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DÀS GLOBULIN DER MILCË.
keit“ der Flüssigkeit in der Wärme eng mit der Gegenwart von Albumin verknüpft!
Beobachtungen, die sieb seit dem Anfang des vorigen Jahrhunderts vielfach bestätigt haben, zeigten, dass aus den Molken sauer gewordener Milch beim Kochen ein Niederschlag sich ausscheidet, der, wie schon gesagt (p. n. 52), im allgemeinen für einen Rest desselben Caserns angesehen, aber von einigen Autoren Zieger genannt wurde. Von den uns am nächsten stehenden Autoren der letzten Periode sah nur Quevenne (p. n. 58), der als Grundeigenschaft des „Albumins“ oder, richtiger gesagt, der es enthaltenden Flüssigkeiten, Gerinnbarkeit in der Wärme hielt, den zurückgebliebenen Case'in— den Zieger—für einen albuminähnlichen Körper an. Derselben Ansicht war auch Doyère (34 p. 239; 35 p. 602), der ebenfalls annahm, dass die Milch, neben Case'in, Albumin enthält.
Joly’s & Filhohs Worten (82 p. 21) nach, gebrauchte Doyère zur Fällung des Caseins einige Tropfen Essigsäure. 10 grin. Milch mit einer gleichen Menge 40"-igen Alkohols vermischt schied mehr Proteinsubstanz als bei der Fällung mit Essigsäure aus. Den Unterschied in der Quantität sah Doyère für Albumin an! Durch derartige Versuche gewann er die Überzeugung, dass Albumin in jeder Milch, am meisten aber in der Frauenmilch enthalten sei (ib. p. 21).
Im folgenden Jahre erklärten Doyère A Poggiale (36 p. 430) den Unterschied in den Eigenschaften der Stuten-. Esels- und Frauenmilch von denjenigen der Kuhmilch dahin, dass in jenen Milcharten das Albumin das Case'in überwiegt; noch mehr, sie glauben, dass unter normalen Verhältnissen das Albumiu den ausschliesslichen Bestandthe.il der Protemsubstanzen der Milch ausmachen könne (ib. p. 430).
Girardiu (56 p. 406), welcher das Verdienst, das Albumin entdeckt zu haben, Doyère zuschreibt, bestrebte sich (55 p. 753) seinerseits Beweisgründe für dit1 Existenz von Albumin in der Milch zu liefern: er fällte die Molken von spontan sauer gewordener Milch mit Sublimat und erhielt 0,3—0.65°/o eines Niederschlags, den er für Albumin ansah. Quevenne macht diesen Teil des Versuchs Doyère streitig, indem er sich auf die von uns schon früher dargelegten Versuche beruft, fügt aber hier hinzu, dass die Niederschläge in seinen normalen Molken beim Kochen sich nach 12—24 Stunden zeigten (138 p. 95). Zugleich teilt Quevenne mit, dass Mitscherlich ihm schon im J. 1847 die Gegenwart von Albumin in der Milch, aber auf eine etwas andere Weise gezeigt hatte. Quevenne''s Worten nach (ib. p. 96), sättigte Mitscherlich die Milch mit Magnesi u m- oder N at r i u m-sulfat, mit Chloriden oder verschiedenen anderen n e u t r a-len Alkali- oder E r d a 1 k a 1 i s a 1 z e n; dabei entstand in der Milch ein Niederschlag, und das klare Filtrat schied beim Kochen einen Niederschlag aus. der a 1 s B e w e i s für das Vorhandensein von A lbumin in der Milch di e n en ko n n t e! Fügen wir hinzu, dass sowohl Quevenne als Mitscherlich vergessen hatten, dass die Fällung des Caseins (der Milch) gerade in Gegenwart von Magnesiumsulfat und beim Kochen schon längst gebräuchlich war! Nach dem Abfiltriren auch dieses Niederschlags erzeugte Essigsäure beim Kochen stets Niederschläge in dem neuen Filtrat. Der erste auf dem Filter gesammelte Niederschlag löst sich zum Teil in reinem Wasser, zum Teil erst nach dem Zusatz von Salzen auf.
Zum Schluss giebt Quevenne das Vorhandensein von drei Proteinkörpern In der Milch zu : 1—einer „albuminoiden“ Substanz, welche die Eigenschaft besitzt bei der Sättigung der Milch mit Alkali- und Erdalkalizalzen sich niederzuschlagen und zum Teil in 'Wasser lösslieh ist; 2—einer in der Wärme gerinnbaren Substanz, dem eigentlichen Albumin, und 3—des Caseins, welches seit undenklichen Zeiten