﻿pgQ	DÀS GLOBULIN DEB COAGULTBBABEN SUBSTANZ DES BLUTES.
}) r i n sowie aus Salzlösungen mit Wasser a u s g e f ä 111 e s, d. h. unoeronnenes Fibrin, zu denen Denis auch die Niederschläge rechnet, welche durch Einwirkung von Wasser auf Blut, das durch Salze vor dem Gerinnen geschützt worden war (ib. p. 74), erhalten wurde, identificirt Denis mit dem N i e-d erschlage (ib. p. 78-79) aus Blutserum, welcher gegenwärtig den Namen des typischen G 1 o b ulins-S er o gl ob in (J^ 48-60 pt 90)—t ragt. Um die Fibrinlösung dem Blutserum vollständig gleich zu machen, bereitet Denis eine Fibrinlösung nicht einfach in Salzen, sondern setzt, in Betracht dessen, dass auch das Serum eine salz-alkalische Albuminlösung (Seroglobin) vorstellt 5 noch ein Alkali hinzu. Vorläufige Proben zeigten Denis, dass man zu einer Fibrinlösung in Salzen %, Gewichtsteil des zur Lösung des Fibrins genommenen Salzes irgend eines Alkali zusetzen kann, und dass die Lösung noch die Fähigkeit behält, in der Wärme zu gerinnen. Dieses Verhältniss der Salze zu den Alkalien entspricht, Denis’s Erklärung nach, vollständig dem Verhältniss der Salze und der Alkalien im Serum; um aber künstliches Serum darzustellen, empfiehlt Denis eine Lösung aus 1000 Teilen Wasser, 10 T. Kaliumnitrat und 1 T. Aetz-natron. welche 7 Teile Fibrin zu lösen vermag 1). In einer solchen Lösung entsprechen nicht nur die qualitativen, sondern auch die quantitativen Verhältnisse dem normalen Serum (ib. p. 81).
Ausserdem bereitete Denis zu demselben Zwecke Lösungen von den balzen des Blutes, doch löst das Fibrin sich darin nicht mit gleichem Erfolge. Die besten Resultate erhielt Denis bei der Auflösung des Fibrins in einer Blutserumaschelösung: das Fibrin löste sich rasch auf, und die erhaltene Flüssigkeit besass die Eigenschaften des natürlichen Blutserums. Wenn ein Alkali nicht im Ueberschuss vorhanden ist. so gerinnt das künstliche Serum, ebenso wie das natürliche, bei 74° (40 p. 82).
Im allgemeinen findet Denis zwischen dem Fibrin und dem Albumin (Seroglobin) keinen Unterschied in Bezug auf die Einwirkung der Salze, Säuren, der Wärme und des Alkohols: alles zeugt für die Identität des Albumins (Seroglobins) und des Fibrins a). Ja noch mehr: sowohl die obenerwähnte Lösung in dem Serumascheaufguss als auch das Blutserum scheiden nach der Neutralisation mit irgend einer Säure, z. B. Essigsäure, und nachheriger Verdünnung mit Wasser Niederschläge desselben molecularen Fibrins ,,!) von identischem Charakter aus, eines Fibrins. welches sich aufs neue in einem Säureüberschuss und auch in Salzlösungen auflöst (ALV 48—60 p. 90). Die Substanz des Fibrins mit derjenigen des Albumins (Seroglobins) für identisch haltend, scheint Denis auch die Benennungen dieser Körper zu identificiren, bestrebt sich aber, bloss des Aussehens dieser Körper halber, eine Nomenclatur festzusetzen. Auch das Eiweiss dem Serum gleichstellend, nimmt Denis ein in dreifachem Zustande befindliches Albumin an: 1) ein flüssiges, durch Salze und Alkalien in Lösung gehaltenes—albumine liquide, 2) ein feinverteil-
f) „Mille parties d’eau chargée d’un centième d’azotate de potasse et d'un millième de soude, dissolvent environ sept centièmes de fibrine, et il en résulte un sérum artificiel qui jouit de toutes les propriétés du sérum naturel“ (40 p. 81).
■) „Tous ces faits semblent annoncer entre la fibrine et l’albumine du sérum une identité de nature facile à reconnaître“ (40 p. 80).
J) „Maintenant, qu’on sature exactement l’alcali, tant du sérum naturel que du sérum artificiel, avec un acide quelconque, de l’acétique par exemple, puis qu’on étende d’eau la masse en-
tière, ou qu’on commence à l’étendre d’eau avant de procéder à la saturation; il se précipite aussitôt des flocons très fins avec lenteur. Ils sont formés de fibrine, accompagnée à la vérité de corps gras. Qu’on verse alors un excès d'acide, ou mieux une solution de sel neutre, cette fibrine moléculaire est aussitôt redissoute (40 p. 83— 4). Je crois inutile de rapporter d’autres expériences pour prouver que l’albumine et la fibrine ne forment qu’une seule et même substance, et que c’est aux sels neutres du sérum, ainsi qu’à son alcali, qu’est due sa liquidité“ (40 p. 84).