﻿ALLGEMEINE SCHLÜSSE.
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4) Die Ausscheidung des Globulins aus p r o t e ï n h a 11 i-g e n Flüssigkeiteni mittels schwacher Säurelösungen unter Erwärmen geschieht im Dampfbade oder auf offener Flamme; im letzteren Falle kann das Protein leicht anbrennen. Die mit Wasser verdünnte Yer-suchsflüssigkeit wird im Dampfbade angesäuert. Dabei macht sich die Abtrennung des Globulins von der Base besonders deutlich bemerkbar, nämlich nach einiger Zeit wird die Flüssigkeit wieder alkalisch oder neutral; nach neuem Ansäuern tritt Wiederkehr der Reaktion ein. Man hört auf, Säure zuzusetzen, sobald die Flüssigkeit beginnt saure Reaktion auf Lakmus zu zeigen. Im allgemeinen sollte beim Ansäuern die Reaktion auf Tropäolin 00 (,V,V S6—92 p. 250) nicht überschritten werden. Nach der beschriebenen Operation filtrit man, oder lässt die Mischung abstehen, wobei die Niederschläge zur Entfernung der Asche in beiden Fällen mit derselben schwachen Säurelösung gewaschen werden. Die Säure wird ihrerseits durch Wasser entfernt. Das Waschen mit Säure und Wasser nimmt man am besten in Kapseln aus Pergamentpapier oder selbst aus dickem Fliesspapier vor, wobei die Öffnung der Kapsel sich natürlich ausserhalb der Flüssigkeit befinden muss; auch muss die zwischen den Wänden derselben befindliche Schicht des Niederschlags möglichst dünn sein, zu welchem Zwecke die Kapsel vor dem Waschen zwischen den Händen oder zwischen zwei Brettchen abgepresst wird.
Von der Darstellung „ganz reinen Albumins“ spricht schon Lehmann (32 p. 345), indem er empfiehlt das „geronnene Albumin“ mit verdünnter Salzsäure zu waschen. Graham behauptet geradezu, durch Dialyse einer Lösung von Hühnerei-weiss in Essigsäure (17 p. 36) eine aschenfreie Flüssigkeit erhalten zu haben (,Y,Y 48— 00 p. 124 u. .Y.Y 93 —100 p. 371). Kühne endlich, hutte, wie er sagt, durch 4-wöchen fliehe Dialyse eines vom „Paraglobulin" befreiten Serums («V.Y 48—60 p. 129) aschenfreie Niederschläge erhalten. Was Harnack’s aschenfreies „Albumin“ anbetrifft, so ist es dem Graham’schen Präparat (WY 93—100 p. 293) sehr ähnlich.
Trotz allem behält seine volle Geltung Mitscherlich’s(38p. 106) vor mehr als 50 Jahren gemachter Ausspruch: „Wir kennen die eigentliche thierische Substanz noch gar nicht, sondern nur ihre Verbindungen, die wir Eiweiss, Käsestoff, Speichelstoff u.s.w. nennen“ Q.
Die auf obenbeschriebene Weise aus irgend einer Quelle unter gleichen Versuchsbedingungen von uns erhaltenen Globuline besitzen identische Eigenschaften. Die Eigenschaften und Eigentümlichkeiten der Prote'inkörper in Betracht ziehend, dürfen wir mit Sicliercheit nur das Globulin mit all seinen in den XVIII Abhandlungen erforschten Eigenschaften anerkennen; was die übrigen Prote'inkörper anbetrifft, die gegenwärtig unter verschiedenen Benennungen: Albumin, Globulin. Fibrin u. dergl. bekannt sind, so sind es Verbindungen des" Globulins und bilden einen besonderen Fall des allgemeinen Schema (X.Y 93—100 p. 352) für die Globulinverbindungen:
Æ (>+	 /		+1)
yc (■/»'+	 /		+1)
(«/WO-			+1)
-f zR20
M Eine Hiatsache, dass .wir die organische AA ir kennen demnach die eigentliche thierische mibstanzen Eiweissstoft. Speichelstoff, Käsestoff, Substanzen noch gar nicht, sondern nur ihre Blutroth nie ganz rein voriinden, noch dar- Verbindungen, welche wir Eiweiss, Käsestoff, stellen, sondern immer nur verbunden mit Salzen. Speichelstoff u. s. w. nennen (38 p. 113).