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ALLGEMEINE SCHLÜSSE.
sie war, desto mehr näherte sich diese Globulinverbindung dem, was von den letztgenannten Autoren „Albumin“ genannt wurde. Je mehr Globulin die Verbindung enthielt und je weniger energisch das Lösungsmittel war, desto ähnlicher war die Lösung dem, was man „Globulin“ nannte. In der Tat tritt der Charakter des Globulins auch in dessen Verbindungen sehr scharf hervor, und je grösser dessen Gehalt in einer Verbindung ist, desto schärfer tun sich in dieser der Grundeigenschaften des Globulins kund. Hierin findet der von vielen Autoren angenommene, auf den ersten Blick befremdliche Übergang des „Globulins“ in „Albumin“ und umgekehrt seine vollständige Erklärung. Hoppe-Seyler, der nicht nur die Bildung von Globulin aus Albumin bei Gegenwart unbedeutender Alkalimengen zugibt (,Y.V 81 — 5 p. 93), beobachtete eine solche auch unter dem Einfluss von Ferrocyankali bei Gegenwart von wenig Essigsäure oder auch von Pancreassaft oder selbst bei Eäulniss (2s p. 424). worin Hermann (25 p. 508) ihm beistimmte. Wenn man davon auch absieht, dass solche, meist zufällige Beobachtungen nicht an „dialysirtem Serum oder Eiweiss-- oder, wie Aronstein und Schmidt sie nennen, „salzfreiem Albumin", wo man annehmen kann, dass das „Globulin“ der Autoren ausgeschieden ist x), angestellt wurden, so lässt sich auch in diesem Falle alles leicht erklären, denn wir schaffen solche Bedingungen. welche ein in Wasser schwer lösliches Präparat erzeugen 1 2).
Die Geschichte des Globulins ist gerade dadurch charakteristisch, dass die Autoren einen Teil des Globulins nach dein andern aus den natürlich vorkommenden Flüssigkeiten ausschieden und in diesen nach und nach ausgeschiedenen Niederschlägen identische Eigenschaften fanden. Andererseits stellt die Geschichte des Globulins im besonderen die Geschichte der Geschicklichkeit dar. mit welcher die Autoren aus den proteinhaltigen 1 Bissigkeiten das, was sie Globulin nannten, ausschieden. Wir haben gesehen, wie sie allmälig. und ohne dass sie es selbst merkten, das ganze Protein der natürlich vorkommenden Flüssigkeiten, folglich alles ..Albumin“ in „Globulin“ überführten, indem sie nur die Darstellungsmethoden des Globulins benutzten (VW 48—60 p. 145—163)1
Was den Übergang des „Globulins“ in ..Albumin" anbetrifft, so haben wir darüber Tatsachen genug angeführt, um uns bei dieser Frage nicht weiter aufzuhalten (VW 48—60 p. 167 u. VW 93 —100 p. 382). Inbezug auf das Fibrin und ähnliche im festen Zustande ausgeschiedenen Präparate könnten wir hier alles das wiederholen. was wir schon in den 10 ersten Abhandlungen und auch in VW 93 —100 p. 334 über die Löslichkeit der ausgeschiedenen Globulinpräparate sagten. Auch Hascbroek's Behauptung (24 p. 353), dass das Fibrin unter der Einwirkung von l°/(l(, Salzsäure in Globulin übergehe, ist nur eine Wiederholung von längst Bekanntem (VW 75—80 p. 180).
Somit ist, wie schon gesagt (VW 93—100 p. 392) das ..Globulin" oder ..G 1 o b i n“ in Verbindung mit dem Worte, welches die Herkunft des „Globulins"
1 ) Wir sehen ah von den Behauptungen der Autoren über die Bildung von Globulin in Flüssigkeiten aus denen das „Globulin“ wissentlich nicht ausgeschieden worden war, dessen wir schon erwähnten (VW 81—5 p.103 und Anmerk, daselbst, sowie 35 p. 094).
-) In welchem Viaasse diese ohnehin unbebestimmten Begriffe verwechselt wurden, zeigt Nikoliukin’s Beispiel, der in dem physiologischchemischen Laboratorium der Moskauer t niver-sität gearbeitet hat (39 p 70). Er sagt: „Wir finden bei Hoppe-Seyler (Physiolog. Chemie) einen
Hinweis darauf, dass das Globulin künstlich aus gewöhnlichem Eiweiss (?!) durch Einwirkung eines schwachen Alkali erhalten werden kann. Davon habe ich mich selbst am Eiweiss (?!) überzeugen können. Meiner Ansicht nach besteht dabei der Prozess der G1 o b u 1 i n b i I d u n g (!) darin, dass ein kleiner Teil des Globulins (V) in ein Globulinat (?!) übergeht, welches bei der Fällung aus seiner Mischung mit dem Albumin (V!) ausfällt und daher (!!) die Eigenschaft (?!) des Globulins (?!) besitzt“. Vian gestatte mir die Frage, was dies alles bedeuten soü....