﻿NOTIZEN ÜBER DIE BILDUNG DES KNOCHENGEWEBES.
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Bafranin ebenso	scharf	gefärbt haben, ist die rote Farbe	in	diesen Schichten vorherrschend. Das	ist der Grund, weshalb bei kleinen	oder mittleren
Vergrösserungen das mikroscopische Bild so verchieden erscheint. Der morphologische Charakter der Zellen dieser intersticiellen Schicht ist nicht überall leicht zu erkennen, aber an gut ausgefallenen Stellen kann man sehen, dass nicht alle die gleiche Form haben. Es giebt unregelmässig polyedre Zellen ohne Fortsätze, diesen ähnliche Zellen mit wenigen kurzen Ausläufern, endlich reichlich. verästelte Zellen. Diese letzteren verdienen meiner Ansicht nach besondere Aufmerksamkeit. Sie unterscheiden sich merklich von den gewöhnlichen, den Kürbisssamen ähnlichen, reifen Knochenzellen. Ihr umfangreicherer Körper sendet nach allen Seiten hin lange Fortsätze aus, die eine etwas erweiterte Basis haben. Abgrenzung des Protoplasma in irgend einer Kapsel'oder Höhlung ist nicht zu bemerken; das Protoplasma ist in seiner Gesammtheit	stark rot gefärbt und zwar weit intensiver	als	die Kerne in
den Zellen der	grünen	Zonen. Bei Oelimmersion zerfällt	die	einheitlich ge-
färbte Fläche in ein Häufchen grösserer oder kleinerer Körnchen, die electiv die; Basalfarbe angenommen haben und sowohl im Protoplasma selbst als in den Fortsätzen bis an die Spitze sich dicht gedrängt verteilen.
An .Präparaten,' die nach der erwähnten Methode bereitet werden, gelingt es nicht, solche Zellen von ihrer Entstehung an und während ihrer ailmäligen .Veränderungen Schritt für Schritt zu verfolgen, was zum Teil von der Massenhaftigkeit der Elemente und vielleicht nicht weniger von der Unvollkommenheit der Behandlungsweise abhängt. Ich habe aber Gelegenheit gehabt unzweifelhaft zweikernige Zellen, degenerative Veränderungen in einzelnen Kernen und Abnahme der allgemeinen Masse des Zellkörpers zu beobachten. Die erste dieser Beobachtungen zeugt für die Möglichkeit eines Vermehrucgsprocesses, die zwei andern dagegen nähern das Schicksal dieser Zellen demjenigen,, welches wir unter günstigeren Untersuchungsbedingungen an.den grobkörnigen Zellen des äusseren periostalen Cambiums studirt haben. Wird, ein Weiteres Studium dieser und jener Elemente die Analogie in volle Identität verwandeln, so werden wir berechtigt sein, von einem inneren interstitiellen Cambium zu reden, indem wir darunter die Zwischenschichten aus osteoidem Gewebe von embryonalem Typus zwischen den hochdifferencirten Schichten des lamellösen Knochens verstehen. Einige Begründung findet eine solche Hoffnung darin, dass in ebenso behandelten Knochen eines erwachsenen Ochsen, wo der Wachstumsprocess als beendet anzusehen ist, solche Zwischenschichten fast ganz verschwunden sind und basale grobkörnige Zellen zwar angetroffen werden, doch nur einzeln oder in kleinen Gruppen.
Als fernerer Beweis für die architectonische Bedeutung der hier verlaufenden Processe kann auch noch der Umstand dienen, dass auch im jungen Knochen, z; B. beim Kalbe, Bildung sog. perforirender Sharpey’scher Fasern beobachtet werden können, obgleich in dieser Periode noch in sehr geringer Menge. Offenbar sind dieselben mit dieser bildenden Schicht durch erweiterte Basen ihrer Bündel topographisch verbunden und gehen von dort aus, sich allmälig verjüngend, nach beiden Seiten auseinander, indem sie in die vollkommen entwickelten intersticiellen Lamellen hineindringen. - Obgleich es mir