﻿\\. Allgemeine Schlüsse (zu den 18 vorhergehenden Abhandlungen.— S. Le-Physiologiste Poisse: t. Ill—A'Ai 41—47 p.p. 70.84; Ai A» 48—60 p.p. 50, 90; t. IV— AiA< 61—67 p.p. 15. 34, 42, 53, AiAi 68 — 74 pp. 48; Airë 75—80. 171 u 231; t. V— AiAi 81—85 p.p. 66; AiAi 86—92 p. 168; AiAi 93—100 pp. 279, 301, 314, 323,
334, 356 u. 407).
Unzulänglichkeit der Erforschung der Chemie der Protei n k ö r p e r. Schon seit Ende der 30 Jahre des verflossenen Jahrhunderts wurden Klagen über die Unzulänglichkeit unserer Kenntnisse der Prote'mkörper laut. Wenn Bird (3 p. 32) die Ursache davon in der schwachen Affinität des „Eiweissstoffs“ zu andern Körpern sah, weshalb, wie er meinte, derselbe einer genaueren Untersuchung entging, so machte Vogel (54 p. 20) den Autoren ihren Mangel an Interesse für die Chemie der Prote'mkörper zum Vorwurf, während doch „die organische Chemie im allgemeinen bedeutende Fortschritte gemacht hatte (1839)“. Dieselbe Ansicht teilten Liebig & Schmidt (47 p. 12). Virchow (53 p. 76—7) spricht sich in dieser Beziehung noch strenger aus, indem er die Autoren beschuldigt, die Sache gar zu leicht zu nehmen und infolgedessen häufig Irrtümliches mitzuteilen. Als Entschuldigung der Unzulänglichkeit unserer Kenntnisse namentlich in bezug auf die Proteine der natürlich vorkommenden Flüssigkeiten führt Scherer (45 p. 4-5) den Umstand an, dass die Proteinstoffe nach ihrer Ausscheidung aus ihren natürlichen Medien bedeutende Veränderungen erleiden, und ist der Meinung, dass die auf Grund solcher Präparate erhaltenen Tatsachen auf die Proteine der natürlich vorkommenden Flüssigkeiten nicht übertragen werden dürfen. Alles, was wir soeben gesagt,, bezieht sich auch auf unsere Zeit, obgleich seitdem mehr als ein halbes Jahrhundert verflossen ist. Bis jetzt wenden die Chemiker von Fach ihre Aufmerksamkeit den Proteinsubstanzen beinahe nur zufällig zu. während die Physiologen und Ärtzte dieselben nur beiläufig studiren, da sie wol gezwungen sind, dieselben in betracht zu ziehen, aber nicht die Möglichkeit besitzen, die Erforschung derselben auch ausser dem Bereiche ihrer eigenen Beobachtungen weiter zu verfolgen....
Mangel an einem K r i t e r i u m. Diese unerfreuliche Lage der Dinge erklärt sich hauptsächlich dadurch, dass es an einem konstanten Körper, an einer Einheit mit mehr oder weniger beständigem Charakter, welche zum Vergleich dienen könnte, fehlt. Wir sahen schon (p. n. A»Ac 48—60 p. 50-6), dass die Autoren zu ihren Vergleichen sich so komplexer Flüssigkeiten, wie es das „Eiwreiss“, das „Serum“ die „Milch“ sind, bedienten. Doch auch hier waren sie nicht konsequent und stellten die mit Wasser verdünnten Flüssigkeiten den unverdünnten gleich; auch die Behandlung z. B. mit Äther, wie wir es bei Bird (3 p. 33) u. and. finden, beeinflusst das Verhalten der Autoren nicht, denn sie betrachten die durch diese oder .jene Behandlung veränderten Flüssigkeiten so zu sagen für unverändert.
Am Anfänge der vierziger Jahre war die Lehre von den drei Grundsubstanzen: Albumin, Casein und Fibrin, welche Scherer die Trias des tierischen Organismus benannte, vorherrschend ')• Beinahe dasselbe finden wir bei Strecker (51 p. 571),
0 Ich komme nun zu einigen Versuchen über und sich sowohl in den Ernährungsflüssigkeiten thierisches Albumin, Fibrin und Casein. Ueber des Körpers, der Lymphe und dem Blute als diese Trias thierischen Organismus, welche die auch in beinahe allen übrigen Theilen des Orga-Primitifstoffe des animalischen Lebens darstellen nismus finden (2 p. 10).