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TUS GLORFT.IN DER MILCH.
übrigen eiweissartigen Körpern—Albumin und Globulin bediente de Jager (80 p. 561) sich einer Modification des Hoppe-Seyler’sehen Verfahrens: durch die mit 20 Teilen M asser verdünnte Milch leitet er einen Strom CO,-Gas,. so dass die Milch in fortwährender Bewegung begriffen ist; während dieser Zeit wird voisichtig sein verdünnte Essigsäure bis zur vollständigen Fällung des Caseins zugesetzt, na< h einigen Stunden filtrirt, das Filtrat zum Sieden erhitzt, mitunter mit Zusatz einet Spur Essigsäure, das in Flocken gefällte Eiweiss abfiltrirt, während das Globulin beim Sieden (!) gelöst (?) bleibt, wie durch Magn eiumsulfatfällung in gekochter und
ungekochter Milch erwiesen wurde.	_	.
Auf die Fällbarkeit des Caseins und die Nichtfällbarkeit des Albumins und Globulins durch Kalialaun gründet Schlossmann (153 p. 213) ein neues A erfüllten. 100 cc. Milch werden mit 3—5 Teilen Wasser verdünnt, auf 40° erwärmt, mit 1 cc. conc. Alaunlösung aus einer Bürette versetzt, dann Alaunlösung zu je 0,5 cc. so lange weiter zugesetzt, bis nach kurzer Zeit Coagulation und Abscheidung dci Caseinalaunverbindung stattfindet. Der Niederschlag gewöhnlich grobflockig, bei Frauenmilch feinflockig—wird abfiltrirt und mit Masser gewaschen. Aus demFiltiat wird das Globulin durch Magnesiumsulfat und das Albumin durch 10 cc. Tanninlösung gefällt.
Der Hauptteil der Eiweissstoffe der Kuhmilch lässt sich, meint Stoich (T82 p. 221; 183 p. 119), aus einem Coagulationsfiltrat. welches durch Zusatz von drei A o-1 umteilen concentrirter Natriumsulfatlösung und etwas Hühnereiweiss sowie nachlie-riges Coaguliren bei 100° aus der Milch gewonnen wird, isoliren. Auf diese Art wild, lehrt Storch weiter, mit dem geronnenen (?) Eiw eiss sämtliches Fett, Lactalbumin und Sebeliens Lactoglobin entfernt, die übrigen (?) Eiweissstoffe der Milch bleiben in der Flüssigkeit gelöst. Aus dieser wird nach der Neutralisation durch Zusatz cinci Lösung von Natriumsulfat, Magnesiumsulfat oder Chlornatrium im Ueberschuss eine Êiweisssubstanz a gefällt. Aus dem Filtrat dieser Fällung gewinnt Storch durch Zusatz von viel Essigsäure oder durch Sättigung mit Magnesiumsulfat eine Eiweisb-substanz b. Nach der Ansicht des Verfassers sind die Substanzen a und b in dei Milch zu Caseinogen vereinigt. Uebrigens wird das Casemogen durch verdünnte Säure aus reiner Kuhmilch gefällt.
Ladd (93 p. 286) teilt die Broteide der Milch in die 4 Gruppen: Casein, Albumin. Albumosen und Peptone, ein. Zu ihrer Trennung werden 10 g. Rahm mit 80 ccm. Wasser und mit 3 ccm. gesättigter Alaunlösung versetzt. Nach 10 Min. wird filtrirt und das Casein mit heissem Wasser ausgewaschen. Aus dem Filtrat wird das Albumin durch Kochen ausgeschieden und ebenfalls mit AA assei ausgewaschen.	.
Die Ausfällung des Caseins durch Essigsäure, wie sie bei der Kuhmilch üblich ist, gelingt bei Frauenmilch nicht und zwar, Kobrak s (90 p. 71) Meinung nach, infolge der Gegenwrart von Substanzen, die durch Dialyse entfeint weiden können. Kobrak versetzt deshalb zur Ausfällung des Frauencaseins die durch Centri-fugiren möglichst von Fett befreite Milch mit einem lünftel des Volumens 1 )0 Normalessigsäure und dialysirt 5 Tage gegen täglich gewechseltes Chloroformwasser. Der Niederschlag wird decantirt, filtrirt (ib. p. 73).
Nach Mierisch (114 p. 128), wird Magermilch mit 0,2—0,4% eines freien Alkali versetzt und centrifugirt. Dabei gelingt es die Milch bis auf 0,005% zu entfetten. Aus dieser Milch lässt sich das Casein durch Säuren in fast fettfreiem Zustande fällen.
Darstellung reinen Lactoglobins. Nach allem Gesagten unterliegt keinem Zweifel, dass das Casein ein eben solches Globulin ist wie das Seroglobin; nichtsdestoweniger hat bis jetzt kaum jemand reines und unverändertes,