﻿ALLGEMEINE SCHLÜSSE.
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Entstellungen haben sich Hoppe-Sevler und Weyl (.V.V 86 — 92 p. 228) in der Bestimmung dessen, was Albuminat, Protein und dergl. zu nennen ist, schuldig gemacht. Der Erweiterung der Nomenklatur dienten auch die histologischen Beobachtungen, in denen die Autoren den vermuteten Proteinkörper, der die beobachteten Veränderungen bedingt, mit einem chemischen Ausdruck belegten (.VjV61—7 p. 35). Von demselben Charakter ist auch die bei Kölliker angeführte (29 p. 26) Menge von Benennungen, welche vor allem die in den Zellen befindlichen Gebilde charakteri-siren, weshalb sie durch keine chemischen Benennungen bezeichnet werden können und anstatt der Endung „in” möglicherweise die Endung „us“ haben sollen!
Zuweilen gab ein falsch verstandener Satz Anlass zu der Einführung dieser oder jener Benennung. In der russischen Litteratur wurde der Ausdruck „Lehmann's Eiweiss“ geläufig. Wir erklärten schon (p.n. .V.V 48—60 p. 102 in der Anmerk.), dass Danilewski’s Artikel, in welchem jedoch von einem solchen Ausdruck auch nicht entfernt die Piede gewesen war, die unschuldige Ursache davon wurde: interessant ist es aber, dass späterhin Danilewski selbst in denselben Fehler verfiel (11p. 371), und den im Eiweiss erhaltenen Niederschlag „Lehmann s Albumin“ nannte. Dass diese Benennung Michail off’s Schriften zu verdanken ist, sieht man daraus, dass sowohl im Jahre 1S80 als auch in Danilewski s erstem Artikel, der Michailoffs Irrtum bedingt hatte, diese Ausdrücke fehlen (9 p. 18:11 p. 932). Doch begeht Danilewski auch ausserdem einen Irrtum: wenn zu Lehmann s Zeit die durch Wasser im Hühnereiweiss bedingten Niederschläge auch „Albumin" genannt wurden, so war gegen 188s deren Globulinnatur schon von allen anerkannt, so dass Danilewski damals nicht mehr das Piecht hatte, dieselben „Albumin“ zu nennen (10 p. 932).
Die Nomenklatur, die wir vorschlagen, hat schon ihre Geschichte. Das „Globulin“ und Globin besitzen eine mehr oder weniger begründete historische Bedeutung und geben zu weniger Misvcrständnissen Anlass als z. B. der Ausdruck „Albumin". Von dem Moment seiner Entstehung an wurde der Ausdruck „Globulin” nach und nach angewandt, weshalb wir unsere 10 ersten Abhandlungen chronologisch, in Verbindung mit der Geschichte der Anwendung des Wortes „Globulin“, geordnet haben. Dessenungeachtet entsprach das historische „Globulin“, seit Berzelius (ich sage nicht seit Lecanu A'.V 41—7 pp. 70—3) bis zu unserer Zeit der Bedeutung nicht, welche wir demselben in vorliegender Arbeit beilegen. In der Tat haben wir mehrfach darauf hingewiesen, dass sowohl die „Globuline“ der Autoren als auch die übrigen Tro-teinpräparate, inclusive das „Albumin“, Verbindungen des reinen Globulins und zwar hauptsächlich mit Mineralkörpern vorstellen. Besonders schwerlösliche Globulinverbindungen erhielten den Namen „geronnenes Albumin“, in Wasser leicht lösliche nannte man „Albumin“, während die Mitte zwischen diesen und jenen inbezug auf die Löslichkeit die „Globuline“, d. h. die Verbindungen des reinen Globulins mit Mineralverbindungen, einnalnnen. Die Eigenschaften dieser letzteren Verbindungen waren es. die der Lehre von den Globulinen zu Grunde gelegt wurden. Im allgemeinen. je weniger reinen Globulins eine lösliche Verbindung mit einer Mineralverbindung bildete, wobei es dieser letzteren um so weniger bedurfte, je energischer
sondere Bedeutung, wie dies aus folgenden Worten ersichtlich ist: „man kann sogar mit einiger Gewissheit behaupten, dass wir es in den Versuchen des Autors (Eichwald’s) wenn nicht mit dem Gerinnsel (!) eines „Alkalialbuminats (!)“, so doch mit einem Gerinnsel (!) der ersten (!) Modifikation (!) des Eiweisses (!) unter dem Ein-
fluss eines Alkali—dem Globulin (!!!) zu tun haben“ (36 p. 30) u. s. w. Besonders schwer ist es, sich dabei in den ungewohnten Ausdrücken. „Gelatinisationswasser“, „Degelatinisation“ (ib. p. 40), „Diffusibilität“ (ib. p. 77) „Diffusiv“ (ib. p. 80) „ditfusibel“. „Diffusion“ (ib.p.66) und dergl. zurechtzufinden.