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PAS GLOBULIN PEL COAGULÏRBALFN SUBSTANZ DES BLUTES.
bedingt sein können 1). Wenn das Filtrat unmittelbar in Essigsäure oder Kochsalzlösung abtropft, so gerinnt das Plasma entweder nicht oder bildet in letzterer nur ein unbedeutendes Coagulum. Aether bewirkt bedeutende Niederschläge. Dabei bildet Müller, dass Kochsalz und Kaliumcarbonat die Gerinnung des Froschblutes bedeutend hintanhalten. Müller empfiehlt eine kleine Menge Kaliumcarbonat zum Zwecke der Verlangsamung der Gerinnung, folglich auch zur Abtrennung der Blutkörperchen von dem flüssigen Teil, in jedes Blut einzutragen (ib. p. 543). Indem Müller den löslichen Zustand des Fibrins im Blute bis zu dessen Gerinnung zu-giebt, identificirt er es zugleich in diesem natürlichen Zustande mit dem Hüliner-eiweiss, da, ausser den übrigen gemeinschaftlichen Beactionen, beide von Aether gefällt werden, obgleich sie sich von einander darin unterscheiden, dass das Fibrin auch spontan gerinnen kann (ib. p. 543).
Schultz (173 p. 7; 172 p. 655) nimmt gleichfalls an, dass das Blut aus sus-pendirten Partickelchen, den Blutkörperchen, besteht, welche in der Flüssigkeit, die er „Plasma“ nannte, schwimmen 2). Mit diesem Namen bezeichnet er auch den flüssigen Theil der Lymphe, der Exsudate und überhaupt aller gerinnbaren Flüssigkeiten. Bei der Wiederholung von Hewson’s Versuchen bemerkte Schultz, dass nicht nur mit Haut und Fleisch bedeckte unterbundene Blutgefässe das Blut vor dem Gerinnen schützen, sondern dass das Blut auch in solchen Gelassen, welche von allen anliegenden Teilen befreit sind, nicht gerinnt: in beiden Fällen setzen sich die Blutkörperchen, und sammelt sich das Plasma über denselben (ib. p. 10) an. Ausserdem empfiehlt Schultz, um Plasma in grösseren Quantitäten zu erhalten, das Blut in frische, ausgewaschene Därme einfiiessen zu lassen, wo das Plasma ebenfalls absteht. Abschnitte eines Hunde- oder Ochsendarms von 8—10 Zoll Länge werden an dem einen Ende zugebunden; in das andere fliesst das Blut durch einen Trichter unmittelbar aus den Blutgefässen ein. worauf auch dieses Ende zugebunden wird (ib. p. 10). ZAvar hatte Scudamore (175 p. 42) auch schon früher (1826) zum Aufsammeln von Blut Darmstücke benutzt, jedoch mit schlechtem Erfolg, was Schultz dahin erklärt, dass Scudamore dünne Kaninchendärme benutzte, welche die Luft, die die Blutgerinnung befördert, durchlassen (173 p. 10).
Indem Magendie (120 p. 153) Blut mit Wasser im Verhältnis von 20 Cc. zu 60 (Je. und 30 Grm. Salz vermischte, verhinderte er ebenfalls die Zerstörung der Blutkörperchen, Avie in dem Falle von Zuckerzusatz, wobei das Blut etwas anders gerann (ib. p. 154); wurden aber 2 Grm. doppeltkohlensaures oder kohlensaures Natron mit 60 Cc. Wasser zu 5 Cc. Blut zugesetzt, so erfolgte Gerinnung nicht mehr (ib. p. 226). Gleich den Tierärzten beobachtete auch Magendie, dass Pferdeblut ein weisses Coagulum (caillot blanc) bildet, welches er mit den Entzündungshäuten und dem Coagulum der Entzündungsexsudate identificirte. Es gelang ihm aber, gleich John Davy (?), der zuerst bei seinen Versuchen flüssiges Pferdeplasma beobachtete, ein solches abzuheben und Gerinnung des Fibrins zu beobachten.
Identificiru n g d es Fibrins mit de m „A 1 b u m i n“ (Seroglobin). V ie früher (1830, 38 p. 76), so spricht Denis auch später (1835, 40
') „Der Faserstoff, den inan in diesen Fallen erhält, ist nicht deutlich körnig, sondern ganz gleichartig; erst wenn er sich zusammengezogen hat und weisslich geworden ist, sieht mau mit dem zusammengesetzten Mikroskope ein ganz undeutliches, sehr feinkörniges AVesen, ein An-
schein, der aber auch von Ungleichheiten tier Oberfläche herrühren kann“ (140 p. 541—2).
•) „AVir wollen die farblose Blutflüssigkeit,-welche den wesentlichen, mit innerer Lebenserzeugung begabten und bildenden Theil des Bluts ausmacht, mit dem Namen: Plasma bezeichnen“ (173 p. 7).