﻿EINFLUSS DES SCHLANGENGIFTES AUF DEN STOFFWECHSEL.
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Auch in diesem Versuch sehen wir zwei Elevationen der Curve des Stickstoff- und Phosphorzerfalls. Die eine steigt allmälig und erreicht ihre maximale Höhe am 5-ten Tage nach der Einführung des Giftes, die andere, steilere und höhere, am 8-ten Tage.
Die Wirkung des Schlangengiftes auf den Stichstoffumsatz mit der Wirkung der Gifte bacteriellen Ursprungs, z. B. der Producte bac. pyocyanei, coli communis und des Diphtheriegiftes vergleichend, kann man folgende Eigentümlichkeiten der Wirkung des Schlangengiftes hervorheben:
1 ) Im Gegensatz zu den genannten bacteriellen Giften bedingt die Injection von Schlangengift keine merkliche Temperaturerhöhung, folglich kann der erhöhte Zerfall der Eiweisskörper, welchen die Einführung dieses Giftes in den Organismus begleitet, nicht der Wirkung eines fieberhaften Processes (die Temperatur wurde bei den Tieren nur am Morgen gemessen) zugeschrieben werden.
2)	Die grösste Stickstoff- und Phosphormenge im Urin bei der Injection der Producte bac. pyocyanei, coli communis und des Diphtheriegiftes zeigt sich in den meisten Fällen schon am Tage der Injicirung; bei der Einführung von Schlangengift erst am 2—5 Tage (Taf. 5, 6, 7).
3)	Die" Curve des Stickstoff- und Phosphorumsatzes steigt unter der Einwirkung des Schlangengiftes zweimal, giebt zwei Elevationen, wobei die zweite die erste sogar übersteigt. An einigen Curven lässt sich eine Spur der Bildung einer dritten Elevation (Taf. 5 und 7) erkennen. Die Injection baeterieller Gifte bewirkt nur eine Hebung. Natürlich sind auf diesem Gebiete noch weitere Versuche und Beobachtungen vonnöten. Die meinigen hoffe ich fortzusetzen, sobald ein für solche Untersuchungen passender Raum für die Versuchshunde an der tomsker Universität eingerichtet sein wird.