﻿PAS GLOBULIN DER COAGULIRBAKEN SUBSTANZ DES BLUTES.
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Wie Parmentier & Deyeux und später Chevreul (29 p. 505) und Prévost & Dumas (49 p. 81B), so war auch Hünefeld über den Zustand des Fibrins im Blut der Ansicht, dass es in demselben sehr fein verteilt sei und dass das Blut zwar eine homogene Flüssigkeit vorstelle, aber nicht alle Bestandteile desselben sich in Lösung befinden; letzteres beziehe sich vor allem auf das Fibrin (101 p. 258 und 256). In diesem Sinne stellt Hünefeld einen Vergleich zwischen der Milch und dem Blut an. Zugleich bestätigt er auch frühere Beobachtungen, laut denen in der Wärme geronnenem Albumin nur durch dasselbe Agens coagulirtes Fibrin gleichgestellt werden könne, welch letzteres in diesem Falle in Essigsäure unlöslich ist. Wärme bewirkt Zusammenfallen, Verdichtung des Fibrins (ib. p. 255).
Berzelius bemerkte Verdichtung auch in Fibrin, welches zwischen Fliesspapier abgepresst wird, und auch beim Trocknen, wobei es % seines Gewichts verliert, in Wasser aber wieder aufquillt und sein früheres Aussehen erhält. Eine solche Verdichtung, wie sie das Fibrin durch die Wärme erfährt, beobachtete Berzelius nur unter der Einwirkung von Säuren einer gewissen Concentration (16 p. 37). Dennoch hält Berzelius es für möglich das Fibrin mit dem geronnenen Albumin (ib. p. 69) zu identificiren. Dagegen tritt Piaspail (152 p. 202) eifrig für die Identität des Fibrins nicht mit dem geronnenen sondern mit dem unlöslichen Albumin (AM 48— 60 p. 103) ein *).
Zu Gunsten des gelösten Zustandes des Fibrins im Blute und in ähnlichen Flüssigkeiten vor der Gerinnung derselben sprach sich auch Berzelius aus, obgleich die von ihm angeführten Argumente auf den ersten Blick wenig verständlich scheinen. Von dem suspendirten Zustande des Fibrins im Blute sprechend, sagt Berzelius: „Diese Meinung scheint sich jedoch nicht durch die Erfahrung zu bestätigen, denn die von den Saugadern geführte Flüssigkeit, die Lymphe, worin sich, soviel wir bis jetzt wissen, keine aufgeschwemmten Blutkügelchen befinden, gerinnt gerade so wie das Blut, und setzt ein farbloses Coagulum ab“ (16 p, 32). Dieser Schluss kann offenbar nicht als Beweis dienen, einmal, weil die Flüssigkeit suspendirtc Partickelchen enthält, das andere, weil Berzelius für suspendirte Partickelchen nur die Blutkörperchen ansah, welche, der Lehre jener Zeit zufolge, entweder eine Hülle (Membran) oder einen fibrinösen Kern (M 61p. 138) besitzen. Nur dies erklärt den sonst unverständlichen Satz dieses Forschers!
Berzelius’ Ansicht teilend, bestrebte sich J. Müller (1832, 140 p. 537) jedoch den löslichen Zustand des Fibrins im Blut vor der Gerinnung auch durch directe Versuche zu zeigen. Er filtrirte Froschblut durch einen mit 0,5%-iger oder sogar schwächeren Zuckerlösung befeuchteten Filter und erhielt ein von Blutkörperchen freies, ganz farbloses Filtrat, welches nichtsdestoweniger nach einiger Zeit spontan gerann. „Auf diese Weise wird ganz reines Fibrin erhalten, wie es bisher nicht erhalten worden war“ (?), fügt J. Müller, dem Hewson’s Arbeiten unbekannt waren (ib. p. 541), hinzu. Das erhaltene Fibrin erscheint in der That ganz homogen, ohne deutlich körnige Structur; wenn sich aber das Coagulum gesetzt hat, so gewahrt man unter dem Mikroscop kaum unterscheidbare feinkörnige Gebilde, welche, Müller s Worten nach, von den Ungleichheiten der Oberfläche des Coagulums
aut non solvitur, aut natura alienata). Solutio tiltrata eolefactu, tinctura gallamm, acido mu-liatico, nifrico et acetico turbatur, acidum di-lutum nubeculam (7 p. 8) ab initio factam, majori quantitate iterum solvit. Alkalia ut kali, natron, ammonium, calcarin etc., nullam in so-lutione mutationem ef'ticiimt —Quas quidern ob-
serbationes boc loco expositas esse, non alienum sit, cum proxima pericula praesertim ad investi-gandam salis vim in sanguinem instituta sint“ (7P. 9).	. ,	.	.
‘) „Identité de la fibrine et de 1 albumine insoluble“ (152 p. 202).