, solche zu constatiren, obgleich dieses V erfahren, welches ich weiter unten beschreiben werde, sehr deutlich sogar minimale Quantitäten kalkhaltiger Substanzen in gewissen anderen Zellen desselben Präparats aufdeckt. Somit muss Production von Kalksalzen in den Vacuolen vorderhand abgeleugnet werden, wenn man von der Möglichkeit absieht, dass der Kalk mit der organischen Substanz in so enger chemischer Verbindung auftritt, dass unsre Färbungsmethoden denselben nicht aufzudecken vermögen.	T •
Andererseits lässt die mikrochemische Reaction auf Phosphoi nach Lilienfeld & Monti’s Verfahren (Arch, italiennes de biologie, 1893) die sowohl in den Versuchen genannter Autoren als in den meinigen gleichfalls negatn e Resultate ergab, denken, dass die Vacuolen an dieser chemischen Thätigkei keinen Anteil haben. Doch Hess dieselbe Reaction die italienischen F01 scher erkennen und gab mir Gelegenheit in meinen Versuchen zu beobachten, dass das basophile Cytoplasma der Osteoblasten ausserordentlich reich an Phosp 101 ist, und zwar im Vergleich zu den anderen am Aufbau des Knochengewebes teilnehmenden Elementen so reich, dass es kein grosser Irrtum sein dürite, dasselbe für die Hauptquelle der Bildung dieser Substanz bei dei Knoc hen-
production zu halten.	T	,
Zu der morphologischen Charakteristik der Vacuolen kann man noch hinzufügen, dass dieselben von dem sie umgebenden Cytoplasma meist nicht scharf abgegrenzt sind. Nicht selten begegnet man aber auch solchen, deren Peripherie durch eine feine, doch deutliche und glatte Lime gekennzeichnet