﻿ALLGEMEINE SCHLÜSSE.
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tes, (z. B.. AhV 48—60 p. 107 in d. Anmerk.), oder im allgemeinen wenig Bekanntes, was aber ihnen in irgend einer Hinsicht Beachtung zu verdienen schien, mitteilen, oder unter solchen Ausdrücken ihre volle Unkenntniss des Gegenstandes (A1A° 48— 60 p. 102) verbergen.
Dazu kommt noch, dass die Beobachtungsmethoden häufig gegen die bescheidensten Forderungen der Logik verstossen. Ausser den zahlreichen, hierselbst schon angeführten, Beispielen (z. B., A%V 68—74 p. 73—80) kann noch auf Wooldridge (5 5 p. 394 vergl. mit p. 399 und AbW 61—67 p.p. 2S—30 u. p. p. 38—39), der bei seinen Bestimmungen der weissen Blutkörperchen von den Eigenschaften der Lymphkür-perchen ausging, oder auf Demant (12 p. 17), der die Menge des „Serumalbumins in den Muskeln“ nach der Menge des in denselben enthaltenen Hämoglobins bestimmte, hingewiesen werden!
Nicht minder befremdlich ist oft das Verhalten vieler Autoren den Reagentien auf Protein gegenüber! Was ist nicht alles als solche empfohlen worden! doch übertriftt das von Ott und anderen Schülern Kronekker's Vorgeschlagene alles Dagewesene: nämlich „ein Froschherz als äusserst empfindliches Reagens auf Scrumal b u m i n“ ‘)Vl Das Interesse wächst mit dem Lesen der weiteren derselben Frage gewidmeten Arbeiten des genannten Autors: ein ausgeschnittenes Froschherz lasse die geringsten Mengen Serumalbumin erkennen, weshalb es den gewöhnlichen Reagentien, die zum Nachweis des Albumins in Flüssigkeiten dienen, den Rang streitig mache l) 2 * * * *)! Die Veranlassung zu diesen Arbeiten war Alartius’ Versuch (34 p. 474), in welchem er zeigte, dass ein mit einem von Kronekker (31 p. 283) modifizirten Ludwig’schen Manometer versehenes Froschherz aufhörte zu arbeiten, wenn durch die Kavität desselben physiologische Kochsalzlösung geleitet wurde; ersetzte man aber diese durch Blut, Serum oder Lymphe, so begann die Herztätigkeit aufs neue! Alartius’ Ansicht nach wären es aber auch nur die genannten. „Serumalbumin enthaltenden“ Flüssigkeiten, welche diese Eigenschaft besitzen, da die andern eiweisshaltigen Flüssigkeiten, unter anderen die Milch, eine solche Wirkung nicht hervorbringen (34 p. 474). Obgleich Ott selbst, Alartius’ Schlüsse widerlegt, indem er findet, dass die AI i 1 c h das Herz zur Tätigkeit ebenso ansporne wie das Serumalbumin, so erklärt er dennoch das Froschherz für ein Reagens auf Serumalbumin!! Stellte Ott wenigstens seine Versuche mit irgendwie nach Schmidt’s oder Hammarsten’s Vorschrift bereitetem ..Serumalbumin“ an? Keineswegs (40 p. 569 u. 41 p. 1—26)!! Er nahm entweder normale Flüssigkeiten oder trocknes Serum aus dem Schlachthause! Damit begnügte Kronekker sich aber nicht, sondern liess seine Schülerinnen Frl. Popow (43 p. 428) und Frl. Brinck (5 p. 453) dieselben AArsuche mit allen möglichen Flüssigkeiten durchmachen, wobei sogar in Fäulniss (!) geratene proteinhaltige Flüssigkeiten die Herztätigkeit hervorgerufen haben sollen (43 p. 439—45; 5 p. 454—70)! Am Ende ihrer A7ersuche benutzte Frl. Brinck (5 p. 472) nach Hammarsten bereitetes „reines Albumin“ und erhielt negative Resultate! Nichtsdestoweniger veranlasst (anders kann man sich nicht ausdrücken) Kronekker sie zu der Behauptung, dass das „Serumalbumin- dennoch auf die Aluskeln erregend wirke, und dass es durch die
l) .... sodass das Herz als ausserordentlich kann daher mit denjenigen chemischen Reagen-
empfindliches Reagens auf Serumalbumin anzu- tien concurriren, deren man sich gewöhnlich zum
sehen ist (30 p. 569)!	Nachweiss von Serumalbumin in Flüssigkeit be-
-) Das ausgeschnittene Froschherz lässt die ge- dient (41 p. 3).
längsten Quantitäten von Serumeiweiss erkennen,
Le Physiologiste. Toi. V.
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