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EINFLUSS DES SCHLANGENGIFTES AUF DEN STOFFWECHSEL.
liabko angestellte Probe versuche hatten gezeigt, dass das Gift im Laufe dieser Zeit in seiner Wirkung auf Tiere sich wenig verändert hatte. Das Gift, welches durch Bisse der Schlangen in Watte erhalten wurde, war die ganze Zeit über in trockner Gestalt in Fläschchen mit angeriebenem Stöpsel aufbewahrt worden. Nach Dr. Feoktistoff’s Angaben berechnet, entsprechen 0,094 Gewicht Watte mit dem Gift 0,06—frischen Giftes. Diese Thatsachen benutzend, nahm ich eine genau abgewogene Quantität Watte mit dem Gifte und übergoss sie mit einer bestimmten Menge destillirten Wassers, je nach dem gewünschten Procentgehalt an Gift. Solche Giftlösungen bereitete ich in sehr geringen Quantitäten, etwa zu 2—3 Injectionen: ich vermied es das Gift längere Zeit in Lösung aufzubewahren. Nachdem das Gift sich aufgelöst hatte, wurde die Watte gut ausgedrückt, getrocknet und gewogen; die Gewichtsdifferenz der trocknen Watte vor und nach der Auflösung des Giftes in Wasser zeigte noch genauer die Quantität des in die Lösung übergegangenen trocknen Giftes an und liess dieselbe auf die Quantität des frischen Giftes beziehen. 0,003 dieses letzteren entsprechen 0,001 des trocknen Giftes f).
Meine "Versuche führte ich zuerst an hungernden Tieren (Hunden) aus. Diese von den meisten Fxperimentatoren angewandte Methode ist am Anfang dei Albeit vorteilhaft, wenn es wünschenwert ist die Resultate, welche die unternommene Arbeit liefern kann, aufzuklären. Bei Anwendung dieser Methode ist es nicht nötig Zeit zu verlieren, um beim Tier das Stickstoffgleich-gevicht herzustellen, wie auch die Nahrung, welche das Tier erhält und die Excremente, die es ausscheidet, zu analysiren. Ausserdem gestattet diese Methode. dem Tiere dreist grössere Giftmengen einzuführen, ohne befürchten zu müssen, dass das dadurch erkrankte Tier zu jeder Zeit sich von der Nahrung abwende odei dieselbe durch Erbrechen ausscheide. Zu den V orteilen dieser Methode daif auch der Umstand gerechnet werden, dass, der Erfahrung vieler Experimentatoren gemäss, das hungernde Tier schon vom 4-ten oder 5-ten Tage der Hungerperiode an beginnt gleiche Stickstoffmengen auszuscheiden. Ich nahm gesunde Hunde, welche nach verhergegangenem Mästen die ganze Beobachtungsperiode, d. h. 13—19 Tage lang, hungern gelassen wurden. Der Urin wurde gewöhnlich mittels des Katheters gesammelt, wonach man die Blase mit 3%-iger Borsäurelösung ausspülte und diese Flüssigkeit zu dem gesammelten Harn schlug. In den meisten Fällen brauchte man die Hunde nur einmal in 24 Stunden am Morgen zu katheterisiren, worauf das Tier gewogen und dessen Temperatur in recto gemessen wurde. Die Bestimmung des Stickstoffs und der Po0, der Urins begann ich meist vom °-ten Hungertage an und injicirte am 5-7-ten Tage, wenn gleichmässige Stickstoffausscheidung sich schon eingestellt hatte, eine gewisse Menge Schlangengift
Die Bestimmung des Gesammtstickstoffs des Urins wurde nach Kjeldahl-Wilfart s, der Stickstoff des Harnstoffs nach Borodin’s Verfahren und der P O nach Koschlakoff’s Lehrbuch ausgeführt.	unaaer l,u4
') Ibid. S. 42.